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Michael Holzner ist neuer Bereitschaftsleiter

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Bei der Bergwachtbereitschaft Inzell gab es einen Wechsel an der Führungsspitze. Neuer Bereitschaftsleiter ist Michael Holzner (2. von links), sein Stellvertreter ist Hans Pauli (rechts). Das bisherige Führungsduo Engelbert Mayer (2. von rechts) und Peter Spannring (links) hatte nicht mehr kandidiert.

Inzell. Wechsel an der Spitze der Bergwachtbereitschaft Inzell: Michael Holzner wurde bei der Jahreshauptversammlung im Forsthaus Adlgass zum neuen Bereitschaftsleiter gewählt, nachdem der bisherige Amtsinhaber Engelbert Mayer nicht mehr kandidiert hatte. Die Bergwacht Inzell hat derzeit 34 aktive und 15 inaktive Mitglieder sowie 76 Fördermitglieder.


In seinem letzten Rechenschaftsbericht als Bereitschaftsleiter erinnerte Engelbert Mayer an 20 Bergwachteinsätze im Jahr 2012. Von relativ einfacher Art wie zum Beispiel gestürzte Mountainbiker, die in der Regel im Bereich von Forststraßen zu versorgen und abzutransportieren waren, wie auch von schwierigen Einsätzen mit Hubschrauberunterstützung durch Christoph 14 mit Fixtaubergung am Zwieselgrat.

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Heißluftballon am Teisenberg geborgen

Auch ein nicht alltäglicher Einsatz war zu verzeichnen, die Bergung eines am Teisenberg notgelandeten Heißluftballons mit drei Insassen, die aufgrund der hohen Schneelage und der kalten Witterung mittels Hubschrauber gerettet wurden.

Zu den Einsätzen kommen aber auch noch sehr viele Stunden für Vorsorgedienste bei Sportveranstaltungen, dem Hundeschlittenrennen oder dem Eisspeedway, die von den Aktiven der Bereitschaft geleistet wurden, sagte Mayer. Am gemeindlichen Leben beteiligte sich die Bergwacht beim Dorffest, bei Absperrungen für große Veranstaltungen oder mit dem Glühweinstand am Heiligen Abend auf dem Rathausplatz.

Im Bereich der Ausbildung berichtete Mayer, dass derzeit vier aktive Bergwachtler die komplette Rettungssanitäterschulung mit jeweils circa 480 Stunden Ausbildung absolvieren und außerdem weitere fünf Bergwachtler die Einsatzleiterausbildung mit Zentral- Winter- und Sommermodul durchlaufen. Auch diese notwendige Maßnahme erstreckt sich über drei Wochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag.

Besondere Erwähnung fand in Mayers Rückblick der »Tag der offenen Tür« im August mit abendlichem Bergwachtfestl, der von den jungen Bergwachtlern aufwändig organisiert wurde und größtes Interesse bei der ganzen Inzeller Bevölkerung erweckte. Das neue Gleitwellenfunknetz, das im gesamten Bereich der bayrischen Alpen von Salzburg bis zum Bodensee erstellt wurde, läuft mit wenigen Ausnahmen im Bereich des Achentales problemlos und hat der Bergwacht einen enormen Vorteil zur ordentlichen Abwicklung des Funkverkehrs bei Rettungseinsätzen gebracht.

Für langjährige ehrenamtliche Arbeit im Bereich der Ausbildung bei der Bergwacht Inzell wie auch im Lehrteam der BW Bayern erhielt Sepp Passrugger das silberne Ehrenzeichen der Bergwacht Bayern. Diese Auszeichnung wird jährlich nur an einen begrenzten Personenkreis vergeben.

Bei den Neuwahlen gab es einen Wechsel in der Führungsspitze der Bereitschaft. Engelbert Mayer gab nach insgesamt 24 Jahren Tätigkeit in der Bereitschaftsleitung (12 Jahre Stellvertreter unter Karl Heinz Holzner und weitere 12 Jahre als Bereitschaftsleiter) ebenso seinen Posten an Jüngere ab wie sein Stellvertreter Peter Spannring. Somit sieht die neue Bereitschaftsleitung folgendermaßen aus: Bereitschaftsleiter Michael Holzner, stellvertretender Bereitschaftsleiter Hans Pauli, Ausbildungsleitung Mathias Scheurl, Kassier Bernhard Eicher, Kassenprüfer Martin Rabiser und Hans Koch, Hüttenwarte Franz Ausfelder und Otto Mösenlechner, Gerätewart Bernhard Jung jun.

Auszeichnung für Engelbert Mayer

Bürgermeister Martin Hobmaier würdigte die Leistungen der Bergwacht Inzell auch für die Aufgaben der Gemeinde und dankte allen Mitgliedern und besonders den scheidenden Bereitschaftsleitern für die ehrenamtliche Arbeit. An Engelbert Mayer überreichte er ebenfalls für 40-jährige aktive Mitarbeit im Rettungsdienst eine Urkunde der Bergwacht Bayern. Der neuen Bereitschaftsleitung wünschte er eine glückliche Hand bei der Bewältigung der anfallenden Arbeiten.