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Mehrere Anfragen bei der Bürgerversammlung in Haslach

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Über ihre neuen Asphaltbahnen am Röthelbachweiher freuen sich die Stockschützen des Freizeitsportvereins Haslach. Die Stadt hat die Anlage errichtet und stellt sie den Traunsteiner und Haslacher Stockschützen zur Verfügung.

Traunstein. Um das Schneeräumen und um Probleme beim Straßenverkehr ging es bei mehreren Anfragen am Mittwochabend bei der Bürgerversammlung im Haslacher Pfarrsaal. In den zahlreichen Bürgeranfragen wurden auch einige Dinge angesprochen, die bereits bei den drei vorangegangenen Bürgerversammlungen erörtert worden sind.


Florian Wurm und Mario Franke kritisierten die Verwerfungen des Pflasters auf dem Stadtplatz. Wurm bezeichnete es als »Stolperfalle« und Zumutung für die Menschen. Franke betonte, die Funktion sei wichtiger als die Gestaltung. »Wir streben eine nachhaltige Lösung an«, sagte Oberbürgermeister Manfred Kösterke. Er berichtete über Verhandlungen bezüglich einer möglichen Sanierung. Bereits im kommenden Jahr sollen Vorschläge zur Verbesserung vorliegen. Ziel sei ein guter Belag für alle Nutzer des Platzes.

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Christian Moosmüller und Andreas Baumer hatten Fragen zur Tinnertinger Straße. Zum Ausbau habe 2011 eine Informationsveranstaltung stattgefunden, der noch eine weitere folgen sollte, was aber nie geschehen sei, kritisierte Moosmüller. Dass es beim Junihochwasser Probleme mit dem Wasser von der Straße gab, lag nach Auskunft Kösterkes daran, dass zu diesem Zeitpunkt die Straßenentwässerung noch nicht fertig gewesen sei. Die Steine am Straßenrand, so erklärte er auf die Frage Moosmüllers, hätten den Zweck, das Parken von Lastzügen zu verhindern.

Die Sorge von Andreas Baumer, dass die Abstufung im bebauten Bereich von einer Gemeindeverbindungs- zu einer Ortsstraße Auswirkungen auf die Abrechnung mit den Anliegern haben könnte, sei unbegründet, erklärte Kösterke. Die Abrechnung mit den Anliegern werde noch einige Zeit dauern, da die Schlussrechnungen der Baufirmen noch nicht vorliegen. Einen Wunsch Baumers, die Geschwindigkeit auf der Tinnertinger Straße auf 30 km/h zu begrenzen, bezeichnete das Stadtoberhaupt als nachvollziehbar und versprach, diese Anregung zu prüfen.

Lob zollte Waltraut Blach der Stadt, weil man bei der Kneippanlage an der Haslacher Mühle schnell auf ihren Wunsch nach Sitzbänken reagiert habe. Bezüglich des Jugendtreffs in der Güterhalle wünsche sie sich hier auch einen offenen Seniorentreff oder einen generationsübergreifenden Treffpunkt. Kösterke wies darauf hin, dass es im Stadtbereich mehrere derartige Angebote für ältere Mitbürger gebe. Er nehme die Anregung aber auf und gebe den Vorschlag an die Stadtjugendpflegerin weiter.

Mario Franke bezeichnete es als positiv, dass die Stadt die Güterhalle gekauft habe. Er wünsche sich aber, dass man bei der Ausgestaltung die Jugend stärker einbeziehe. Ein weiteres Lob zollte Peter Perseis der Stadt: Es betraf das Personal im städtischen Schwimmbad. Es sei besonders umsichtig und hilfsbereit.

Zum wiederholten Mal in Bürgerversammlungen sprach Perseis die mangelnde Disziplin der Nutzer der Wertstoffcontainer an der Kardinal-Faulhaber-Straße an. Das einzige, was wirklich Abhilfe brächte, wäre, den Containerstandort dichtzumachen, sagte der Oberbürgermeister. Das sei aber nicht geplant.

Angesichts der steigenden Zahl von Veranstaltungen in den Räumen des Studienseminars werde die Parkplatzsituation in diesem Quartier immer prekärer, hieß es. Untertags seien es die Schüler, die hier insbesondere im Bereich Prandtnerstraße undiszipliniert parken, wie Siegfried Blach kritisierte. Verstärkte Kontrollen und Strafzettel haben keine nachhaltige Wirkung.

Hans Wuppinger sprach namens der Haslacher Stockschützen der Stadt ein Lob aus. Die Schützen mussten ihre 1995 errichteten Bahnen bei der Schule wegen der neuen Bebauung aufgeben. Die Stadt hat die vier Bahnen am Röthelbachweiher nun saniert und modernisiert. Neben dem ESC Traunstein darf sie auch der FSV Haslach nutzen. Das Pflaster reagiert nicht so sehr wie Asphalt auf Hitze und Kälte; außerdem stehe nie Wasser auf der Bahn. Mit viel Eigenleistung wurde auch eine Vereinshütte gebaut. Obwohl der Weg zu den neuen Stockbahnen weiter als zur alten Bahn ist, werden sie von den FSV-Stockschützen gerne angenommen, betonte Wuppinger und dankte der Stadt für ihr Engagement.

Herbert Kellerer wollte wissen, wieviel Strom die Stadtwerke mit ihrem kleinen Windrad am Triftweg schon erzeugt haben. Das Rad diene nur der Imagewerbung für die Stadtwerke, lautete die Antwort. Ursprünglich wollte man ja ein Solarsegel zur Erzeugung von Strom aus Photovoltaik installieren, was aber den Anwohnern nicht gefiel. »Wir haben in das Windrad bewusst keinen Motor eingebaut, damit es sich dreht«, merkte Kösterke humorvoll an. -K.O.-

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