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Mehr Frauen für die Feuerwehr

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Mit einer neuen Kampagne will der Landesfeuerwehrverband mehr Frauen zur aktiven Mitarbeit in den Feuerwehren gewinnen.

Traunstein – Der Landesfeuerwehrverband Bayern startet zusammen mit seinen Kreisfeuerwehrverbänden an diesem Sonntag die neue Kampagne zur Gewinnung aktiver Mitglieder für die Freiwilligen Feuerwehren. Im Fokus stehen in diesem Jahr Frauen jeden Alters, die für das Ehrenamt Feuerwehr begeistert und gewonnen werden sollen.


Unter dem Motto »Frauen zur Feuerwehr!« rufen sieben aktive Feuerwehrfrauen dazu auf, ihrem Beispiel zu folgen und der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr beizutreten. Das Besondere der neuen Kampagne ist die Tatsache, dass keine professionellen Fotomodelle für den aktiven Feuerwehrdienst werben, sondern echte Feuerwehrfrauen aus ganz Bayern, die in unterschiedlichsten Funktionen Dienst bei einer Freiwilligen Feuerwehr leisten.

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»Leider bestehen noch immer Vorurteile gegenüber Frauen bei der Feuerwehr«, bedauert Kreisbrandrat Hans Gnadl. Doch diese werden immer geringer. Die Feuerwehrfrauen kokettieren in der Kampagne mit diesen Vorurteilen und drehen sie ins Gegenteil um – zum Beispiel, wenn eine der Damen selbstbewusst zum Ausdruck bringt, was in ihrem Alltag die Regel ist: »Wer die Familienkutsche fährt, kann auch ein Löschfahrzeug steuern!« Solche Aussagen regen nicht nur zum Schmunzeln und Nachdenken an, sie machen auch deutlich, dass es in der Freiwilligen Feuerwehr eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, sich als Frau einzubringen. »Im aktiven Feuerwehrdienst gibt es keinen Unterschied der Geschlechter – ob Mann oder Frau, wir helfen Menschen in Not!« Von den derzeit 4367 Aktiven in den Feuerwehren des Landkreises Traunstein sind 326 Frauen. »Diesen Frauenanteil von weniger als 10 Prozent gilt es zu erhöhen, denn vor allem werktags und tagsüber sind Frauen in vielen Fällen eine wichtige Stütze der örtlichen Feuerwehren. Frauen sind häufig am Wohnort verfügbar und werden auf unterschiedlichste Weise, Schulter an Schulter mit den männlichen Kollegen ihrer Aufgabe uneingeschränkt gerecht«, betont Gnadl. »Die Angst, Dinge tun zu müssen, die psychisch belastend oder körperlich nicht zu schaffen sind, ist unbegründet. Jeder Kommandant achtet darauf, dass seine Aktiven – weibliche wie männliche – nicht überfordert werden«, so der Kreisfeuerwehrchef weiter.

Die Kampagne ist also ein Aufruf an alle Frauen, die eine sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung suchen, bei der auch der gesellige oder gesellschaftliche Teil nicht zu kurz kommt. Und bei einer Vielzahl von gemeinsamen Veranstaltungen ist die ganze Familie gern gesehen und dabei.

Weitere Informationen zur aktiven Mitarbeit bei den Feuerwehren geben die Kommandanten der örtlichen Feuerwehren. pv