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Ministerin brachte Bamberger Kasperl mit

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Die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, (2. von links), hatte als Überraschung für die Kinder am Irmengard-Hof den Bamberger Kasperl mitgebracht. Florian Herrnleben von der Puppenbühne Herrnleben (Mitte) verzauberte sein junges Publikum und auch die Schirmherrin Karin Seehofer (links) und die beiden Vorstände der Björn-Schulz-Stiftung, Bärbel Mangels-Keil und Götz Lebuhn.

Gstadt. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml informierte sich auf dem Irmengard-Hof der Björn-Schulz-Stiftung in Mitterndorf über den Stand der Sanierung des historischen Dreiseithofs. Begleitet wurde sie von der Schirmherrin des Bauprojekts, Karin Seehofer.


Der Irmengard-Hof gehörte früher den Benediktinerinnen vom Kloster Frauenwörth. Die Björn-Schulz-Stiftung übernahm den Hof 2008 in Erbpacht und baut ihn nach umfangreicher Sanierung zu einem Nachsorge- und Erholungszentrum um. Der erste Bauabschnitt mit 14 überwiegend rollstuhlgerecht ausgebauten Zimmern wurde im Sommer 2011 abgeschlossen. Seitdem kommen Familien mit krebs- und chronisch sowie schwerst- und un–heilbar kranken Kindern, um sich dort zu erholen. Derzeit wird der Westfügel des Hofes saniert und behindertengerecht ausgebaut.

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Huml lobte das Engagement für kranke Kinder und deren Angehörige: »Jede Krankheit eines Kindes belastet die ganze Familie. Angebote wie das des Irmengard-Hofs helfen, diese Last leichter zu ertragen. Der Irmengard-Hof eröffnet ihnen Perspektiven für ein möglichst normales Leben.«

Bärbel Mangels-Keil, Sprecherin des Vorstands der Björn-Schulz-Stiftung, und ihr Vorstandskollege Götz Lebuhn wollen den Irmengard-Hof in den kommenden Jahren zu einem zentralen Baustein des komplexen Stiftungsangebots weiterentwickeln. Dafür benötige die Stiftung die ideelle und tatkräftige Unterstützung Dritter, um den Irmengard-Hof ganzjährig auszulasten. »Es geht uns darum, ein tragfähiges Nutzungskonzept zu entwickeln, das mit der finanziellen Unterstützung der Stiftung und weiterer Partner unterhalten wird«, so Götz Lebuhn. Der Irmengard-Hof soll schwerst- und chronisch kranken Kindern und ihren Familien ein Rückzugsort sein, an dem sie zu sich finden und neue Kräfte sammeln können. Zugleich steht er all jenen Einrichtungen als Veranstaltungsort offen, die sich ihrerseits um betroffene Kinder und deren Familien kümmern.

Ministerin Huml kam nicht mit leeren Händen. Aus ihrer fränkischen Heimat brachte sie den Bamberger Kasperl von der traditionsreichen Puppenbühne Herrnleben mit. Spielleiter Florian Herrnleben spielte nach dem Rundgang für die Gäste des Irmengard-Hofs auf.

Derzeit verbringen 16 Kinder und ihre Betreuer von der »Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus« (ASBH) aus Potsdam sowie mehrere Familien einen Teil ihrer Osterferien auf dem Hof.