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Mit 101 Jahren noch sehr rüstig

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Altbürgermeister Hans Haslreiter  überbrachte  Friedrich Müller (rechts) die Glückwünsche der Gemeinde Unterwössen und von Ministerpräsident Horst Seehofer.

Unterwössen – Als Altbürgermeister Hans Haslreiter am Dienstag das Zimmer betrat, um dem »Geburtstagskind« zu gratulieren, erhob sich Friedrich Müller zügig aus dem Sessel und begrüßte ihn mit bemerkenswertem Händedruck. Ungewöhnlich ist das deshalb, weil Müller gestern seinen 101.   Geburtstag in Unterwössen feierte.


Unterwössen ist für den Düsseldorfer seine Wahlheimat, viel mehr noch war es die seiner 2011 verstorbenen Ehefrau. Die hatte in jungen Jahren eine Zeit in Reit im Winkl verbracht, als Düsseldorf im Krieg zu Schutt und Asche gebombt war. Die Region hat es ihr seitdem angetan. Und da sie und ihr Mann sportlich, Skifahrer, Berggeher und Segler waren, wollten sie ihren Ruhestand hier verbringen. Eigentlich in Reit im Winkl, doch das Unterwössner Grundstück für den Hausbau gefiel ihnen sehr. 1978 war das Haus fertig.

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Kurz darauf schied Friedrich Müller aus seinem Beruf als Finanzdirektor eines Papierherstellers aus und zog mit seiner Frau nach Unterwössen. Hier lebt er seitdem, ist nach wie vor geistig gut beieinander und verbringt den Tag mit Zeitunglesen, Nachrichten hören und sehen. Seit Müller im letzten Jahr das Autofahren aufgegeben hat, bekommt er seine Einkäufe ins Haus und das Essen gekocht. Ansonsten versorgt sich der rüstige Rentner selbst. Zum Ehrentag waren die Tochter und der Sohn mit Ehefrau aus Düsseldorf zu Gast. Zwei Enkelinnen studieren bereits.

Altbürgermeister Haslreiter verlas zum Ehrentag den Geburtstagsgruß von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. Dem Brief beigefügt war eine Gedenkmünze. Für die Gemeinde überreichte Haslreiter mit besten Wünschen Blumen und ein kleines Geschenk. lukk