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Mehr Radfahrer kamen ums Leben

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Geringfügig weniger Unfälle passierten im vergangenen Jahr im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Außerdem starben seit Einführung der Statistik noch nie so wenige Menschen im Straßenverkehr wie 2014. Das teilte Stefan Sonntag, der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, mit.


Einen Rückgang von 0,9 Prozent von 35 697 auf 35 367 Unfälle gab es im vergangenen Jahr im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern. Die Zahl der schwerwiegenden Unfälle mit Sachschaden verringerte sich von 10 241 auf 9738 (- 4,9 Prozent). Dagegen erhöhte sich die Anzahl der Kleinunfälle von 19 545 auf 19 672 (+ 0,6 Prozent). Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden erhöhte sich minimal um 0,8 Prozent auf 5957. Dabei blieb die Zahl der Verletzten konstant bei 7963, und mit 92 Verkehrstoten konnte erneut der niedrigste Wert seit Einführung der Statistik verzeichnet werden, so Stefan Sonntag. Die Unfallfluchten verbuchten einen leichten Rückgang um 2,3 Prozent auf 7140.

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32 Menschen verloren im Straßenverkehr ihr Leben

Insbesondere bei den tödlichen Unfällen spielt überhöhte beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit die größte Rolle. 32 Personen verloren im Straßenverkehr ihr Leben, weil zu schnell gefahren wurde. Raser sind zudem für 1402 zum Teil schwer verletzte Verkehrsteilnehmer verantwortlich.

Auch Alkohol am Steuer gehört nach wie vor zu den Hauptursachen bei schweren Unfällen mit Verletzten oder Getöteten. Acht Personen starben und 353 erlitten Verletzungen, weil betrunkene Fahrer am Steuer saßen. Auch wenn diese beiden Ursachen zusammen für einen verhältnismäßig geringen Anteil (8,5 Prozent) an der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle verantwortlich sind, so kamen dabei überproportional viele (40 von insgesamt 92) Menschen ums Leben.

Zahl der getöteten Fußgänger erhöhte sich

Es ist sowohl ein Anstieg bei der Zahl unfallbeteiligter Radfahrer (von 1747 auf 1817 oder + 4,0 Prozent) als auch bei den dabei verletzten Personen (von 1519 auf 1574 oder + 3,6 Prozent) festzustellen. Die Anzahl der getöteten Radfahrer stieg im Vergleich zum Vorjahr von sechs auf elf wieder deutlich an. Fußgänger waren weniger oft an Verkehrsunfällen beteiligt (Abnahme von 563 auf 529 oder - 6,0 Prozent) und wurden weniger oft verletzt (Abnahme um 1,6 Prozent von 434 auf 427). Die Zahl der getöteten Fußgänger erhöhte sich von sieben auf neun.

Zu den Hauptrisikogruppen zählen auch Motorradfahrer. 1200 Fahrer beziehungsweise Mitfahrer waren an Unfällen beteiligt. Davon wurden 1035 verletzt (Vorjahr 951, entspricht einem Anstieg um 8,8 Prozent). Getötet wurden hier 17 Personen; immerhin sieben weniger als noch ein Jahr zuvor.

Hauptunfallursache in diesem Bereich ist nach wie vor nicht angepasste beziehungsweise überhöhte Geschwindigkeit. Die Zahl der Schulwegunfälle nahm gegenüber dem Vorjahr von 85 auf 79 ab. Die Anzahl der dabei verletzten Schüler sank von 87 auf 81. Erstmals seit mehreren Jahren wurde ein Kind auf dem Schulweg getötet.

Bei den unfallbeteiligten und verletzten sowie getöteten Senioren im Straßenverkehr stellt die Polizei eine negative Entwicklung fest: 3732 Unfälle mit 1033 Verletzten und 26 Getöteten. Dies stellt teils deutliche Steigerungen dar und veranlasst das Polizeipräsidium Oberbayern Süd, die Präventionsangebote für Verkehrsteilnehmer ab 65 Jahren zu erweitern.

Gleiches gilt auch für die Risiko-Gruppe der jungen Erwachsenen von 18 bis 24 Jahren. Hier gab es 1202 Verletzte und 19 Getötete.

Polizeipräsidium ist für neun Landkreise zuständig

Der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd umfasst die kreisfreie Stadt Rosenheim sowie die neun Landkreise Rosenheim, Miesbach, Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting, Mühldorf, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. Zusätzlich sind im Bereich der Landeshauptstadt und des Landkreises München 50 Autobahnkilometer als Übertragungsbereich zu betreuen. Insgesamt summiert sich das Straßennetz auf eine Länge von rund 15 500 Kilometer. fb