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Michael Huber löst Ludwig Entfellner ab

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Drei neue Gauvorstände (von links): Lambert Huber, Michael Huber und Georg Westner. (Foto: Hötzelsperger)

Neun faszinierende Jahre, so erklärte Ludwig Entfellner auf der Herbstversammlung, lägen hinter ihm. Ein »gesundes Selbstvertrauen« verbunden mit der Freiheit im Denken sei ihm wichtig gewesen. Die Arbeit im bayerischen Trachtenverband habe ihm sehr viel Freude bereitet. Zwei Veranstaltungen seien im besonders wichtig gewesen: die Wallfahrt nach Raiten und die Gaufeste. Stehende Ovationen bekam Entfellner für seine Schlussrede und damit auch die Zustimmung, dass unter seiner Führung der Verband gestärkt wurde.


»Ich werde den Verband auf meine Art leiten«

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Sein Nachfolger Michael Huber appellierte im Anschluss, Kräfte zu bündeln und Entscheidungen miteinander zu tragen; er sehe den Gau als Kette mit vielen starken Gliedern. Der »Neue« würdigte die Arbeit seiner Vorgänger, stellte aber auch fest: »Ich bin der Huber Michi und werde den Verband auf meine Art und Weise leiten. Erspart mir Eins-zu-Eins-Vergleiche mit meinen Vorgängern und erwartet keine Wunderdinge.« Der Mensch solle nach oben schauen und nach neuen Zielen suchen. Stillstand halte er für Rückschritt. Der Satz »Das hat es noch nie gegeben« sei für ihn kein Argument.

Neue Stellvertreter Hubers sind Lambert Huber aus Wildenwart und Georg Westner aus Amerang. Gauschriftführer bleibt Jürgen Wiedmann aus Rottau, seine Stellvertreterin ist Nathalie Zaiser aus Reit im Winkl. Kassier ist weiterhin Klaus Weisser aus Staudach-Egerndach, sein Stellvertreter bleibt Max Winklmair aus Rottau. Auch beim Gaujugendwart ändert sich nichts, das Amt füllt weiterhin Peter Voggenauer aus Wildenwart aus; ihn unterstützen Maria Höhne aus Amerang und Hanna Häuslschmid aus Übersee.

Landestagung der Trachtler ist 2013 in Reit im Winkl

Um die Brauchtumspflege kümmert sich von nun an Anja Voit aus Oberwössen im Sachausschuss Brauchtum. Der Sachausschuss Tracht obliegt künftig Maria Höhne aus Amerang. Gautanzwart, jetzt ebenfalls Sachgebietsleiter, ist weiterhin Otto Zaiser aus Schleching. Gaumusikwart Blasmusik bleibt Andreas Hilger aus Rottau und Gaumusikwart Volksmusik ist weiterhin Thomas Hiendl aus Feldwies. Die Versammlung bestätigte außerdem Gauvorplattler Donath Fischer aus Bernau. Sein Stellvertreter ist Franz Schnaiter aus Hittenkirchen. Gaudirndlwartin ist nach wie vor Susanne Moka. Preisrichterobmann bleibt Sepp Spiegelberger, und für das Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit ist weiterhin Anita Moka aus Grassau zuständig. Das Amt des Internetbeauftragten konnte nicht besetzt werden. Gaustandartenträger ist weiterhin Christian Härtl aus München. In den Beisitz wurden zudem Lenz Mühlberger aus Reit im Winkl, Sepp Pfisterer aus Übersee und Lenz Obermüller aus Prien gewählt. Als Kassenprüfer fungieren weiterhin Wast Schmid aus Aschau und Jakob Riedlsperger aus Schleching.

Gauschriftführer Jürgen Wiegmann ließ das vergangene Jahr Revue passieren und erinnerte an die Trachtenwallfahrt nach Raiten sowie das Gaufest in Frasdorf, das Gaudirndldrahn, das Gaupreisplatteln wie auch an das Chiemgauer Tanzfest. In seinem Ausblick sprach Wiegmann an, dass der Gauverband im nächsten Jahr die Landestagung des Bayerischen Trachtenverbands in Reit im Winkl ausrichten wird.

Absoluter Höhepunkt der Gaugruppe sei, so berichtete Gauvorplattler Toni Seitz, die Teilnahme an der Geburtstagsfeier von Papst Benedikt in Rom gewesen. Gaumusikwart Volksmusik Thomas Hiendl erinnerte an das Volksmusikspektakel in Regen und ging auf die geplanten Jugendkulturtage in Traunreut ein. Geplant sei hier ein Abend unter dem Motto »Klassik trifft Volksmusik«. Auf den neuen GEMA-Vertrag verwies Andreas Hilger, Gaumusikwart Blasmusik, wonach alle Brauchtumsveranstaltungen frei seien.

Gaujugendleiter Peter Voggenauer widmete sich in seiner Ansprache unter anderem dem Gaujugendtag in Oberwössen. Die Förderung der Jugend habe einen sehr hohen Stellenwert in den Vereinen, was an der Zertifizierung der Jugendleiter deutlich zu sehen sei. Ihn freute zudem, dass der Zeltplatz in Holzhausen gut angenommen wird.

»Tracht auch nach 125 Jahren nicht verändern«

Auch nach sieben Jahren sei die Internetseite des Gauverbands gut und aktuell, erklärte Internetwart Andi Scheck. Allerdings gebe es noch weiße Flecken auf der Gaulandkarte. Den Kassenbericht legte Klaus Weisser der Versammlung vor und die Revisoren Wast Schmid und Jakob Riedlsperger konnten auch dieses Mal keine Fehler entdecken.

Über ihre 15-jährige Arbeit im Verein gab Trachtenwartin Hilde Dufter Auskunft. Viel sei in dieser Zeit angeboten worden, vom Drahrocknähen über Goldsticken bis hin zum Tascherlnähen. Sie rief alle Trachtler auf, sauber zu den Veranstaltungen zu gehen. »Die Tracht ist was Besonderes, was Wichtiges, was Schönes. Sie besteht seit 125 Jahren und braucht nicht verändert werden«, betonte Hilde Dufter und rief auf die Tracht in Ehren zu halten. tb