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Mehr als 75 Einsätze pro Tag

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2015 war für die BRK-Rettungskräfte ein sehr arbeitsreiches Jahr. (Foto: BRK Traunstein)

Für den Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im Landkreis Traunstein ist 2015 ein sehr betriebsames Jahr gewesen. Die Rettungskräfte leisteten insgesamt 27 443 Einsätze – das sind 1598 Einsätze beziehungsweise 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr.


Pro Tag rückten die BRK-Helfer im Schnitt zu mehr als 75 Einsätzen aus, 2014 waren es noch rund 70. Das Gros der zusätzlichen Einsätze entfiel auf Krankentransporte (14 381). In diesem Bereich gab es eine Steigerung von mehr als elf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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»Für diese Zunahme gibt es meines Erachtens zwei Gründe. Zum einen machen sich der demografische Wandel und die damit verbundene Alterung der Gesellschaft bemerkbar. Zudem hat sich in den letzten Jahren die Krankenhauslandschaft spürbar verändert. Die Kliniken sind mittlerweile sehr unterschiedlich spezialisiert, sodass mehr Krankentransporte nötig sind, um die Patienten zu den erforderlichen Behandlungen bringen zu können«, erklärt Jakob Goëss, der Leiter des BRK-Rettungsdiensts.

Einen leichten Rückgang gab es bei den Notarzteinsätzen (4671) zu verzeichnen, die Zahl der Notfalleinsätze (2548) blieb hingegen nahezu unverändert. In den beiden Bereichen fielen vor allem internistische Notfälle (4267) sowie Verkehrsunfälle (480) ins Gewicht.

Zum ersten Mal wurden 2015 in einem Jahr mehr als 900 000 Kilometer im Einsatz zurückgelegt. Die 100 hauptamtlichen und 85 ehrenamtlichen BRK-Rettungsassistenten kamen gemeinsam auf insgesamt 914 857 Einsatzkilometer. Diese Zahl entspricht rund 23 Erdumrundungen und bedeutet einen Schnitt von gut 33 Kilometern pro Einsatz.

Generell übernimmt das Rote Kreuz mit einem Anteil von 96 Prozent den Rettungsdienst im Landkreis Traunstein weiterhin nahezu komplett. fb