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Max-Aicher-Arena: Kosten deutlich höher als geplant

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Die Bau- und Betriebskosten für die Max-Aicher-Arena liegen 1,4 Millionen über dem Planansatz. Das geht aus der Jahresrechnung der Gemeinde Inzell hervor. (Foto: Bauregger)

Inzell. In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Inzeller Gemeinderat mit der Jahresrechnung 2013. Im Zusammenhang mit dem Bau und dem Betrieb des Bundesleistungszentrums sieht Josef Rieder, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, mit Besorgnis auf die Kostenentwicklung. Zumal die Höhe der Fördergelder nach oben hin begrenzt ist. Insgesamt empfahl der Rechnungsprüfungsausschuss aber, die Jahresrechnung anzunehmen und die Verwaltung zu entlasten. Dieser Empfehlung folgte der Gemeinderat einstimmig.


Ausführlich nahm Rieder Stellung zu den Ergebnissen der Rechnungsprüfung, bei der besonders die Kostensituation im Zusammenhang mit dem Bau und dem Betrieb des Bundesleistungszentrums, der Max-Aicher-Arena, unter die Lupe genommen wurde. Mit Stand November 2013 liegen die Baukosten demnach 1,4 Millionen Euro über dem Planansatz.

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Hier sieht Rieder aber noch ein erhebliches Risiko durch Kosten, welche durch die Rechtsauseinandersetzung im Zusammenhang mit der Beseitigung der Baumängel auf die Gemeinde zukommen könnten. Da die Höhe der Gelder aus dem Förderprogramm von Land und Bund gedeckelt ist, träfen diese Mehrkosten die Gemeinde im vollen Umfang.

Die Beträge der Einnahmen und Ausgaben für den Betrieb betrachtete der Ausschuss nach Steuern. 2012 liefen Kosten von 451 000 Euro auf, die ebenfalls über das geplante Maß hinausgehen. Der Stellvertretende Bürgermeister Sigi Walch wollte wissen, inwieweit die Mehrkosten beim Bau durch Wünsche des Gemeinderates oder durch sinnvolle Ergänzungen gegenüber der Planung entstanden seien. Rieder konnte hier keine konkreten Aussagen machen, da diese Ausgaben nicht gesondert aufgeschlüsselt sind. Angesichts der Menge der Buchungen wäre eine Prüfung auf ehrenamtlicher Basis im Ausschuss zudem unmöglich zu bewerkstelligen gewesen.

Bürgermeister Martin Hobmaier wies bezüglich der Mehrkosten darauf hin, dass unter anderem die Eishockeybande mit 100 000 Euro zu Buche schlug, der große Balkon über dem Hallen-Eingangsbereich »eine sechsstellige Summe« verschlang und Kunststoffsitze nachträglich angeschafft wurden. Der Leiter des Bundesleistungszentrums, Hubert Graf, ergänzte, dass auch die Asphaltierung der Straße rund um die Arena erhebliche Mehrkosten verursacht hat.

Hobmaier gab noch bekannt, dass die Gaststätte an der Max-Aicher-Arena derzeit aus Krankheitsgründen nur provisorisch geführt werden kann, bis zu den nächsten Großveranstaltungen aber sicher eine Lösung gefunden werden könne. Gespräche laufen derzeit noch. Zudem informierte der Bürgermeister das Gremium darüber, dass die Grundlagenarbeit von Chris Lombardi zur Vermarktung der Max-Aicher-Arena vorerst abgeschlossen ist. Der neue Internetauftritt soll demnächst freigeschaltet werden. Lombardi ist aber nach wie vor in die Suche nach Sponsoren und Veranstaltern für die Eishalle mit eingebunden. wb