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Mit 344 Pferden ging's hinauf nach Ettendorf

Pünktlich um 10 Uhr setzte sich gestern der Georgiritt am Stadtplatz in Bewegung. Weitere Bilder vom Umritt und vom Schwertertanz finden Sie auf Seite 9 und im Internet unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos auf unserer Homepage. (Foto: Buthke)

Traunstein. Eisige Temperaturen und Schnee haben gestern den Besuchern beim traditionellen Georgiritt zu schaffen gemacht. Trotzdem ließen sich auch heuer wieder Tausende das Spektakel am Ostermontag nicht entgehen. Beteiligt waren 344 festlich geschmückte Rösser, Kutschen mit Blaskapellen und ein rund 60 Mann umfassendes Fußvolk aus Schwerttänzern und Landsknechten.


Weil der Hügel rund um das Ettendorfer Kircherl unter einer geschlossenen Schneedecke lag, verzichtete der St.-Georgs-Verein heuer darauf, bis zum Kircherl zu reiten. So blieben die Teilnehmer auf der Teerstraße und zogen in Sichtweite des Kircherls weiter nach Hufschlag, wo der Ritt wieder nach Traunstein zurückführte.

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Trotz der Umplanung der Zugstrecke und des kalten, aber Gott sei Dank trockenen Wetters war die traditionelle Traunsteiner Pferdewallfahrt wiederum einer der schönsten Umritte in Altbayern und zugleich der größte und schönste Festtag im Chiemgau. Etliche Tausend Zuschauer verfolgten dick eingemummelt in der Traunsteiner Innenstadt und in Ettendorf dieses alljährliche großartige Bekenntnis zum christlichen Glauben.

Unter den Glockenklängen der Stadtpfarrkirche St. Oswald setzte sich der Georgiritt pünktlich um 10 Uhr auf dem Traunsteiner Stadtplatz in Bewegung. Den Kern der Wallfahrt bildete die Trachtengruppe mit den Bauernreitern aus den Landgemeinden, die alle Jahre mit ihren geschmückten Pferden ein schönes Bild bieten.

In der Stadtkutsche fuhren neben Oberbürgermeister Manfred Kösterke die Vizepräsidentin des Bezirkstages, Maria Els, ihr Ehemann Georg Els, der Bürgermeister der Gemeinde Forstern im Landkreis Erding ist, und Landrat Hermann Steinmaßl mit. Eine Besonderheit war heuer die Teilnahme von Hans-Peter Haupt, Bürgermeister der Traunsteiner Partnerstadt Wesseling am Rhein, und seiner Lebensgefährtin Antje Brand. Sie folgten der Stadtkutsche zu Pferd. In der weiteren Ehrenkutsche saßen Zweiter Bürgermeister Hans Zillner, Dritte Bürgermeisterin Traudl Wiesholer-Niederlöhner, Ursula Lay und Burgi Mörtl-Körner als Vertreter der Stadtratsfraktionen. Ebenso fuhren einige Bürgermeister aus den Landgemeinden mit.

Vor und nach dem Ritt fand der traditionelle Schwertertanz des Turnvereins auf dem Stadtplatz statt. Die musikalische Begleitung übernahm die Stadtmusik Traunstein unter der Leitung von Augustin Spiel. Der Schwertertanz ist ein weiterer Höhepunkt des alljährlichen Georgiritts. Der Tanz symbolisiert den Sieg des Frühlings über den Winter. Bjr