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Mehrkosten bei der neuen Pettinger Grundschule

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Petting. Mehrheitlich beschloss der Pettinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung das Raumprogramm für die neue Grundschule. Der zukünftige Schulleiter Johann Steinmaßl hatte es zuvor vorgestellt und schnell wurde klar, dass die Mittagsbetreuung und eine variable Raumaufteilung immer mehr an Bedeutung gewinnen. Für zusätzliche Räume, die vom Förderprogramm der Regierung nicht abgedeckt sind, muss die Gemeinde mit Mehrkosten von 375 000 Euro rechnen.


Im Rahmen des Mittagsangebots werden derzeit nacheinander bis zu 24 Kinder betreut. Der Trend, auch seitens des Kultusministeriums, geht zudem immer mehr in Richtung einer »flexiblen« Grundschule. So könnte etwa die strikte Trennung der einzelnen Jahrgangsstufen verschwinden. »Es ist durchaus möglich, dass die ersten Jahrgangsstufen in einem individuellen Tempo durchlaufen werden können«, so Steinmaßl. Flexibel müsse eine solche Grundschule dann nicht nur im Hinblick auf die pädagogischen Inhalte sein, sondern laut dem zukünftigen Schulleiter auch in räumlicher Hinsicht. So sei man variabler und können auch kurzfristig Gruppen zusammenlegen oder mit einzelnen Schülern ausweichen.

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Das vom Gemeinderat genehmigte Raumprogramm sieht nun vier Klassenzimmer zu je 70 Quadratmetern vor, zwei Klassenzimmer mit 60 Quadratmetern und zwei Gruppenräumen mit je 30 Quadratmetern. Zusätzlich entstehen noch ein Handarbeitsraum und ein Medienraum mit jeweils 39 Quadratmetern, ein Materialraum für das Fach Werken mit 16 Quadratmetern sowie ein kleiner Kranken- und ein Ruheraum.

Das Förderprogramm der Regierung deckt 979 Quadratmeter ab. Jedoch liegt das vom Gemeinderat beschlossene Raumprogramm durch die zusätzlichen Räume bei 1143 Quadratmetern. Damit entstehen Mehrkosten von 375 000 Euro, die zu den Neubaukosten von 2,6 Milliarden Euro noch dazu kommen. Der Zuschuss für die Gemeinde wird zwischen 40 und 45 Prozent liegen.

Weiteres Thema auf der Tagesordnung war die Erweiterung der Sportanlagen des TSV Petting. Darin eingebunden sind auch die Parkplätze und die Schulsportanlage. Die Gemeinderäte einigten sich darauf, dass man sich mit der Vorstandschaft des TSV zusammensetzen will, um die Pläne zu konkretisieren. Dann sollen auch die Kosten ermittelt werden. Dem Anliegen zur Erweiterung steht das Gremium aber positiv gegenüber.

Zu keinem Beschluss kam es im Gemeinderat hinsichtlich der Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet südwestlich des Feuerwehrhauses, das an das Gewerbegebiet »An der Seestraße« angrenzt. Dort muss auch der Flächennutzungsplan geändert werden. Allerdings sind noch offene Fragen zu klären, unter anderem hinsichtlich der Ausfahrt in die Kreisstraße, einer möglichen Geschwindigkeitsbegrenzung und den Parkplätzen am Feuerwehrhaus. Dazu wird nun Kontakt mit dem Straßenbauamt aufgenommen.

Im Rahmen der Sitzung wurden zudem die Planungsarbeiten für die Breitbanderschließung von Schönram, Wasserbrenner, Ringham und Mühlfeld an die Firma IKT in Regensburg vergeben. Auf Vorschlag des Bayerischen Gemeindetages wurde mit dem Stromkonzern E.on eine kommunale Rahmenvereinbarung zum Stromliefervertrag abgeschlossen. Darin sind Tarife für Kleinanlagen aus dem Ortsnetz, für mittlere und große Anlagen mit Leistungsmessungen, Elektroheizanlagen und die Straßenbeleuchtung aufgelistet.

Der Gemeinderat genehmigte auch mehrere Zuschüsse: 230 Euro für die katholischen Dorfhelferinnen und Betriebshelfer, 200 Euro für die VHS Traunstein und 100 Euro für den Trachtenverein Schönram zum Aufstellen des Maibaums. Zudem wurden Bauvorhaben für das gemeindliche Einvernehmen erteilt: der Bauvoranfrage zur Errichtung eines Garagengebäudes mit vier Stellplätzen in Schweighausen und dem Bauantrag zur Überdachung eines Fahrsilos in Wimm. HG