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Mit der Gemeindepolitik offenbar zufrieden

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Taching am See. Trotz der in jüngster Vergangenheit abgehaltenen Wahlveranstaltungen, in denen ebenfalls über erledigte und anstehende Aufgaben der Gemeinde berichtet worden ist, war die Bürgerversammlung der Gemeinde Taching beim Neuwirt in Tengling gut besucht. Die Bürger sind, schließt man auf die Wortmeldungen aus der Versammlung, mit ihren Gemeindevertretern rundum zufrieden. Es wurden lediglich die Aufstellung weiterer Hundetoiletten angeregt und das ausufernde Plakatieren bemängelt.


Bevor Bürgermeisterin Ursula Haas einen Rückblick auf das abgelaufene Haushaltsjahr 2013 und die vielen Aufgaben der Gemeinde gab, bedankte sie sich bei den vielen ehrenamtlich Tätigen, die dazu beitragen, die Gemeinde Taching zu einer so lebenswerten Gemeinde zu machen. Besonders hob sie die Feuerwehren für ihren unermüdlichen Einsatz beim Juni-Hochwasser hervor. Hier zeigte sich auch wieder die Wichtigkeit, dass die Feuerwehr mit modernem Einsatzgerät ausgestattet wird.

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Kräftig investiert wurde laut Haas in den touristischen Bereich. Hervorzuheben sei hier der Kauf neuer Sprungtürme für die beiden Strandbäder. Hier bedankte sie sich besonders bei den Gemeinderäten Heinrich Riesemann und Franz Obermeyer, die mit viel Engagement dazu beigetragen haben, dass man jetzt Sprungtürme hat, die auch den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen.

Zum Thema Touristik sprach Haas auch den zunächst geplanten Neubau eines Sanitärgebäudes am Campingplatz in Taching an. Die derzeitig zu erwartenden Kosten würden aber die finanzielle Leistungskraft der Gemeinde übersteigen. Als Alternative wird daher an eine Sanierung gedacht. Die Gemeinde werde sich nach Vorlage der exakten Kostenberechnung für eine Sanierung wieder mit dem Thema befassen.

Dass die Gemeinde Taching attraktiv und lebenswert ist, zeigt die sehr hohe Nachfrage nach Baugrundstücken. Im Baugebiet »Tachinger Feld« wurden bis auf eine Parzelle bereits alle Baugrundstücke veräußert. Ein Ende dieses Nachfragebooms zeichne sich nicht ab, sodass man intensiv an der Ausweisung neuer Baugrundstücke arbeite, sagte Haas. Aktuell läuft das Bauleitplanverfahren für die Ausweisung von Baugrundstücken in Tengling. Der Bebauungsplanentwurf für ein eventuell entstehendes Baugebiet in Thalwies sieht den Bau von zwölf Einzelhäusern im Einheimischenmodell vor.

Aus ökologischer Sicht dürfe sich die Gemeinde durchaus als Vorzeigegemeinde bezeichnen, meinte die Bürgermeisterin weiter. So wurde die komplette Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik umgerüstet. Die Umrüstung, die vom Bund finanziell gefördert wird, wird nach Abzug der Förderung etwas über 100 000 € kosten. Durch die Stromeinsparung werde sich die Ausgabe aber amortisieren. Auf den Dächern des Sanitärgebäudes in Tengling und der Schulturnhalle und des Verbindungsbaus der Schule wurden Photovoltaikanlagen installiert. Das Investitionsvolumen betrug 61 000 Euro, werde aber durch die Einspeisevergütung wieder refinanziert.

Ein weiterer Themenblock waren die vielen Projekte, an denen die Gemeinde aktiv mitarbeitet. MORO, Leader, ILE, Seenbündnis und Teilnehmergemeinschaft Flurneuordnung sind beispielhaft genannt worden. Besonders stolz zeigte sich Ursula Haas darauf, dass bereits erste konkrete Umsetzungen aus den Projekten entstanden sind. Derzeit sind zwei Rückhaltemaßnahmen von Oberflächenwasser in der abschließenden Planungsphase sowie der Neubau der Straße nach Schneidergröben. Der gemeindliche Anteil an den Gesamtkosten der Maßnahmen werde aufgrund der bereitgestellten Fördergelder nur bei 15 bis 20 Prozent liegen. Auch der Einsatz eines sogenannten Variobusses ist durch die Teilnahme am MORO-Projekt entstanden. Mit dem Einsatz des Busses soll die Mobilität im ländlichen Raum verbessert werden (wir berichteten bereits).

Kämmerer Bernhard Kraus berichtete noch über die finanzielle Situation der Gemeinde. Der Trend einer guten Haushaltsentwicklung setzte sich auch 2013 fort. So konnten die Rücklagen auf gut über 900 000 Euro aufgestockt werden. Dadurch werden auch künftige Investitionen ohne Kredite finanzierbar sein. Mit nicht einmal 400 000 Euro Verschuldung zum Ende des Jahres 2013 liege die Gemeinde weit unter den Durchschnittswerten anderer Gemeinden. bk