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Mehr Parkplätze für Langzeitparker bei der Turnhalle

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Teisendorf – Westlich der Lindenallee entstehen auf dem Gemeinde-Grundstück südlich der Turnhalle 28 neue Parkplätze. Mit 14 zu 5 Stimmen billigte der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung eine entsprechend überarbeitete Planung für die Außenanlagen der erweiterten und generalsanierten Halle.


Er beschloss auch, für den Bauabschnitt 3, die Neugestaltung des Wegs und der Parkplätze an der Lindenallee, die geschätzten Kosten in Höhe von 105 000 Euro im Haushalt 2017 einzustellen. Die Gesamtkosten für die Außenanlagen, also die Bauabschnitte eins (direkter Umgriff), zwei (weiterer Umgriff) und drei (Lindenallee), erhöhen sich damit um 60 000 auf 353 000 Euro. Die Gesamtbeträge sind jeweils ohne Planungskosten.

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Wie Bürgermeister Thomas Gasser berichtete, wurden seit der ersten Behandlung des Themas im Gemeinderat im Dezember Gespräche mit Lehrern und Anliegern geführt. Ziel sei auch gewesen, die Parksituation nochmals explizit zu betrachten. In einem Antrag hatte CSU-Gemeinderat Andreas Neumeier gefordert, weitere Parkplätze, vor allem für Dauerparker und Langzeitparker, nahe der Turnhalle zu schaffen. Landschaftsarchitekt Hannes Kraus vom Laufener Büro »Die Grille« berichtete aus dem Gespräch mit den Lehrern. Zusätzliche Parkplätze sind laut Krauss auch vom Lehrerkollegium ausdrücklich gewünscht, ebenso wie der Erhalt des Bolzplatzes. Statt der Balancierhölzer sei ein Baumstamm zum Balancieren angeregt worden.

28 neue Parkplätze in zwei Reihen

Unter mehreren Varianten für die neuen Parkplätze gefiel Krauss und auch den meisten Räten am besten die Variante, bei der zwischen Lindenallee und Bolzplatz in zwei parallel zur Lindenallee verlaufenden, je fünf Meter breiten Parkzeilen 28 neue Parkplätze entstehen. Diese sollen mit Rasengittersteinen befestigt werden. Der 6,5 Meter breite Erschließungsstreifen dazwischen soll asphaltiert werden. Dringend hätten die Lehrer einen Ballfangzaun zwischen Parkplatz und Bolzplatz empfohlen. Gegenüber dem im Dezember präsentierten Entwurf entstehen damit an der Lindenallee nicht nur 11, sondern 28 neue Parkplätze, also 17 mehr als ursprünglich geplant.

Positiv gewertet wurde von mehreren Sprechern, dass das Wurzelwerk der alten Linden so weniger beeinträchtigt wird, da zwischen den Bäumen nur die Aus- und Einfahrt geplant ist. Alois Stadler (CSU) regte an, die südliche Ausfahrt einzusparen und die Zufahrt zum Altenheim, das die Parkplätze ja auch nutzen könne, als Zufahrt zu verwenden. Dadurch müsse der Fußgängerweg nicht zwei Mal gekreuzt werden. Laut Krauss könnten dann vielleicht noch zwei Parkplätze mehr geschaffen werden; doch man müsse erst mit dem Grundstückseigentümer sprechen.

Neumeier sah alle Punkte seines Antrags erfüllt. Dies sei der erste Schritt zu einem Parkraumkonzept. Peter Schuhbeck (FWG) gefiel auch, dass die Autos auf diese Weise nicht zwischen den Bäumen heraus fahren und eine bessere Übersicht gewährleistet ist. Markus Putzhammer (CSU) regte an, den Aushub bei den Parkplätzen im westlichen Bereich der Wiese südlich der Turnhalle, wo das Niveau tiefer ist als im östlichen Bereich, abzulagern. Die gesamte Wiese im Niveau anzugleichen ist laut Krauss aufgrund der hohen Kosten für die Geländemodellierung und wegen der Anschlüsse schwierig.

Mehrere Redner bekräftigten die akute Parkplatznot im Zentrum und begrüßten, dass nun neue Parkplätze für Langzeitparker wie Lehrer entstehen. Damit hofft man, dass ortsnähere Parkplätze für die Besucher von Beerdigungen oder Veranstaltungen sowie Einkäufer frei werden. Edwin Hertlein (Grüne) empfahl zudem, eine kleine Parkgebühr für ortsnahe Parkplätze und vor allem die Tiefgarage zu verlangen, um dort die Dauerparker wegzubekommen. Angeregt wurde auch noch einmal, für eine gute Beleuchtung der neuen Parkplätze und im Umfeld zu sorgen sowie an der Grünfläche zwischen dem Buswendeplatz und dem Zweizeiler Ruhebänke am Gehweg aufzustellen.

Fahrgemeinschaften statt neuer Parkplätze

Massiv kritisierten die Verbauung der Grünfläche durch den neuen Parkplatz die SPD-Räte Georg Quentin und Hans Rauscher. Quentin: »Wir opfern immer mehr Grünfläche unseren Autos.« Auch Hertlein fand, dass es bereits genug Parkplätze gebe. Manche davon seien unter 50 Prozent ausgelastet. Er regte auch Fahrgemeinschaften der Lehrer oder Raiffeisen-Mitarbeiter an.

»Wir brauchen Parkplätze, ob wir wollen oder nicht«, stellte Thomas Egger (CSU) jedoch klar. Sonst werde an Feuerwehrzufahrten oder ungeeigneten Plätze geparkt. Georg Wetzelsperger (CSU) sah wachsenden »Parkdruck« durch die Vergrößerung der Halle und den neuen Boulderraum auf die Gemeinde zukommen und Bernhard Reitschuh (FWG) verwies auf die neue Zuschauertribüne für Veranstaltungen. »Wo sollen die Zuschauer hin?«

Gegen einen Schulgarten in Form von Beeten hätten die Lehrer Bedenken geäußert, berichtete Landschaftsarchitekt Hannes Krauss, da die Haupterntezeit im Sommer sei und zum Teil in die Sommerferien falle, in denen die Pflege der Beete auch schwer zu organisieren sei. Wenn Beete, dann wolle man diese lieber im direkten Umgriff der Schule haben.

Edwin Hertlein betonte, dass es auch Gemüse gebe, das in anderen Jahreszeiten geerntet werden kann. Er bot hier fachkundige Unterstützung an und schlug vor, auch den Obst- und Gartenbauverein zu Rate zu ziehen. Georg Quentin (SPD) plädierte energisch für einen Schulgarten in den neu gestalteten Außenanlagen, um den Kindern anschaulich zu zeigen, wie man Gemüse anbaut. »An anderen Schulen geht's ja auch.« Bürgermeister Thomas Gasser erwähnte, gute Erfahrungen gebe es bereits mit Kräutern in Trögen, die in der Schulküche eingesetzt würden. vm