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Mehrheit für Bücherei-Neubau

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Mit der Entscheidung für einen Bücherei-Neubau sind die Pläne für einen Umbau und eine Modernisierung der leeren Passage zwischen der Kant- und Munastraße in Traunreut (unser Bild) endgültig vom Tisch. Für die Bücherei einen Neubau hinzustellen, fußt auf einem Antrag der Bürgerlistenfraktion. (Foto: Rasch)

Traunreut – Der Traunreuter Stadtrat sprach sich mehrheitlich für einen Bücherei-Neubau aus. Mit 14:8 stimmte er für den entsprechenden Antrag der Bürgerliste. Nach Ansicht des Bürgerlistenchefs Sepp Winkler stünden die Grundstücke für einen Neubau auf einem Teilbereich des alten Feuerwehrhauses oder auf dem Grundstück an der Eichendorffstraße gegenüber dem Marktplatz bereits zur Verfügung. Schon im April 2018 soll das geklärt werden.


Mit dieser Entscheidung ist jetzt auch klar, dass die Pläne für einen Umbau und eine Modernisierung der leeren Passage zwischen Kant- und Munastraße endgültig vom Tisch sind. Rund zwei Jahre hatte die Stadt die Absicht, sich nach einer Sanierung mit der Bücherei dort einzumieten, um die Passage wieder zu beleben. Diese Pläne haben sich aber zwischenzeitlich zerschlagen. »Wir sollten nicht mehr weiter rumgurken, sondern neu bauen«, erklärte Winkler. Er und seine Mitstreiter schlagen deshalb vor, im Haushalt für nächstes Jahr 350 000 Euro für Planungskosten einzustellen und für die Jahre 2019 und 2020 je zwei Millionen Euro. Die Entscheidung, auf welchem Grundstück und in welcher Weise der Neubau errichtet werden soll, soll der Stadtrat spätestens in der Aprilsitzung 2018 treffen, um 2019 mit dem Bau beginnen zu können.

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Wie es in der Begründung des Bürgerlisten-Antrags heißt, seien seit dem Bürgerentscheid 2013, bei dem fast 72 Prozent der Traunreuter gegen einen Neubau gestimmt hatten, keine Versuche unternommen worden, neue Räumlichkeiten für die städtische Bücherei anzumieten. Die Verhandlungen für die Anmietung in den einzigen, im Stadtgebiet hierfür in Frage kommenden, Räumen in der seit Jahren leer stehenden Passage seien mit einem Stadtratsbeschluss vom Juli für beendet erklärt worden.

Mit Ausnahme der FW-Fraktion sowie Bernhard Seitlinger (CSU) und Martin Czepan (Grüne) trug die Mehrheit den Antrag der Bürgerliste mit. Bürgermeister Klaus Ritter (FW) erinnerte daran, der Bürgerentscheid habe klar gemacht, dass es keinen Neubau geben soll. Seine Idee wäre es gewesen, die Entwicklung der Buchkultur abzuwarten und sich für zehn Jahre in der Passage einzumieten. »Es gibt viel wichtigere und wertigere Maßnahmen«, sagte Ritter und erinnerte unter anderem an den Neubau der Grundschule Nord sowie an die Sanierung der Kantstraße oder an die Ostumfahrung von Traunreut. Auf den Bürgerwillen verwies auch Alfred Wildmann (FW). Der Bürger habe sich klar gegen einen Neubau ausgesprochen »und das sollten wir auch akzeptieren«. ga

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