weather-image
15°

Mehr Geld für die Jugendarbeit gefordert

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Die Jugendleiterrunde der Traunreuter Vereine sprach sich bei einem Treffen im Traunreuter Jugendzentrum einstimmig für einen Basiszuschuss für die Jugendarbeit aus. Außerdem soll die Jugendzentrums-Ausstattung künftig den Jugendlichen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Ein entsprechender Antrag soll jetzt bei der Stadtverwaltung eingereicht werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Jugendleiterrunde der Traunreuter Vereine fordert von der Stadt Traunreut für die Jugendarbeit einen sogenannten Basiszuschuss in Höhe von 350 Euro im Jahr. Mit diesem Basiszuschlag könnte dann auch beim Landratsamt Traunstein ein Zuschuss in derselben Höhe beantragt werden. Diese Chance sollte man sich nicht entgehen lassen, sagte Jugendreferentin Andrea Haslwanter bei einem Treffen der Jugendleiter.


Mit diesen 700 Euro könnte nach Angaben des Leiters des Jugendzentrums, Stefan Stadler, der Grundbedarf der Jugendarbeit gut gedeckt und eine solide Jugendarbeit auf die Beine gestellt werden. Als Beispiel nannte er die Anschaffung von Bastelmaterial oder hier und da mal mit den Jugendlichen zum Eis- oder Pizzaessen gehen zu können. Bisher kann für die Jugendarbeit, mit Ausnahme der Sportvereine und der Feuerwehren, für die eigene Richtlinien gelten, ein jährlicher Pro-Kopf-Zuschuss bei der Stadtverwaltung beantragt werden. Es gebe aber nur wenige Jugendabteilungen, die dabei über 350 Euro kommen. Die Masse liege unter den 350 Euro, so Stadler. Grundsätzlich stellte er heraus, dass die Stadt Traunreut viel für die Vereine leiste und gut aufgestellt sei. »Ihr müsst es nur nutzen«, gab er den Jugendvertretern mit auf dem Weg. Damit brachte er zum Ausdruck, dass die Jugendvertreter aber selber dafür verantwortlich sind, die Anträge bei der Stadtverwaltung einzureichen. Dazu gebe es in der Stadtverwaltung entsprechende Formulare.

Anzeige

Ein weiteres Thema, auf das Stadler aufmerksam machte, betraf den Verleih der Jugendzentrum-Ausstattung. Seiner Ansicht nach sollte der Zirkuswagen oder die Sanisbar von jedem Verein kostenlos ausgeliehen werden können. »Die Sachen wurden aus Steuergeldern angeschafft und sollten den Jugendlichen auch kostenlos zur Verfügung gestellt werden«, so Stadler. Diese Forderung sowie die Forderung nach einem Basiszuschuss, wurde von den 25 Jugendvertretern einstimmig mitgetragen und soll jetzt als Antrag im Stadtrat eingereicht werden.

Antrag war auch schon im Stadtrat ein Thema

Einen Antrag, die Zuschüsse für die städtischen Sportvereine zu erhöhen, hatte bereits Sportreferent Bernhard Seitlinger (CSU) in den Stadtrat eingebracht. Dieser einigte sich aber in der jüngsten Sitzung darauf, den Antrag zurückzustellen und abzuwarten, was die Gespräche der Jugendleiterrunde bringen. Jetzt liegen deren Vorstellungen auf dem Tisch, der Stadtrat wird sich also erneut damit befassen müssen.

Der Antrag fußt auf dem Ergebnis einer Sozialraumanalyse, die die Stadt in Auftrag gegeben hat. In der Bewertung der Studie wird darauf hingewiesen, dass in Traunreut insbesondere die Jugendarbeit besser gefördert werden sollte. Deshalb sollten nach Ansicht des Sportreferenten die seit dem Jahr 2003 geltenden Richtlinien angepasst werden. In seinem Antrag fordert er eine Verdoppelung der jeweiligen Zuschüsse anhand der Mitgliederzahl im Alter von bis zu 18 Jahren. Außerdem sollten die Zuschüsse für lizenzierte Übungsleiter und Übungsleiter ohne Lizenz sowie für die Wettkampfabteilungen erhöht werden. Weiter fordert Seitlinger die Bereitstellung eines Budgets für den Sportreferenten zur Gewährung besonderer Zuschüsse bis zu einem Jahresgesamtbetrag von 1000 Euro für außergewöhnliche finanzielle Belastungen einzelner Sportler. Die Vergabeentscheidung sollte beim Sportreferenten verbleiben, der entsprechende Nachweise über den Zweck und den Verbleib der Vergabe zu erbringen hat. ga