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Mehr Parkplätze und bessere Feuerwehr-Ausfahrt

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Auf dieser Fläche an der Ecke Dorfstraße/Pfarrhofweg, die im Eigentum des Marktes Teisendorf ist, sollen etwa 20 befestigte Parkplätze entstehen. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Gleich »mehrere Fliegen mit einer Klappe« möchte die Gemeinde Teisendorf mit einem Maßnahmenpaket in Neukirchen schlagen: Auf der Wiese vor dem Festsaal sollen 20 befestigte Parkplätze entstehen. Auch die Ausfahrt der Feuerwehr Neukirchen soll verbessert werden. Der Marktgemeinderat befürwortete einstimmig die erforderlichen Baumaßnahmen und die dafür nötigen Haushaltsmittel von 77 500 Euro. Bereits im Haushalt eingeplant sind 15 000 Euro für die Neugestaltung der Pausenfläche hinter der Turnhalle.


Auf dem Platz können Veranstaltungen stattfinden

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Die Pläne im Einzelnen: Auf dem gemeindeeigenen Grundstück an der Ecke Dorfstraße/Pfarrhofweg mit einer Größe von 1200 Quadratmetern werden 20 befestigte Parkplätze geschaffen, von denen zwei für Behinderte reserviert werden. Die Zu- und Umfahrten sollen asphaltiert und die Stellplätze mit einem versickerungsfähigen Rasengitter-Pflaster versehen werden. Der südöstliche Teil soll mit einem Schotterrasen befestigt werden und zusätzlich befahrbar und nutzbar sein. Der Platz wird mit Wasser-, Kanal- und Stromanschluss ausgestattet, damit hier auch Feste von Vereinen, der Schule oder andere Veranstaltungen stattfinden können. Die geschätzten Kosten betragen 70 000 Euro brutto. Die Planung und Ausführung übernimmt das gemeindliche Bauamt.

Durch die Erstellung dieser Parkplätze kann hinter der Turnhalle der Asphalt auf einer Fläche von etwa zwölf mal sechs Metern entfernt werden. Dort soll ein Spielgerät für die Grundschüler aufgestellt und die Fläche mit Riesel als Fallschutz aufgefüllt werden. Die Maßnahme wurde laut Gemeindeverwaltung so in einem persönlichen Termin mit Schulleiter Dieter Kellner besprochen.

Bürgermeister Thomas Gasser ergänzte, dass bei der Evaluierung der insgesamt sehr positiv bewerteten Grundschule Neukirchen bemängelt wurde, dass nur ein asphaltierter Parkplatz als Pausenhof dient. Mit einem Spielplatz soll Abhilfe geschaffen werden. Durch die Errichtung eines Parkplatzes am Pfarrhofweg werde auch die vielfach geforderte Sichtachse auf den Ort und die Kirche freigehalten. Sichere Parkplätze erfüllten einen guten Zweck, zumal gleich mehrere öffentliche Gebäude im Umkreis seien. Aus Kostengründen schlug Markus Putzhammer (CSU) vor, den Parkplatz nicht mit einer Steinmauer einzufassen, sondern nur anzuböschen.

Zusätzlich wird für etwa 7500 Euro die Zufahrt zum Feuerwehrhaus weiter hinten am Pfarrhofweg optimiert. Hierdurch soll gemäß Antrag der Feuerwehr ein reibungsloses und schnelles Ein- und Ausrücken bei Einsätzen erreicht werden. Der Bau- und Umweltausschuss hatte sich im Dezember mit denselben Themen befasst und dem Gemeinderat die Umsetzung 2017 empfohlen. Die Möglichkeit einer staatlichen Zuwendung soll noch von der Finanzverwaltung geprüft werden.

Auf Rückfrage von Alois Stadler erklärte Bauamtsleiter Theo Steinbacher, dass nur die Zufahrt zu den Parkplätzen asphaltiert werde. Stadler bat darum, praktische Vorschläge zur Kostensenkung wie die von Putzhammer unbedingt mit einzubeziehen. Zweiter Bürgermeister Norbert Schader bat das Gremium um Zustimmung. Mit den parkenden Autos, die zum Teil die Feuerwehranfahrtszone in Richtung Schwimmbad blockierten, gebe es ein echtes Problem. Die Parkplätze würden unter anderem für die Musikprobe, Kindergarten und Schule, Kirchenbesucher und Theateraufführungen benötigt, und die Feuerwehr werde durch die Verbesserung der Ausfahrt erheblich entlastet.

Strittig war, ob der Parkplatz befestigt werden muss. Für Bernhard Reitschuh (FWG) würde eventuell Aufkiesen ausreichen. Die FWG-Kollegen Thomas Prechtl und Peter Schuhbeck sind wegen der zentralen Lage und der Optik klar für die Befestigung des Platzes. »Bauherr ist die Gemeinde. Da soll man schon was Vernünftiges machen«, betonte Schuhbeck. Auch jede Firma gestalte ihren Parkplatz ansprechend. Für Reitschuh sind für das riesige Grundstück zu wenig Parkplätze geplant. Er fände eine Zu- und Ausfahrt über die Dorfstraße besser, da am Pfarrhofweg oft Schulbusse stünden. Dem pflichtete Johann Niederstraßer (FWG) bei; er würde nur eine Seite des Parkplatzes befestigen. Prechtl warb dafür, den Spielplatz Richtung Turnhalle zu verschieben. Der gewählte Standort sei so mit dem Schulleiter abgesprochen, erklärte Steinbacher.

Endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat

Hans Rauscher (SPD) erkundigt sich, warum der Parkplatz einen Stromanschluss erhalten soll. Dieser wird laut Verwaltung für die Beleuchtung und bei diversen Veranstaltungen benötigt. Stadler fragte, ob der Bauausschuss noch einmal über die überarbeitete Planung entscheidet. Darauf antwortete Steinbacher, dass die Verwaltung nun weitere Varianten erarbeitet und sie in einer der nächsten Sitzungen dem Marktgemeinderat zur Entscheidung vorlegen wird. vm