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Mehr Bauland für Einheimische

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Grabenstätt. In der Gemeinde stehen vor allem für den »einheimischen Bedarf« nicht mehr allzu viele Baugrundstücke zur Verfügung. Wie es in der jüngsten Gemeinderatssitzung hieß, stelle man deshalb Überlegungen zu einer nördlichen Erweiterung des Wohngebietes an der Erlstätter Straße in Grabenstätt und damit zur Erweiterung des dortigen Bebauungsplanes »Traunsteiner Straße«, frühere Bezeichnung der heutigen Erlstätter Straße, an.


Die dazu schon vor Jahren entwickelte erste Vorplanung, müsse nun weiterentwickelt werden, da wahrscheinlich nicht das ganze ursprünglich vorgesehene Areal zur Verfügung stehen werde, betonte Bürgermeister Georg Schützinger. Die Gemeinde habe im besagten Bereich schon einige Grundstücke gekauft, aber gegebenenfalls »muss es auch ohne den Auerbräu gehen«, mit dem man schon mehrmals gesprochen habe.

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Die dann notwendig werdenden Stichstraßen könnten eine Übergangslösung sein. Einer Änderung des gemeindlichen Flächennutzungsplans bedürfe es bei dieser Ausweitung nicht, da die Erweiterung schon vor mehr als zehn Jahren eingebracht worden sei, so der gemeindliche Geschäftsleiter Andreas Lindlacher.

Auf Anregung von Gemeinderätin Anita Kohlbeck (SPD), doch auch Bauland für Gebäude mit vier bis sechs Wohnungen zur Verfügung zu stellen, erwiderte Bürgermeister Schützinger, dass es dafür erfahrungsgemäß keinen Bedarf gebe. »Das passt da auch gar nicht hin« fügte Andreas Danzer (FWG) an. Dem schloss sich Maximilian Wimmer (CSU) an: »Es wäre vom Gesamtbild nicht zumutbar und würde nicht ins architektonische Umfeld passen.«

Für Anton Mayrhofer (FWG) sind die bisher angedachten 600 bis 700 Quadratmeter pro Grundstück »zu eng, die hocken ja aufeinander«. Es werde »eine Mischung« geben, so Schützinger. Die Kleinsten gingen aber erfahrungsgemäß am schnellsten weg. Das habe sich zuletzt in Marwang Nord wieder bestätigt, so der Rathaus-Chef.

Fremdwohnbauträger bei Einheimischen-Grundstücken seien genauso schwer vorstellbar wie die Gemeinde als Bauträger, ergänzt Geschäftsleiter Lindlacher. Die Kriterien zum Einheimischenmodell müsse man zudem überarbeiten, sie seien teilweise nicht mehr zeitgemäß.

Zum Abschluss der Sitzung gab Schützinger noch einige Informationen aus nichtöffentlicher Sitzung bekannt. So habe man die Ausschreibung für den Bau eines Geh- und Radweges in Oberwinkl vom Kreisverkehr zur Sossauer Straße aufheben müssen, weil der vorgesehene Kostenrahmen erheblich überschritten worden wäre.

Des Weiteren solle im Zuge der Anlegung eines Gehweges mit Straßenbeleuchtung entlang der Innerlohener Straße in Erlstätt auch die Innerlohener Straße selbst eine neue Decke erhalten. Die Aufträge dazu seien an die Firma Swietelsky gegangen. Wie es hieß, ergebe sich aus den Maßnahmen eine Haushaltsüberschreitung von zirka 9000 Euro, die bereits vom Gemeinderat gebilligt worden sei.

Zwei weitere Bekanntgaben betrafen den Ortsteil Marwang. Dort müssten an der Alten Dorfstraße und im Anschlussbereich an den Wohnbereich am Moorreit neue Wasserleitungen verlegt werden. Die Planung dazu übernehme das Ingenieurbüro HPC aus Übersee. Darüber hinaus müsse die Lärmschutzwand am Schwester-Elmara-Weg zur nördlich vorbeiführenden Kreisstraße hin saniert werden. Demnächst soll die Ausschreibung erfolgen. mmü