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»Militärschild« in Ingolstadt

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Bürgermeister Claus Pichler übergab das alte Stammtischzeichen des »Veteranen- und Kriegervereins Ruhpolding« den Organisatoren der Landesausstellung in Ingolstadt. (Foto: Ch. Wörnle)

Ruhpolding – Bei der Bayerischen Landesausstellung »Napoleon und Bayern« im Armeemuseum in Ingolstadt, die noch bis 31. Oktober zu besichtigen ist, sind auch Exponate aus unserer Region zu sehen. Mit dabei ist als besonders wertvolles Ausstellungsstück das alte Stammtischzeichen der Ruhpoldinger Veteranen, das sich normalerweise im Heimatmuseum Ruhpolding befindet. Dass dieses so genannte »Militärschild« auch tatsächlich entsprechend präsentiert wird, davon überzeugten sich der Leiter des Heimatmuseums, Christoph Wörnle und der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft, Ludwig Hurm, bei einem Besuch der Landesausstellung.


Auf das altehrwürdige Exponat ist das »Haus der Bayerischen Geschichte« aufmerksam geworden, als es unter anderem feststellte, dass Ruhpolding den ältesten »Veteranenverein« im Gauverband hat. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Ruhpolding, die im vergangenen Jahr ihr 200-jähriges Bestehen feierte, zählt somit auch zu den ältesten Veteranenvereinen in Bayern. Die Anfrage, ob man das Stammtischzeichen für die Landesausstellung ausleihen könne, wurde positiv entschieden und Bürgermeister Claus Pichler übergab das Zeichen zu Ausstellungszwecken den Organisatoren.

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Die Aspekte des Soldatenlebens finden sich auf diesem Stammtischzeichen, das im Ruhpoldinger Heimatbuch als »Militärschild« bezeichnet wird. Es stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und befand sich in der Alten Post – heute Hotel zur Post – über dem Stammtisch des Gasthauses. Aus der Chronik des »Veteranen- und Kriegervereins« geht hervor, dass dieses Zeichen 1826 im Stammquartier »aufgerichtet« wurde. »Sowohl das gemütliche Beisammensein, als auch das Getümmel auf dem Schlachtfeld mit Verwundeten wird auf dem trommelförmigen Rundbild dargestellt – die Wirtshausszene jedoch auf der Vorderseite«, heißt es in den Erklärungen der Landesausstellung. Als Aufsatz und Bekrönung wird das Brustbild von König Ludwig I., umrahmt von Miniaturhaubitzen, gezeigt. In der Ausstellung wird auch darauf hingewiesen, dass die Veteranenvereine nicht nur eine gesellige, sondern durch die Unterstützung mittelloser Mitglieder auch eine soziale Funktion hatten. hab