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»Miss Chiemgau« genießt die Auftritte

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Mit Krönchen und Schärpe: Annette Weißenbacher aus Grassau ist »Miss Chiemgau 2013«.

Annette Weißenbacher aus Grassau hatte bei der »Miss Chiemgau-Wahl 2013« die Herzen der Gäste und der Jury im Sturm erobert. Als die fesche Chiemgauerin dann mit ihrer Ziach auch noch auf der Bühne vor rund 1000 Besuchern aufspielte, da war die Entscheidung klar. Die Juroren setzten sie unter zehn Bewerberinnen auf Platz eins. Im Januar trat die heute 23-Jährige ihr Amt an und sagte im Interview jetzt, sie möchte keine Sekunde missen.


Was hat sich denn seit der Wahl für Sie verändert?

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Eigentlich gar nicht so viel. Ich habe durch die Wahl viele Leute kennengelernt, Leute, mit denen ich sonst nicht zusammengekommen wäre.

Zum Beispiel?

Landrat Hermann Steinmaßl oder die vielen tollen Sportler im Chiemgau beim Sportlerempfang des Landkreises in Traunstein.

Der Landrat schwärmt ja geradezu von Ihnen.

Das beruht auf Gegenseitigkeit. Ich habe mich mit ihm etwas länger beim Starkbierfest des Hofbräuhauses unterhalten und muss sagen, er ist wirklich sympathisch und ein sehr zugänglicher Landrat. Schade, dass er nicht mehr kandidieren darf.

Ja, weil er nächste Woche 65 wird.

Ich bin sogar zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen. Er feiert den runden Geburtstag ja am 15. Mai und gibt sein Fest zwei Tage später. Da bin ich natürlich da – Ehrensache.

War’s eigentlich recht stressig bislang mit den Auftritten?

Nein! Die Termine waren ja überschaubar. Es waren knappe zehn an der Zahl. Mir haben alle Auftritte sehr viel Spaß gemacht.

Was war der angenehmste Auftritt?

Eindeutig die Veranstaltung von Chiemgau Creative Events für den Verein Klinik-Clowns in Trostberg und Feichten Ende Februar. Es war eine Benefizveranstaltung mit einem Menschenkicker. Beim Fußball am Nachmittag konnte ich wegen einer Klausur leider nicht dabei sein, aber die Abend-Gala in Trostberg war dann sehr lustig. Es waren auch einige Prominente dabei in einem völlig ungezwungenen Rahmen. Wirklich, eine tolle Veranstaltung!

Sie sagten Klausur. Wie weit sind Sie denn mit dem Mathematik- und Physik-Studium eigentlich?

Oh, es geht gut voran und auch langsam dem Ende zu. 2014 will ich fertig sein.

Und dann?

Dann werde ich an einem Gymnasium unterrichten. Ich studiere ja auf Lehramt. Am liebsten will ich später mal in Traunstein, Marquartstein oder Prien unterrichten.

Dann könnten Sie auch weiterhin in Grassau wohnen.

Richtig. Hier ist auch mein größter Freundeskreis, wobei ich jetzt aber auch im ehemaligen Olympiadorf eine Wohnung habe und durch das Studium in München auch dort einen netten Freundeskreis aufgebaut habe.

Einige waren ja sogar bei der Wahl im August in Traunstein da.

Ja, die haben mich alle toll unterstützt. Auch meine beiden Schwestern waren da, meine Eltern, Onkel, Tante, natürlich mein Freund. Alle haben Daumen gedrückt. Natürlich haben wir auch gefeiert, sogar in München. Da hab´ ich dann halt ein, zwei Schnapserl ausgegeben.

Sie haben gewonnen, weil Sie auf der Bühne eine große Show abgezogen haben. Sie spielten den Deep-Purple-Klassiker »Smoke on the Water« auf der Ziach. Die rund 1000 Zuschauer im Festzelt haben regelrecht getobt.

Ja, der Sieg hat mich schon gefreut. Es ist auch immer etwas ganz Besonderes, wenn ich zu Veranstaltungen gehe und die Schärpe umlege. Ich werde auch immer wieder gefragt, wie ich zur Wahl gekommen bin. Ich hab´ davon in der Zeitung gelesen, habe mich beworben und mir dann das mit der Musik einfallen lassen.

Was raten Sie den Kandidatinnen bei der Wahl in diesem Jahr?

Ich kann eigentlich nur jedem Mädchen empfehlen, sich zu bewerben. Es ist lustig und interessant. Nicht nur der Abend der Wahl allein, sondern auch schon das Hinfiebern. Wir hatten ja ein Laufsteg-Training, eine Schuhanprobe, wir waren beim Dirndl-Anziehen und auf einem Chiemsee-Schiff. Jeder Event war für sich ein Erlebnis.

Und was muss die neue Miss Chiemgau, also Ihre Nachfolgerin, mitbringen?

Es muss ein bayerisches Dirndl sein, das zur Heimat steht. Gut wäre es, wenn es in Vereinen ist, so wie ich. Und man sollte sich was überlegen, so wie ich es getan habe. Irgendwie rausstechen von den anderen, das wäre schon gut.

Habe Sie noch Kontakt mit anderen Kandidatinnen?

Ja, natürlich, zum Beispiel mit der Vize-Miss-Chiemgau Christina Anzenberger aus Tacherting. Wir waren beim Charity-Event in Trostberg und Feichten beisammen und schreiben uns ab und zu. Und natürlich habe ich Kontakt mit Kathi Steiner aus Oberwössen. Die kannte ich aber über ihren Bruder vorher schon.

Wie hat eigentlich Ihr Freund Martin den ganzen Trubel aufgenommen?

Sehr gelassen. Er hat sich natürlich mit mir gefreut. Dass ich jetzt öfter als er in der Zeitung stehe, ist ihm egal. Er ist ja auch bekannt wie ein bunter Hund, weil er bei den Trachtlern ist.

Gab’s Anfragen nach der Wahl für irgendwelche Zeitschriften oder Kataloge?

Ja, »Chiemseer Dirndl & Tracht« in Übersee wollte mich für den 2013er-Katalog, der im März rausgekommen ist. Da bin ich drin, zwar nicht auf der Titelseite, aber gleich auf der nächsten. Es war ein Tag Arbeit in Übersee und hat viel Spaß gemacht.

Sie haben die Wahl also noch nie bereut?

Noch nie! Und ich freue mich schon auf den 3. August, wenn meine Nachfolgerin gekürt wird. Ich bin auch auf die Kandidatinnen schon ganz gespannt. Karlheinz Kas

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