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»Menschen, Tiere und die Zukunft der Erde«

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Marquartstein – »Menschen, Tiere und die Zukunft der Erde« ist ein großes Festival »für einen neuen Bund zwischen Menschen und Tieren« mit Vorträgen, Diskussionen, Ausstellung, Musik und Theater überschrieben. Es findet ab dem morgigen Donnerstag bis einschließlich Sonntag in den Räumen des Staatlichen Landschulheims statt. Aus den alljährlichen Symposien in Grabenstätt unter der Leitung von Hans Leonhardt bildete sich ein Arbeitskreis, der dieses besondere Festival vorbereitete, das von Ghiga von Smiechowska geleitet wird.


Angesichts der vielen Grausamkeiten in Tierfabriken und der Ausbeutung der Natur wollen die Veranstalter ein Fest ausrichten, »das den Wert und die Schönheit der Erde und ihrer Geschöpfe bewusst macht und die Herzen unserer Besucher berühren kann«, erklärt Geschäftsführer Christoph von Zastrow. Es sei keine politische Initiative, sondern eine Naturschutzinitiative mit kulturellem Impuls, die eine neue Sichtweise sucht und Wege für einen neuen Umgang mit den Tieren.

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Das Festival wird am morgigen Donnerstag um 17 Uhr musikalisch durch das Bläserquartett Grass Brass eröffnet und durch die Ausstellung »Metamorphosen« mit Tierdarstellungen des deutsch-schweizerischen Malers Gerard Wagner im Kulturraum des Landschulheims ergänzt. Um 19 Uhr folgt der in England zensierte Film »Der Bauer und sein Prinz«, in dem der friedliche Kampf von Prinz Charles für eine ökologische Landwirtschaft gezeigt wird.

Messe mit Produkten aus ökologischem Anbau

Eine kleine Messe mit regionalen Produkten wird am Freitag ab 11 Uhr in der Aula der Schule stattfinden. Es beteiligen sich unter anderem das Ökomodell Achental, der Bund Naturschutz, Greenpeace, Demeter und Anbieter regionaler, ökologisch erzeugter Produkte. Um 13.30 Uhr beginnt im Festsaal der Vortrag des Agrarwissenschaftlers Dr. Sepp Heringer zum Thema »Die Erde als Garten« für eine Landwirt-schaft der Zukunft. »Tiere verstehen« ist um 15 Uhr der Vortrag des Schweizer Bio-Bauern und Erfolgsautors Martin Ott überschrieben. Workshops folgen ab 16.30 Uhr, bei denen die Besucher unter anderem Gespräche mit den Referenten und Autoren Martin Ott, Dr. Sepp Heringer, Hubert Jaksch und Schorsch Plantaler führen können. Um 19 Uhr heißt es »Tisch für Tiere« – ein gemeinsames, vegetarisches Festessen mit volkstümlichen Theatersketchen und Musik im Festsaal. Da die Plätze hierfür begrenzt sind, sollten sich Interessenten frühzeitig anmelden.

Am Samstag findet um 9.30  Uhr die Matinee »Franziskus und die Tiere« von der Freien Waldorfschule Rosenheim mit anschließendem Kammerkonzert statt. Mit Film und Vortrag stellt sich sodann der Verein Greenpeace als transnationale Initiative für den Bewusstseinswandel der Menschheit zur Erhaltung des Planeten vor. Um 12 Uhr folgt ein Vortrag über die Bank für Geben, Leihen und Schenken (GLS) von Dr. Antje Tönnis.

Die Podiumsdiskussion »Tiere, Geist und Geld« ist um 14 Uhr im Festsaal anberaumt. Es diskutieren Biobäuerin Gertraud Gafus, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft, Fritz Irlacher, Mitinitiator des Ökomodells Achental und Mitglied von Allianz der Alpen, außerdem Christian Gelleri, Initiator der Regionalwährung »Chiemgauer«, Christoph Fischer, Experte für effektive Mikroorganismen, und Axel Burkart, der Gründer der »Akademie Zukunft Mensch«. Die Diskussion leitet der Theologe Alfred Rott.

Theaterstück mit Geschichten nach Christian Andersen

Das Theaterstück »Meluna, die kleine Meerjungfrau« mit Tanz, Schauspiel, Akrobatik und Musik nach dem Märchen von Christian Andersen spielt am Samstag um 18 Uhr das Eurythmietheater Orval aus Hamburg. Die Aufführung ist im Heftersaal und ist für Kinder wie für Erwachsene geeignet.

Das Festival endet am Sonntag mit einer Exkursion zum Bio-Gemeinschaftsgarten in Marquartstein und einer Schifffahrt zu den Inseln Frauen- und Herrenchiemsee. Nähere Informationen und Karten gibt es für alle Festivaltage unter Telefon 08641/695 335-0. gi