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Mit dem Radl zurück nach Afrika? Dort sei es "lustiger"...

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Foto: dpa/Symbolbild

Große Aufregung im dichten Urlaubsverkehr auf der A8: Brav Richtung Süden strampelte dort ein 20-jähriger Mann aus Guinea Richtung Süden – in der Hoffnung, dass die Autobahn dorthin führt.


Der 20-Jährige war am Freitagnachmittag mit einem Rad auf Höhe der Ausfahrt Felden-Süd neben unzähligen Urlaubern und Pendlern auf der rechten Seite unterwegs. Nach unzähligen Anrufen in der Einsatzzentrale der Polizei konnte eine Motorradstreife der Verkehrspolizei Traunstein den Radler stoppen.

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Schnell stellte sich heraus, dass sich der 20-jährige Mann illegal im Bundesgebiet aufhielt. Die informierten Beamten der PI Fahndung Traunstein brachten den Mann aus Guinea samt Fahrrad zur Dienststelle in Urwies. Im Gegensatz zu manch anderer Kundschaft der Schleierfahndung, zeigte sich der 20-Jährige äußerst redselig und gab bereitwillig Auskunft über den Grund seiner Radtour Richtung Afrika.

Nachdem er in Holland einen Asylantrag gestellt hatte, habe er festgestellt, dass es ihm dort aber doch nicht so gut gefalle. Daher reiste er weiter nach Deutschland und wurde an das Aufnahmezentrum in München verwiesen. Nachdem er dieses nach langer Suche nicht gefunden hatte, beschloss er, wieder heim nach Guinea zu fahren, da es dort "lustiger sei", wie die Polizei schreibt.

Dazu nahm er zunächst einen Zug Richtung Salzburg und verließ ihn im Bereich Bernau/Felden aus unbekannten Gründen wieder. Ein plötzlicher Panikanfall aufgrund einer vermeintlichen Verfolgung veranlasste ihn dazu am Bahnhof in Bernau ein unversperrtes Mountainbike zu an sich zu nehmen. "Dieses sah er dann als geeignetes Reisemittel für die doch eher weite Reise in Richtung Afrika an und radelte auf der Autobahn 8 Richtung Süden weiter", so die Polizei.

Eine Gefahr für sich oder andere sah er dabei nicht, im Gegenteil, nach seiner Meinung war am Ende dieser Autobahn seine Heimat, nach der so Sehnsucht hatte. Nachdem er keinen Asylantrag stellen wollte, entließen ihn die Beamten mit der Aufforderung, Deutschland schnellstens – aber doch bitte ohne Rad – zu verlassen. Der Besitzer des Mountainbikes wird noch gesucht.

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