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Mehr Platz für die Flüsse

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Hochwasserschutz darf nach Überzeugung von Fischereiverbänden die Fischbestände nicht gefährden. »Der Schutz der Bevölkerung und seiner Lebensräume vor extremen Hochwasserereignissen schließt den Schutz der Gewässer nicht aus«, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Fischereiverbandes Oberbayern, des Landesfischereiverbandes Salzburg und des Österreichischen Fischereiverbandes.


Die drei Verbände sprachen sich anlässlich der noch bis Sonntag dauernden Messe »Hohe Jagd und Fischerei« in Salzburg für ökologischen Hochwasserschutz aus. Konkret fordern sie natürliche Rückhalteräume statt Staumauern. Bei Hochwasserschutzbauten solle den Flüssen wieder mehr Platz gelassen werden.

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Salzburg sei beim ökologischen Hochwasserschutz vorbildlich, sagte Gerhard Langmaier vom dortigen Landesfischereiverband. Davon profitiere auch Bayern, da die Salzach auf einer Länge von fast 60 Kilometern die Grenze zwischen Österreich und Deutschland bildet.

Die Begradigung von Flüssen führt nach Überzeugung der Fischer dazu, dass Nebenarme abgehängt werden. Sie seien aber Laichgewässer und für vermehrungswillige Alttiere dann auch nicht mehr zu erreichen. dpa