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Mehr Schüler, aber weniger Erstklässler

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Am Dienstag beginnt das neue Schuljahr. Im Landkreis Traunstein besuchen etwa 9300 Kinder die Grund- und Mittelschulen. Für genau 1400 Buben und Mädchen ist der Beginn des neuen Schuljahres auch ihr erster Schultag überhaupt.

Traunstein – Im Landkreis Traunstein gibt es heuer genau 1400 Schulanfänger. Damit nahm nach Auskunft des Staatlichen Schulamts die Zahl der Erstklässler im Vergleich zum Vorjahr um etwa 7 Prozent ab; im vergangenen Jahr gab es etwa 100 Abc-Schützen mehr. Im Grundschulbereich gehen aber insgesamt etwa 30 Schüler mehr. Auch die Anzahl der Klassen erhöht sich hier um neun.


An den 41 öffentlichen und drei privaten Grund- und Mittelschulen im Schulamtsbezirk besuchen im am Dienstag beginnenden Schuljahr um die 9300 Schülerinnen und Schüler in 467 Klassen den Unterricht in den 1. mit 10. Jahrgangsstufen. Das sind 40 Schüler und sieben Klassen mehr als im vergangenen Schuljahr.

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Dabei bleibt der gesamte Mittelschulbereich wie auch schon in den letzten Jahren stabil; wie im Vorjahr besuchen circa 3400 Schüler in 173 Klassen diesen Zweig. Gefestigte Schulverbünde und erfolgreiche Abschlüsse garantieren dieser Schulart einen konstanten 35-prozentigen Schüleranteil im Landkreis.

Eine stabile und feste Größe sind dabei die M-Klassen, in denen die Schüler der Mittelschulen die Mittlere Reife erwerben können. Im kommenden Schuljahr besuchen etwa 1000 Schüler in 50 Klassen diesen Schulzweig.

Offene Ganztagsgruppen wurden vor allem im Grundschulbereich ausgebaut und sind nun in Chieming, Fridolfing-Tittmoning, Grassau, Obing, Siegsdorf und Ruhpolding, Tacherting, Traunreut, Trostberg, Unterwössen, Waging, Niedernfels und an den Montessorischulen in Grassau und Traunstein installiert. Neben diesen offenen Ganztagesangeboten bestehen gebundene Ganztagsklassen an den Mittelschulen Traunstein, Traunreut und Trostberg, hier sogar bis Jahrgangsstufe neun und im Bereich der Mittelstufe zweizügig. Gebundene Ganztagsklassen gibt es weiterhin auch an der Grundschule Traunreut Nord, an der Ludwig-Thoma-Grundschule in Traunstein und der Franz-von-Sales-Schule Niedernfels. An nahezu allen Grundschulen werden darüber hinaus kurze und/oder verlängerte Mittagsbetreuungsgruppen angeboten, an den Mittelschulen gehört Jugendsozialarbeit zum Standardangebot. Dieses Angebot soll im Grundschulbereich erweitert werden. Die Grund- und Mittelschulen in Trostberg und Grassau ergänzen mit ihrem Schulprofil »Inklusion« mit ihren Tandemklassen das spezielle Klassenangebot im Landkreis, ebenso die Praxisklassen an den Mittelschulen Traunstein und Traunreut. Das gilt auch für die sogenannte B-Klasse des »Traunsteiner Modells«, eine Kooperation einer Migrantenklasse der Berufsschule 1 in Traunstein mit der Mittelschule in Traunstein.

811 Lehrkräfte stehen dem Schulamt zur Versorgung des Unterrichts an den Grund- und Mittelschulen zur Verfügung. Alle Klassen haben ihren Klassenlehrer und für den Fachunterricht werden zusätzliche Lehrer sowie Fachlehrer eingesetzt. Neu dabei ist, dass eine nicht unbeträchtliche Zahl Realschul- und Gymnasiallehrkräfte sich einer zweijährigen Nachqualifizierung unterzieht und so den Lehrermangel an den Mittelschulen im Landkreis kompensiert.

Zur Förderung nicht oder schlecht Deutsch sprechender Schüler sind auch für dieses Schuljahr um die 300 Wochenstunden ausgewiesen. fb