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Mehr Zeit für Seelsorge und Jugendarbeit

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Der neue Inzeller Pfarrer Quirin Strobl (rechts) und Gemeindereferent Philip Moser wollen sich mehr Zeit für die Seelsorge und die Jugendarbeit nehmen. (Foto: Bauregger)

Inzell. Seit gut einem Monat sind Pfarrer Quirin Strobl und der Gemeindereferent Philip Moser offiziell für die katholische Pfarrei St. Michael in Inzell mit der Filialkirchengemeinde St. Vinzenz in Weißbach zuständig. Das Traunsteiner Tagblatt sprach dieser Tage mit den beiden über die Ziele ihrer Arbeit. Pfarrer Strobl will sich vorrangig um die Senioren und die Familien, der Gemeindereferent um die Jugendarbeit kümmern. Alle wichtigen Entscheidungen sollen dabei eng mit den Gremien der Pfarrei beraten und beschlossen werden.


Beide wollen die Strukturen in der Pfarrei und der Filialgemeinde vorerst beibehalten. »Wir wollen uns alles in Ruhe anschauen, die eingeübten Prozesse begleiten und Änderungen oder Ergänzungen, wenn überhaupt notwendig, erst nach einem Austausch mit den gewählten Gremien wie etwa dem Pfarrgemeinderat vornehmen« betonten sie. Ausdrücklich gewünscht ist die Mitarbeit der Laien in der Pfarrei, angefangen von den Kommunionhelfern bis hin zu Wortgottesdienstleitern.

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Einen Schwerpunkt sieht Strobl auch in der Krankenkommunion. Wichtig sei für ihn aber bei allen Diensten, dass diese im Einklang mit der eigenen Familie und dem Privatleben jedes Einzelnen wahrgenommen werden und niemand überfordert wird. Um alle festen Mitarbeiter immer auf dem Laufenden halten zu können und ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich auszutauschen, sollen in Zukunft regelmäßige Teamrunden stattfinden. Auch mit den Ehrenamtlichen ist eine solche Runde, mindestens einmal im Jahr angedacht. Pfarrer Strobl könnte sich vorstellen, dies ab und zu auch in einer Art »Kamingespräch« mit anschließender Übernachtung zu realisieren um möglichst viel Zeit zum Gespräch zu haben und das Miteinander zu fördern.

Nach dem Verständnis des Pfarrers haben Volksmusik und Brauchtum einen festen Platz im Kirchen-Festkreis. »Beides charakterisiert uns die bayerische Lebensart. Das sind wir selber«, so Strobl. Zu einer wichtigen Zielgruppe der Seelsorge gehören ferner die Touristen und Urlaubsgäste. Wie man diese erreicht, müsse noch ausgearbeitet und definiert werden. Insgesamt wünscht sich der Seelsorger eine nicht so enge zeitliche Abfolge der Sonntagsgottesdienste, damit danach auch noch Seelsorge möglich ist und Zeit für Gespräche mit den Gottesdienstbesuchern bleibt.

Der neue Gemeindereferent Philip Moser kennt die Region sehr gut, da er in Traunstein aufgewachsen ist. Nach dem Abschluss der Realschule und einer Ausbildung zum Großhandelskaufmann entdeckte er beim Ableisten seines Zivildienstes seine »soziale Ader«, wie er sagte. Über den 2. Bildungsweg kam er zur Religionspädagogik. Aufgenommen in den Bewerberkreis der Diözese wählte er die Ausbildung zum Gemeindereferenten. Zwei Jahre übte er das Amt als Assistent und ein Jahr als Gemeindereferent in der Pfarrei Eggstätt aus, bevor er sich nun nach Inzell bewarb. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt er in Siegsdorf.

Pfarrer Strobl betonte zum Schluss, dass ihm die Teamarbeit sehr wichtig sei. Trotzdem werde es nicht immer so sein, dass er mit seinem Gemeindereferenten gemeinsam auftritt. Vielmehr sei es wichtig, die pastoralen Ziele und die Aufgaben genau zu definieren, um die Zeit sinnvoll einsetzen zu können und auf diese Art und Weise möglichst viele Menschen zu erreichen. wb