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»Mentos« für 41 000 Euro verkauft

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Käufer und Züchter sind gleichermaßen stolz auf den Stier »Mentos«: Käufer Johannes Wolf (von links) von der Besamungsstation CRV Deutschland, Theresia und Siegfried Stephl sen. und Siegfried Stephl jun. aus Übersee.

Traunstein – Mit einem Spitzenpreis von 41 000 Euro sorgte ein »Manton«-Sohn für den Paukenschlag bei der jüngsten Großviehversteigerung des Rinderzuchtverbands Traunstein in der Chiemgauhalle. Im Vergleich dazu günstig waren ein »Rotglut«-Sohn für 9800 Euro und ein »Dell«-Sohn, der zum Grundpreis von 3500 in den Besamungseinsatz überstellt wurde. Die Verkäufer der Natursprungstiere mussten sich mit Preisen von 1550 und 1950 Euro zufriedengeben.


Vier Kühe und 47 Jungkühe wurden angeboten. Nur wenig heimische Käufer fanden den Weg zum Markt, sodass es ein sehr zäher Versteigerungsverlauf war. Niedrige Milchpreise und schönes Wetter sind keine günstigen Voraussetzungen. Die Züchter von neun Jungkühen entschieden sich sogar, die jeweilige Kuh zu behalten, weil der erzielbare Preis zu gering war. Die vier Kühe kosteten im Schnitt 1750 Euro, für die verkauften Jungkühe wurden im Mittel 1611 Euro erlöst.

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Den teuersten Zuchtstier des Juli-Marktes und der Stier zum Grundpreis gingen an die Besamungsstation CRV Deutschland. Züchter des ersten Stieres war Siegfried Stephl aus Übersee. »Mentos« ist gereiht nach Gesamtzuchtwert der 20. unter 876 getesteten »Manton«-Söhnen. Dazu wird ihm eine hohe Milch- und sehr gute Exterieurvererbung prognostiziert. In die Kaufentscheidung mit eingeflossen ist sicher auch das weit überdurchschnittliche Exterieur von Mutter und Großmutter. Die Großmutter war 2014 als Viertkalbskuh auf der Bundesfleckviehschau.

Den zweiten Stier, der an die Besamungsstation CRV Deutschland ging, züchtete Rudolf Kaltner aus Seeon-Seebruck. Der Gesamtzuchtwert von 136 und der Milchwert von 127 ließen einen höheren Preis erwarten. Da aber die Vererbungsleistung seines Vaters noch nicht mit Nachkommen geprüft ist, herrschte eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich des Zuchtwertes des Stieres »Deventer«.

In Besamungseinsatz geht auch der Stier »Varadero« an der Besamungsstation Bayern- Genetik. Er ist mit dem Gesamtzuchtwert von 135 der sechstbeste aus 162 getesteten »Rotglut«-Söhnen. »Varadero« entstammt einer sehr hochleistenden »Huascaran«-Tochter aus dem Zuchtbetrieb von Georg Mayer aus Saaldorf-Surheim. Die Aufzucht hatte Bernhard Entfellner aus Übersee übernommen.

Keine richtige Versteigerungsatmosphäre kam bei den Jungkühen auf. Versteigerer Otto König musste sein ganzes Können aufbieten, um die Versteigerung flüssig zu gestalten. Die zwei Jungkühe der Wertklasse 1 erzielten Preise über 2000 Euro. Die »Vogt«-Tochter aus dem Zuchtbetrieb von Alois Rehrl aus Seeleiten geht ins Miesbacher Zuchtgebiet. Ein Traunsteiner Züchter sicherte sich eine »Zauber«-Tochter, die Emil Erl aus Fellern bei Tacherting anbot.

Die teuerste Jungkuh des Marktes, eine Jungkuh der Wertklasse 2a, stellte der Zuchtbetrieb Lorenz Hagenauer aus Saaldorf-Surheim. Diese Jungkuh wurde mit einem Tagesgemelk von 29,8 Kilogramm Milch und mit einer Melkbarkeit von 3,5 Kilogramm Milch pro Minute angeboten und ins Achental verkauft.

Der nächste Kälbermarkt ist am Mittwoch, die nächste Großviehversteigerung findet am 13. August statt. fb