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Mehr Komfort für die Gäste und »frischere« Eröffnungsfeier

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Er sieht dem kommenden Biathlon-Weltcup zuversichtlich entgegen: Ruhpoldings Tourismusdirektor Markus Stuckmann. (Foto: Hohler)

In Östersund (Schweden) erfolgt an diesem Sonntag der Auftakt in den Biathlon-Weltcup mit der Single-Mixed- (14.15 Uhr) und der Mixed-Staffel (17.10 Uhr). Doch auch die »Macher« des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding befinden sich schon im Endspurt für ihre Veranstaltung, deren Wettkämpfe vom 10. (Mittwoch) bis 14. Januar (Sonntag) 2018 in der Chiemgau-Arena ausgetragen werden. Bereits am 9. Januar findet mitten in Ruhpolding die Eröffnungsfeier statt.


Und die fand zwar schon immer guten Anklang, doch heuer soll sie »noch etwas frischer und lebhafter« und insgesamt »deutlich anders« werden als früher. Dies verspricht Ruhpoldings Tourismusdirektor Markus Stuckmann, der im OK als Medienchef aktiv ist. Die Organisatoren setzen sowohl bei der Eröffnungsfeier als auch beim Rahmenprogramm im Stadion auf mehr Showelemente. Unter anderem wird bei der Eröffnungsfeier die B-1-Band des Bayerischen Rundfunks live spielen, »denn wir haben eine Medienkooperation mit Bayern 1 für den gesamten Weltcup.«

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Kürzlich fand die OK-Sitzung mit allen Abteilungsleitern statt, »das ist immer der Startschuss für den Endspurt bei den Vorbereitungen«, erläutert Stuckmann.

Wichtigstes Ziel sei es, den Service für die Zuschauer weiter auszubauen. So soll vor allem die Infrastruktur im Hinblick auf sanitäre Anlagen verbessert werden, »denn da waren wir beim vergangenen Weltcup am Sonntag am Limit.« Der Abschlusstag ist der zuschauerträchtigste Tag, und auch hierfür will man entsprechend gerüstet sein – auch wenn die Kosten für die Infrastruktur heuer gestiegen sind.

Verbessert werden soll auch das gastronomische Angebot. »Mehr Hütten, mehr Vielfalt, mehr Spezialitäten« bringt es der Tourismusdirektor auf den Punkt. Dabei werden viele Hütten weiterhin vom SC Ruhpolding betreut, der seine Einnahmen zur Förderung der Nachwuchsarbeit nutzt. Dieses Angebot soll »punktuell« durch andere Anbieter ergänzt werden.

Bereits vor einigen Wochen begannen die Arbeiten am VIP-Zelt. »Da stellt man ein doppelstöckiges Gebäude mitten in die Wiese rein, entsprechend hoch ist der Aufwand.« So muss unter anderem zuvor das Gelände nivelliert werden, schließlich soll das Gebäude – mit Platz für bis zu 1200 Personen – auch stabil genug sein. Unter anderem wird eine komplette Großküche eingebaut, »dort wird täglich frisch gekocht.«

Eine bedeutende Änderung in Sachen Stadion ist der Wegfall der Zuschauerbrücke. Während es hier oft eng zuging, wurde nun ein neuer Fußgängertunnel erstellt, »das erhöht den Komfort für die Gäste erheblich.« Auch für die Logistik ist der Umbau ein Gewinn: »Vorher musste die Versorgungslogistik mit dem Skidoo außen herumfahren, jetzt geht es durch den Tunnel.«

Der hat aber auch für die Sportler Auswirkungen: »Die Strecke hat dadurch einen Anstieg mehr – und den kennt noch keiner der Aktiven aus dem Training.«

Zum Thema Service gehört auch, dass die Sitzplätze auf der Tribüne von gut 250 auf 504 in etwa verdoppelt wurden. »Das kommt gut an, es gibt hier nur noch einige Restkarten für den Mittwoch, obwohl wir dafür auch entsprechende Preise verlangen müssen«, so Stuckmann. Denn: Für einen neuen Sitzplatz fallen in etwa zwei Stehplätze weg. Insgesamt ist die Tribüne auf bis zu 10 000 Zuschauer ausgelegt, an der Strecke beträgt die derzeitige Kapazität 15 000.

Der Vorverkauf läuft bislang gut. Hilfreich ist dabei, dass die Preise stabil gehalten wurden. Hinzu kommen die Erfolge der deutschen Sportler – von denen ja viele dem Stützpunkt Ruhpolding angehören – in den vergangenen Jahren. »Meist ist im Sommer beim Vorverkaufsbeginn ein großer Run, dann flacht es im September und Oktober ab. Heuer aber waren die Verkäufe auf konstant gutem Niveau.« So wurden inzwischen über 5000 Generalkarten abgesetzt, Tribüne und VIP-Zelt sind am Wochenende praktisch ausverkauft.

Doch was bedeuten die hohen Zuschauerzahlen eigentlich für die Region? Das soll heuer erstmals auf wissenschaftlicher Basis genau untersucht werden. Zwar wisse man schon jetzt, dass die meisten Gäste in der Region mindestens fünf Tage Aufenthalt hätten. »Der Weltcup hat definitiv einen touristischen Einfluss und einen Einfluss auf die Wertschöpfung in der Region. Jetzt werden Daten von spezialisierten Agenturen erhoben, zum Beispiel zum Steueraufkommen, durch Zahlen von den Betrieben und den Kommunen. Dazu kommen auch Fanbefragungen«, erläutert der Tourismusdirektor.

Die Zufriedenheit der Fans ist schließlich ein wichtiges Kriterium für die Organisatoren. Kommen dann noch sportliche Erfolge hinzu, dürfte einem gelungenen Jubiläum (40 Jahre Biathlon in Ruhpolding) wohl nichts im Wege stehen. who