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Mehr Linienflüge, weniger Charterverkehr

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Von den 1,8 Millionen Passagieren insgesamt hat alleine Airberlin rund 700 000 Gäste nach Salzburg gebracht. Das ist innerhalb der Linienflüge fast jeder zweite Passagier. (Foto: Hudelist)

Salzburg – Mit einem nochmals gestiegenen Umsatz auf nunmehr 61 Millionen Euro hat der Flughafen Salzburg 2014 »das beste Geschäftsjahr seiner Geschichte« geschrieben, das Betriebsergebnis liegt damit fast zehn Prozent über dem Ergebnis von 2013. Die Zahl der Passagiere ist ebenfalls um fast zehn Prozent auf nunmehr 1,8 Millionen gestiegen, davon rund 1,3 Millionen im Linienverkehr, der mittlerweile bereits rund drei Viertel des Geschäfts ausmacht. Wie 2013 dürfen sich auch 2014 die beiden Eigentümer des Airports über eine satte Gewinnausschüttung freuen, das Land Salzburg erhält 1,8 Millionen Euro, die Stadt Salzburg 600 000 Euro.


Aufsichtsrats-Chef Christian Stöckl freute sich bei der Bekanntgabe der Geschäftsbilanz angesichts der klammen Landeskasse über den Flughafen-Gewinn, der aber in den Jahren zuvor noch üppiger ausfallen war. Die Rahmenbedingungen für die Luftfahrt seien 2014 nicht die besten gewesen, so Stöckl und die beiden Flughafendirektoren Roland Hermann und Karl Heinz Bohl. »2015 wird die Situation für Regionalflughäfen noch schwieriger«, sagte Hermann, der aber gleichzeitig verkündete, dass auch die Passagierzahlen in diesem Jahr bereits wieder ein bis zwei Prozent wachsen. Während Regionalflughäfen nach Angaben der beiden Salzburg-Geschäftsführer wegen des Kostendrucks der Airlines besonders zu kämpfen hätten, zeigt ein Blick auf die Passagierzahlen aller österreichischer Flughäfen, dass bis auf Klagenfurt alle Airports zulegen. Dabei hat Salzburg mit 9,4 Prozent mehr das größte Plus, Wien, Graz und Linz konnten um rund 2 Prozent mehr Fluggäste verbuchen, Innsbruck um ein Prozent.

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Nach einem leichten Rückgang 2013 auf damals 1,7 Millionen Passagiere zählte man 2014 in Salzburg exakt 1 810 500 Passagiere. »Von diesen 1,8 Millionen entfallen rund 1,3 Millionen auf den Linienverkehr, ein Plus von 16 Prozent«, so Hermann. Einbußen gab es hingegen auch 2014 beim Abflug von Chartermaschinen, fünf Prozent weniger. Wie in den letzten Jahren sieht Hermann damit eine Trendwende bestätigt, »vor zehn Jahren hatten wir noch rund drei Viertel Chartermaschinen, heute kommen drei Viertel der Passagiere mit Linienmaschinen«.

Aus dem Trend zu mehr Linienflügen folgt für den Flughafen-Chef auch, dass starke Flugwochenenden weiter entzerrt würden und mehr Maschinen unter der Woche starten und landen werden. Der Linienverkehr habe für den Airport zudem den Vorteil, dass dieser besser planbar sei, der Trend hin zu kurzen Städteurlauben würde den Linienverkehr zusätzlich stärken.

Der größte Gästebringer am Flughafen Salzburg ist Air Berlin, rund 720 000 Passagiere stiegen 2014 aus den rot-weißen Air-Berlin-Maschinen aus. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft ist damit für fast jeden zweiten Passagier in Salzburg verantwortlich. Die Lufthansa brachte 2013 aus Frankfurt rund 200 000 Passagiere, die österreichische AUA aus Wien rund 100 000 Fluggäste. Es folgen die Ryan Air mit ebenfalls rund 100 000 Passagieren, die relativ neue Türkisch Airlines immerhin schon 68 000. »Die Verbindung nach Istanbul soll weiter ausgebaut werden«, verriet Hermann. Derzeit wird Salzburg bereits zehn Mal die Woche angeflogen. Angedacht ist, dass Montag bis Sonntag zweimal täglich Maschinen zwischen Salzburg und Istanbul pendeln.

Die Zahl der festen Mitarbeiter des Flughafens hat sich in den letzten Jahren auf 270 leicht erhöht, davon sind 242 in der Stammmannschaft das ganze Jahr beschäftigt. »Inklusive aller privaten Betriebe und Geschäfte am Flughafen sind rund 1200 Menschen am Airport beschäftigt«, so Stöckl. hud