weather-image
26°

Max-Fürst-Jugend-Preis: Salinenwesen und Migration Themen der Schüler

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Förderpreise, dotiert vom Landrat, gingen unter anderem an zwei Schüler der FOS-BOS: an Florian Speckbacher und Yannick Surkau (Zweiter beziehungsweise Dritter von rechts). Über die Auszeichnungen freuten sich stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber (rechts) und Hans Helmberger, der Vorsitzende des Historischen Vereins. Eine Jury mit Mitgliedern aus dem Verein prämierte die Schülerarbeiten. (Foto: Pültz)

Traunstein – Die einen drehten einen computeranimierten Film über den Verlauf der früheren Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein, die anderen erstellten eine Broschüre über Migranten, die nach Deutschland kamen: Thematisch vielfältig sind die Schülerarbeiten, die den Max-Fürst-Jugend-Preis des Landrats erhalten haben.

Anzeige

Der Historische Verein für den Chiemgau zu Traunstein ehrt Jahr für Jahr nicht nur einen Erwachsenen, der sich besondere Verdienste um die Erforschung der Heimatgeschichte beziehungsweise in der Heimatpflege erworben hat – heuer bekam Otto Huber die Auszeichnung –, sondern auch Jugendliche. So vergibt er im Auftrag des Landrats den Max-Fürst-Jugendpreis. Heuer verteilte die Jury zwei Anerkennungs- und fünf Förderpreise. Willi Schwenkmeier würdigte die Leistungen.

Elf Arbeiten habe die Jury diesmal zur Auswertung bekommen, sagte er. Die thematischen Schwerpunkte seien das Salinenwesen und die Migration gewesen. In der Würdigung der einzelnen Preisträger war Schwenkmeier voll des Lobes für die Schüler. Von Ergebnissen, die höchst lesens- und – was die Filme betrifft – sehenswert seien, sprach er, von beeindruckenden Arbeiten, die Respekt verdienen. Schwenkmeier hoffte, dass die Schüler das Interesse an der Heimatgeschichte nicht verlieren.

Oberbürgermeister Christian Kegel sagte, dass die Kenntnis der Vergangenheit von großer Bedeutung für die Identitätsfindung einer Region und ihrer Menschen in der Gegenwart sei. Und wichtig sei, dass sich auch und gerade Jugendliche mit einklinken.

Stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber betonte, dass sich die ausgezeichneten Jugendlichen mit viel Herz ihrer Heimat angenommen hätten. Schmidhuber hoffte, dass sie ihre Neugier und ihr Interesse an deren Geschichte bewahren.

Einen Anerkennungspreis erhielt Sabrina Huber von der FOS-BOS Traunstein, die sich mit der Thematik »Eine Lokalzeitung im Wandel« befasste, ein zweiter ging an einige Mädchen von der Walter-Mohr-Realschule Traunreut, die im Rahmen des Themas »Brücken bauen zwischen den Generationen« Einwanderer in Traunreut befragten.

Fünf Förderpreise bekamen drei Gruppen und zwei einzelne Schüler. Auszeichnungen erhielten vom Chiemgau-Gymnasium Traunstein die beiden P-Seminare zum einen von Nils Bödeker und zum anderen von Stefan Schuch, die sich beide mit Themen aus der Salzgeschichte befassten und ein virtuelles Geländemodell der historischen Soleleitung von Bad Reichenhall nach Traunstein beziehungsweise ein Video »Der Weg des Holzes zur Traunsteiner Saline« drehten. Das P-Seminar von Sylvia Kettenberger im Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg erstellte eine Broschüre »Migranten erzählen – Auf dem Weg in die neue Heimat«.

Florian Speckbacher von der FOS-BOS Traunstein befasste sich mit dem Nationalsozialismus und dessen Einfluss auf das gesellschaftliche Leben in Grassau. Und Yannick Surkau, auch er ein Schüler der FOS-BOS, produzierte einen Kinder-Stadtführer zur Orientierung in der Stadt Traunstein.