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Mehr Unfälle und Verletzte, aber weniger Tote

Wie auch im restlichen Teil des Freistaats ist im vergangenen Jahr auch im Landkreis Traunstein die Zahl der Verkehrsunfälle wieder gestiegen. Dafür sank die Zahl der getöteten Unfallopfer von 16 im Vorjahr auf 11 im vergangenen Jahr. Die Zahl der Verletzten erhöhte sich leicht. 1160 Menschen wurden im letzten Jahr bei 4845 Verkehrsunfällen im Landkreis verletzt, davon 214 schwer. Im Jahr davor waren es bei 4611 Unfällen noch 1108 Verletzte, davon 232 Schwerverletzte.

Während sich die Zahl der Verletzten seit 2004 auf ähnlich hohem Niveau hält, ging die Zahl der tödlich Verunglückten über den längeren Zeitraum gesehen deutlich zurück. 2004 hatte man noch über 30 Tote zu beklagen. Von den 11 Toten des vergangenen Jahres verunglückten fünf im Auto, fünf mit dem Motorrad und einer mit dem Fahrrad.

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Häufigste Ursache bei den Unfällen mit Schwerverletzten oder Toten war erneut überhöhte Geschwindigkeit und die Missachtung des Rechtsfahrgebotes. In mehr als 40 Prozent der schweren Unfälle lagen diese Ursachen vor. Die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss verringerte sich von 81 im Vorjahr auf nun 71. Hierbei wurden 40 Menschen verletzt.

997 Unfallfluchten (Vorjahr 959) hatten die Polizeiinspektionen des Landkreises zu bearbeiten, von denen 398 (423) geklärt wurden, meist aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung.. Während die Verursacher in den meisten Fällen an geparkte Autos oder andere Hindernisse gefahren waren, ohne sich um den Schaden zu kümmern, waren darunter auch 73 Unfälle mit Verletzten.

Etwa gleichbleibend über die letzten Jahre verläuft die Entwicklung auch bi den jungen Fahrern. In 338 Fällen waren junge Erwachsene Unfallverursacher, dabei wurden zwei junge Menschen getötet und 187 verletzt. Leicht ansteigend dagegen war die Unfallbilanz der über 65-Jährigen. Waren sie 2004 noch in 269 Fällen Unfallverursacher, so traf dies im letzten Jahr in 359 Fällen zu.

Etwas verbessert hat sich die Entwicklung bei den Unfällen von Kindern. 64 Kinder wurden verletzt, davon 28 als Mitfahrer im Auto und 36 als Radfahrer oder Fußgänger. 13 von ihnen wurden auf dem Schulweg leicht verletzt, ein 12-jähriger Bub schwer. Er war bei Schneeglätte alleinbeteiligt mit dem Fahrrad gestürzt. In der Mehrzahl waren die verunglückten Schulkinder zu Fuß unterwegs, teilweise auch mit dem Fahrrad.