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Mehr Barrierefreiheit am Stadtplatz

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Traunstein: Mehr Barrierefreiheit am Traunsteiner Stadtplatz
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Für mehr Barrierefreiheit in der Stadt soll auch die Beleuchtung von Apothekerstiege (unser Bild) und Büchelestiege sorgen. (Foto: Hohler)

Traunstein – Über mehrere Tagesordnungspunkte hatte der Finanzausschuss in der letzten Sitzung dieses Jahres zu entscheiden. Stimmt der Stadtrat in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag auch zu, dann werden die Beschlüsse entsprechend umgesetzt.


So befasste sich das Gremium mit weiteren Verbesserungen unter dem Motto »Traunstein barrierefrei«. Stimmt auch der Stadtrat heute zu, wird es rund um den Stadtplatz bald mehrere sogenannte Plattenstreifen aus größeren Steinplatten geben, die Rollstuhlfahrern oder auch Müttern mit Kinderwagen das Überqueren des Kopfsteinpflasters erleichtern sollen. Zwischen Brothausturm und Schuhgeschäft gibt es einen solchen Streifen bereits, der auch eigens mit einem Rollstuhl gekennzeichnet ist.

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Weiter sollen die Bordsteinkanten an der St. Oswald-Straße/Ecke Bachmayerstraße, der Haslacher Straße/Ecke Seuffertstraße, am Karl-Theodor-Platz (Salinenkirche, Parkscheinautomat, Stadtplan) und am Festplatz (Stadtplan) abgesenkt werden. Verkehrsschilder sollen von schwer einsehbaren Stellen versetzt werden, »beispielsweise von einem Pfosten an eine Hausmauer, wenn dadurch die Sichtverhältnisse verbessert werden«, wie Oberbürgermeister Christian Kegel erklärte. Des weiteren solle die Beleuchtung von Apotheker- und Büchelestiege verbessert werden. Die 29 000 Euro für all diese Verbesserungen der Barrierefreiheit werden aus der Haushaltsstelle laufender Unterhalt entnommen, Zuschüsse der Städtebauförderung sind möglich. »Bei der Apothekerstiege geht es nicht nur um die Beleuchtung, auch die Stufen gehören hergerichtet«, erklärte dazu dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD). Langfristig müsse man vielleicht über eine Überdachung nachdenken, so Kegel, aber einzelne Holzstufen würden auf alle Fälle erneuert.

Weil, wie Ilona Müller von der Stadtkämmerei erklärte, Straßenlaternen so häufig umgefahren und beschädigt würden, war der dafür eingeplante Kostenansatz bereits Ende November um 16 448 Euro überschritten. »Die Leute fahren gern an die Pfosten, die dann umgebogen werden. Oben hängt vielleicht noch die Leuchte weg. Und nicht jeder meldet das auch gleich.« Dabei wurden laut Müller sogar 11 585 Euro von Unfallfahrern erstattet. Aber, so Kegel, »das muss aus Sicherheitsgründen immer sofort repariert werden.« Einstimmig beschloss der Finanzausschuss, überplanmäßige Ausgaben von 16 448 Euro zu genehmigen.

Weiter vergab der Ausschuss den Auftrag zur Reinigung und Zustandserfassung von 20 Kilometern Kanal im nördlichen Teil des Entwässerungssystems der Stadt sowie von rund 450 Schächten an den wirtschaftlichsten Bieter, die Firma KMT Kanalmesstechnik Surberg vergeben. Der Angebotspreis beträgt inklusive Mehrwertsteuer rund 140 290 Euro.

Ebenfalls einstimmig wurde der Auftrag für Estricharbeiten im Rahmen des Umbaus der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule für rund 52 750 Euro an den günstigsten Bieter, die Firma German Estrich aus Trostberg vergeben. Im Zuge der Umbauarbeiten musste aus statischen Gründen auch der Estrich im Bereich der Klassenzimmer im ersten und zweiten Stock herausgenommen und durch Trockenestrich ersetzt werden, um das Eigengewicht zu verringern. Ursprünglich sollte nur der teerhaltige Gussasphalt auf dem Estrich herausgenommen werden. Dafür waren 25 000 Euro angesetzt.

»Das ist absolut ärgerlich, dass das jetzt im Nachhinein kommt. War denn da vorher kein Statiker dabei?«, fragte Wilfried Schott von den Grünen. Doch Stadtbauamts-Leiter Klaus Hechfellner erklärte. »Das kann bei Altbauten immer mal sein, dass manche Dinge erst mittendrin zum Vorschein kommen.«

Für den Neubau der Kindertageseinrichtung an der Vonfichtstraße wird die Verwaltung demnächst die notwendigen Aufträge an Fachingenieure und ein Fachbüro vergeben. Auch das beschloss der Ausschuss einstimmig. coho

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