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Matthias Lamers ist neuer Feuerwehr-Vorsitzender

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Ausgeschiedene und neue Vorstandsmitglieder der Feuerwehr Matzing sind (von links): Florian Ettmayr, Robert Niedl, Martin Wallner, Konrad Schneider, Josef Dandl, Michael Geppert, Matthias Lamers, Sebastian Zunhammer, Peter Schneider, Albert Babuczki und Wolfgang Schlicht. (Foto: Mix)

Traunreut. Die Freiwillige Feuerwehr Matzing hat mit Matthias Lamers einen neuen Vorsitzenden. Der bisherige Vorsitzende Josef Dandl stellte sich nicht mehr zur Wahl. Im vergangenen Jahr absolvierte die Wehr 23 Einsätze, die sich in erster Linie auf technische Hilfeleistungen bei Unfällen an der Bundesstraße 304 beschränkten. 2014 feiert die Feuerwehr ihr 125. Gründungsfest in einer gemeinsamen Festwoche mit der Schützengesellschaft »Zur Heimat« vom 24. Mai bis 1. Juni.


Amtszeit auf drei Jahre verkürzt

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Bei den Neuwahlen ergaben sich einige Veränderungen. Schon im Vorfeld stimmte die Versammlung darüber ab, die Amtszeit von sechs auf drei Jahre zu verkürzen, um eventuell mehr Mitglieder zu einer Kandidatur bewegen zu können. Die Verkürzung gilt nur für den Vorstand, die Kommandanten sind davon nicht betroffen. Bei der Wahl wurde Matthias Lamers, der bisher Stellvertretender Vorsitzender war, als neuer Vorsitzender gewählt. Sein Stellvertreter ist ab sofort Sebastian Zunhammer jun., Schriftführer ist Albert Babuczki. Die bisherige Schriftführerin Carina Zunhammer trat nicht mehr an. Die Kasse bleibt in den Händen von Wolfgang Schlicht. Beisitzer sind Michael Geppert, Robert Niedl jun., Peter Schneider und der bisherige Vorsitzende Josef Dandl.

Kommandant Florian Ettmayr berichtete von 23 Einsätzen, für die 452 Stunden aufgewendet wurden. Die Einsätze teilen sich auf in 19 technische Hilfeleistungen, einen Brand, 2 Termine der Öffentlichkeitsarbeit und einen Fehlalarm. Zu den Einsätzen kommen 59 Schulungs- und Übungstermine mit 637 geleisteten Stunden. Zusammen mit weiteren Aufwendungen für die Ausbildung der Jugend, die Vorbereitung der Führungskräfte, Besprechungen des Festausschusses 2014 und Reparaturen oder Pflege am Gerätehaus erbrachten die Mitglieder der Feuerwehr Matzing letztes Jahr 2039 Stunden. Der Stand der Aktiven Mitglieder beträgt derzeit 27. Dazu kommen sieben Buben in der Jugendgruppe. Zusammen mit den Passiven zählt die Wehr 137 Mitglieder.

Jugendwart Michael Geppert zählte sieben Schulungen und fünf Übungen der Jugendgruppe sowie Gemeinschaftsaktionen mit den übrigen Jugendgruppen der Stadtfeuerwehren auf. Die älteren Jugendlichen würden bereits teilweise in die Übungen der Aktiven mit eingebunden. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung ehrte der Kommandant seinen Stellvertreter Martin Wallner für 30 Jahre Aktiven Dienst bei der Feuerwehr. Die Kasse schloss 2012 laut Kassenwart Wolfgang Schlicht mit einem Plus in Höhe von 2897 Euro.

Neues Gerätehaus und neues Löschfahrzeug

Josef Dandl blickte auf elf Jahre als Vorsitzender zurück. Gleich nach seiner Wahl im Jahr 2002 sei das alte Feuerwehrhaus abgebrannt und der Neubau eines Gerätehauses habe danach allen viel Arbeit und Zeit abverlangt. Zusammen mit den Matzinger Schützen sei der Bau realisiert worden und im Herbst 2004 konnten beide Vereine einziehen. Ein weiterer wichtiger Punkt in seiner Zeit als Vorsitzender sei die Anschaffung des neuen Fahrzeuges, eines LF 10/6, im Jahr 2008 gewesen. »Nun sind wir für die Zukunft gut gerüstet und eine Herausforderung ist nur noch die Mannschaftsstärke, da dürften wir mehr sein«, betonte Josef Dandl.

Für heuer stehen folgende Termine der Feuerwehr fest: bei der Aktion Sauberes Traunreut am 13. April wird sich die Jugendgruppe engagieren, das Matzinger Dorffest findet am 18. Mai statt und auch beim Kreisjugendfeuerwehrtag in Traunreut am 13. Juli sind die Matzinger mit eingebunden. Gründungsfeste umliegender Feuerwehren sind am 29. Juni in Trostberg, am 14. Juli in Lampoding und am 28. Juli in Hart. Auch das eigene Gründungsfest im nächsten Jahr beschäftigt Vorstand und Festausschuss, die Planungen haben bereits begonnen.

Bürgermeister Franz Parzinger dankte dem scheidenden Vorsitzenden für seine hervorragend Arbeit und der Wehr für ihre Einsätze. Wenn auch erfreulicherweise weniger Brände anstanden, so zeigten die Unfälle auf der Bundesstraße doch, wie wichtig es ist, in Matzing eine Feuerwehr zu haben.

Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein ging in seinem Grußwort auf das Thema Nachwuchs ein, das in allen Feuerwehren gleichermaßen ein Problem sei. Von 1300 Feuerwehren in Bayern hätten inzwischen 400 gar keine eigene Jugendausbildung mehr. Der Kreisbrandinspektor verwies auf die Rauchmelder-Pflicht, die ab 2017 gelte. Er ermahnte die aktiven Feuerwehrler, bei Einsätzen eine Anwesenheitsliste zu führen und eventuelle Unfälle der Einsatzkräfte sofort zu melden. Immer wieder würden Folgeschäden solcher Unfälle gemeldet, die nur schwer nachgeprüft werden könnten.

Der neue Vorsitzende Matthias Lamers betonte in seinem Schlusswort, dass er weiterhin das Dorfleben aufrechterhalten und die Gemeinschaft stärken sowie die Traditionen erhalten wolle. mix