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Mehr Blühflächen für Übersee

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Übersee. »In Übersee sollte es mehr Blühflächen geben«, diese Empfehlung gab Diplombiologe Stefan Kattari vom Ökomodell Achental im Laufe der Vorstellung seines Konzeptes »Blühflächen« in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Das Gremium kam einstimmig überein, das Konzept in Übersee umzusetzen und dabei mit dem Ökomodell Achental zusammenzuarbeiten. Die Zielsetzung sei nach den Worten des Biologen einfach. Man wolle mehr Blüten auf gemeindeeigene Flächen bringen, und zwar einfach, kostengünstig und mit einem naturschutzrechtlichen Anspruch. Besonders geeignet dafür seien sogenannte Rest- oder Randflächen von geringer Größe, etwa zwischen einem und 100 Quadratmetern, die in der Regel bereits mit Rasen bepflanzt sind.


Wie Kattari informierte, sei dies mit keinen großen Kosten verbunden. Bei bereits bepflanzten Flächen erreicht man die Umwandlung von grünen in blühende Flächen ganz einfach durch eine späte Mahd, etwa Ende Juni. Im Falle von Neuanlagen wird das Mähgut von blütenreichen »Spenderflächen« gleichmäßig auf die Empfängerfläche ausgebracht. Der Erfolg stellt sich hierbei allerdings erst nach einem Jahr ein. Wichtig sei es laut Kattari, dass die Blühflächen weder gedüngt noch gemulcht werden.

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Als mögliche Flächen für Neuanlagen schlug der Biologe den Kreisel an der neuen Unterführung, den Parkplatz zum Bahnsteg hin und den Wendehammer am alten Sportplatz vor. Bei der derzeitigen Neugestaltung des »Chiemseeparks« an der Julius-Exter-Promenade sind Blühflächen bereits eingeplant worden. »Hinsichtlich der Verschönerung des Ortes durch Blühflächen sollte man einen Schritt nach dem anderen tun und sich eine Fläche pro Jahr vornehmen«, empfahl er.

Die Gemeinderatssitzung hatte mit einem Ortstermin am Bauhof begonnen, wo die Gemeinderäte die neue Rauch-Durchzündungsanlage (RDA) bis zum so genannten »Flash over« in Aktion erleben konnten. An der rund 120 000 Euro teuren RDA sollen künftig Feuerwehrler aus dem Landkreis das richtige Vorgehen bei Zimmerbränden lernen.

Der Tagesordnungspunkt »Teilbericht über die überörtliche Prüfung der Jahresrechnungen 2004 bis 2008 in Sachen Bauausgaben« ist auf die nächste Sitzung am 13. Juni verschoben worden. Der Grund: Die Gemeinderäte hatten zu wenig Zeit, sich damit zu beschäftigen. bvd