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Mehr Anregungen als Kritik zum neuen Bürgerhaus

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Der Plan zeigt (links oben) das jetzige Rathaus und künftige Bürgerhaus mit den rechts anschließenden Parkplätzen. Schräg rechts darunter ist das geplante neue Rathaus mit dem autofreien Dorfplatz und Maibaum zur Schule und zur Hauptstraße hin.

Übersee – Zufrieden zeigte sich Bürgermeister Marc Nitschke nach der Informationsveranstaltung über das geplante neue Gemeinde- und Bürgerzentrum. Mit dem Abriss der alten Schule und des alten Feuerwehrhauses, einem Rathaus-Neubau und der Umnutzung des bisherigen Rathauses in ein Bürgerhaus hat das beabsichtigte Großprojekt offenbar wenig Streitpotenzial. Das zeigte auch die Anwesenheit von nur rund 30 Bürgern.


»Schon seit unsere Feuerwehr vor einigen Jahren in ihr neues Feuerwehrhaus gezogen war, haben wir uns Gedanken um die Nutzung des alten Hauses gemacht«, sagte Nitschke. Vieles war seither geplant und wieder verworfen worden. »Nun sind wir mit unseren Überlegungen an einem Scheidepunkt angekommen, wo wir die Bürger gerne mitnehmen und ihre Wünsche hören wollen.«

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Noch einmal zeigte Simon Bauer vom Traunsteiner Büro Strasser und Partner die Chronik der Planungsschritte auf. Schnell war klar geworden, die Nutzung des alten Feuerwehrhauses nicht separat zu prüfen, sondern mit der Frage eines neuen Rathauses und Bürgerhauses sowie der Zukunft der alten Schule zu verknüpfen. Eine Zäsur kam, als die Kosten für das Rathaus ermittelt waren. Der Umbau der alten Schule in ein Rathaus war mit 3,4 Millionen Euro veranschlagt worden, ein Neubau mit nur drei Millionen. Der Gemeinderat entschied sich für einen Neubau. Von da an ging es bei der Grobplanung in erster Linie um die Standortfrage.

Die von den Planern und der Verwaltung favorisierte aktuelle Version, die in etwa der Lage des alten Feuerwehrhauses entspricht, erhielt in der Versammlung breite Zustimmung. Sie sieht eine Ost-West-Firstausrichtung und einen Haupt-eingang im Süden vor, wo sich ein Dorfplatz mit Maibaum anschließt. Die Parkflächen sind östlich des späteren Bürgerhauses vorgesehen.

Detailplanungen des wahrscheinlich zweigeschossigen, neuen Rathauses gebe es noch nicht, sagten die Planer auf Anfrage. Einige Bürger sorgten sich um einen leichten Zugang für Behinderte zum Rathaus. Dieser sei mit einem geplanten Nebeneingang, nur wenige Meter vom Parkplatz entfernt, garantiert, so der Bürgermeister. Die Anregung für eine Tiefgarage erwies sich als indiskutabel. Laut Planer Gerhard Hajer seien die Kosten mit 20 000 bis 25 000 Euro pro Platz unwirtschaftlich und für die Gemeinde nicht zu schultern.

Die meisten Tipps und Anregungen aus der Bürgerschaft betrafen die effektivsten An- und Abfahrten auf die Parkflächen, vor allem für die Bring- und Holdienste der Schulkinder.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch über die Sanierung der Dorfstraße von der Überseer Bachbrücke bis zum ehemaligen Feuerwehrhaus einschließlich der Gehsteige gesprochen. Vor allem soll dabei die gefährliche Kreuzung im Bereich Dorf- und Ringstraße durch eine Verengung mittels Grünflächen entschärft werden. Diese Lösung hielten einige Bürger für unpraktisch, da LKW diese Grünflächen beim Ab- oder Einbiegen »niederwalzen« könnten. Der Vorschlag einer Einbahnstraße wurde verworfen, weil keine geeignete Parallelstraße vorhanden sei. Die Planer sicherten zu, noch einmal die Radien und die Lage der Verengungen hinsichtlich eines reibungslosen Gegenverkehrs bei gleichzeitiger Gefahrenminimierung zu überprüfen. bvd