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Mehr Veranstaltungen als Einsätze für die Wasserwacht

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Taching am See – In ruhigem Fahrwasser befindet sich die Wasserwacht-Ortsgruppe Taching am See. Das ging aus den Berichten des Ortsgruppenleiters Wolfgang Alversammer und des Vorsitzenden des Fördervereins, Sebastian Breitenlohner, anlässlich der Jahreshauptversammlung hervor.


»Im abgelaufenen Jahr gab es mehr Veranstaltungen als Einsätze – aber das ist mir auch lieber«, blickte Alversammer zurück. So nahmen die Tachinger Wasserretter an der feierlichen Inbetriebnahme der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) der Wasserwacht-Ortsgruppe Tengling teil, sorgten beim Volksschwimmen von Tengling nach Taching, das gemeinsam von beiden Wasserwachten organisiert wird, für die Begleitung und Verpflegung der 167 Teilnehmer und beteiligten sich am Tachinger-See-Lauf. Das Beachvolleyball-Turnier des SV Taching am Strandbad hat sich inzwischen zu einem Selbstläufer entwickelt und der Rockabend des Wasserwacht-Fördervereins war sehr gut besucht. Rund 500 Besucher wurden gezählt.

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In diesem Jahr könnte die Wasserwacht-Ortsgruppe Taching vor eine ganz besondere Aufgabe gestellt werden: Im Zuge des G-7-Gipfels auf Schloss Elmau in Krün (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) am 7. und 8. Juni wurde die Bereitschaft aller oberbayerischen Wasserwachten zur Unterstützung der Wasserrettung angefordert. Das Sommerfest, das im Vorjahr der unsicheren Wetterlage zum Opfer fiel, soll heuer im Rahmen des Volksschwimmens am 2. August als Frühschoppen abgehalten werden und das Beachvolleyball-Turnier ist für den 22. August vorgesehen. Der Startschuss für den Tachinger-See-Lauf fällt am 3. Oktober.

4350 Euro für Reparatur des Motorboots

Das Hauptaugenmerk will Wolfgang Alversammer in Zukunft auf die Ausbildung der jungen Ortsgruppen-Mitglieder zu Wasserrettern und Bootsführern legen. Den Ausbildungsstand der Wasserwacht Taching bezeichnete der Ortsgruppenleiter insgesamt als gut. Im Vorjahr wurde das »Qualitätsmanagement im Ehrenamt« umgesetzt und ein neues Ruderboot angeschafft. Dessen Kauf unterstützte der Fremdenverkehrsverein mit einem finanziellen Obolus. Größter Ausgabeposten war jedoch die Reparatur des Motorboots. Der Getriebeschaden schlug mit 4350 Euro zu Buche. Bis auf einen Zuschuss der Gemeinde trug die Wasserwacht-Ortsgruppe die Kosten selber.

Den Dienstbeginn in dieser Badesaison legte Wolfgang Alversammer für den 23. Mai fest. Bis dahin sind noch einige Schönheitsreparaturen an der Wasserwacht-Hütte erforderlich, für die noch freiwillige Helfer gesucht werden. So müssen die Fassade und die Fenster gestrichen werden, außerdem gehört der Boden neu verlegt. Er war beim letzten Hochwasser arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Sorgen bereitet aber vor allem die fehlende Stromversorgung der Hütte. Hier wird zurzeit emsig nach der Ursache gesucht. Um die Sicherheit am Strandbad nachhaltig zu verbessern, wird die Wasserwacht zudem eine Lautsprecheranlage installieren. Die Kosten für die Anschaffung übernimmt die Gemeinde.

Hohe Kosten bei Digitalfunk erwartet

Technischer Leiter Alexander Preuster ließ ein ruhiges Jahr Revue passieren. 2162 Dienststunden war die Tachinger Wasserwacht in der Badesaison 2014 im Einsatz; dabei leisteten die Wasserretter 23 Mal Erste Hilfe, begleiteten eine Segelregatta und beteiligten sich an einer Vermisstensuche. Doch nicht nur auf dem Wasser sind die Mitglieder der Wasserwacht-Ortsgruppe gefragt, sondern zunehmend auch an Land: So versorgten die Wasserwachtler auf dem Campingplatz einen Urlaubsgast, der nach einem Fußballspiel mit Kreislaufkollaps zusammengebrochen war, als Ersthelfer.

Immense Kosten für die Wasserwacht erwartet Preuster durch die Umstellung auf den Digitalfunk. Vier Warnfunkgeräte – davon zwei fest installierte – sind vorgesehen. »Die Einbaukosten werden unseren Haushalt 2015 nicht unerheblich belasten«, gab der Technische Leiter zu bedenken. Auch heuer bietet die Tachinger Wasserwacht ihren Mitgliedern wieder die Teilnahme an den Ausbildungen zum Wasserretter und zum Bootsführer sowie zum Ausbilder-Rettungsschwimmer an. Bei Bedarf soll zudem ein Sanitätskurs organisiert werden, so Preuster.

Trotz der unerwarteten Reparaturkosten verfüge die Ortsgruppe über einen soliden Kassenstand, berichtete Kassierin Claudia Unterreiner. Dieser sei allerdings auch nötig, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können, betonte sie.

Bürgermeisterin Ursula Haas dankte den Mitgliedern für die geleistete Arbeit und das große Engagement. Sie informierte die Versammlung über den neuen Campingplatzwart und bat die Wasserwacht-Mitglieder um größtmögliche Unterstützung bei dessen Einarbeitung. Für die Badesaison wünschte sie einen guten Verlauf mit wenig Unfällen.

Sebastian Breitenlohner, Vorsitzender des Wasserwacht-Fördervereins, informierte über fünf neue Mitglieder, sodass der Förderverein aktuell 30 Mitglieder zählt. Man wolle jedoch die Mitgliedswerbung weiter forcieren. Sein Lob galt allen, die tatkräftig bei der Organisation und Durchführung des Rockabends mitgeholfen hatten. Wie Kassier Andreas Thaler erläuterte, war der Rockabend auch die größte Einnahmequelle des Fördervereins. Dessen Hauptaufgabe besteht in der Beschaffung und Überlassung von finanziellen Mitteln und Sachmitteln an die Wasserwacht. mia