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Maskottchen Vinzenz soll die Werbetrommel rühren

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Ausgestattet mit verschiedenen Utensilien sowie einem »Werkzeugkoffer« soll Museumsmaskottchen Vinzenz Außenwerbung für das Ruhpoldinger Holzknechtmuseum in anderen bayerischen Museen machen. (Foto: Holzknechtmuseum)

Traunstein – Mit dem Projekt »Vinzenz on Tour« will das Holzknechtmuseum in Ruhpolding ab Januar 2017 neue Akzente setzen, um für das Museum bayernweit zu werben. Was es mit der Spielfigur – deren Namensgeber der Hl. Vinzenz, der Patron der Holzknechte, ist – auf sich hat, darauf ging Museumsleiter Simon Hamper am Donnerstag bei der Sitzung des Zweckverbands im Landratsamt ein. Zudem wurde der Haushaltsplan 2017 vom Gremium besprochen und bewilligt.


Ins Leben gerufen wurde das Museumsmaskottchen Vinzenz im April dieses Jahres von Simon Hamper. Der »wohl kleinste Museumspädagoge der Welt«, wie Hamper die Spielfigur Vinzenz bei seinem Vortrag nannte, soll ab Januar für das Holzknechtmuseum als »Praktikant« auf Reisen gehen. Erste Stationen werden das Levi-Strauß-Museum in Buttenheim, der Kulturspeicher in Würzburg und das Stadtmuseum in München sein. Auch die Pinakothek in München hat bereits Interesse signalisiert, wie Hamper erklärte.

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Bayerische Museen können Thema Holz frei umsetzen

Vinzenz soll dabei der Frage nachgehen, was alles in Museen aus Holz oder mit Holz gemacht wird. »Wie die Museen das umsetzen oder welche Projekte sie museumspädagogisch entwickelt, das können sie selbst entscheiden, vom Holzknechtmuseum wird lediglich das Thema Holz vorgegeben«, so Hamper. Was Vinzenz auf seiner Praktikumstour alles erlebt, können die Besucher in der Dauerausstellung des Museums in Ruhpolding erfahren. Zudem wird Vinzenz über seine Erlebnisse auf der Facebook-Seite des Holzknechtmuseums berichten. »Wir erhoffen uns von dieser Aktion einerseits eine bessere digitale Vernetzung der Museen untereinander«, berichtet Hamper. Andererseits wollen man auf diesem Weg auch Besucher anderer Museen auf das Holzknechtmuseum aufmerksam machen.

Zuvor hatte Friedrich Haberlander von der Finanzverwaltung der Gemeinde Ruhpolding den Zweckverband-Haushalt 2017 vorgestellt. Haberlander konnte darauf verweisen, dass auch im kommenden Jahr der Zweckverband keine Kredite für Investitionen aufnehmen müsse. Der Gesamthaushalt soll 394 400 Euro betragen (370 400 in 2016). Der Anstieg ist auch auf höhere Personalkosten bei gleichzeitig gesunkenen Einnahmen aus Eintritten, Standgebühren und dem Museumsshop zurückzuführen. Haberlander ergänzte jedoch, dass die Personalkosten in 2016 etwas zu gering kalkuliert worden waren und diese nun angepasst wurden. Da im kommenden Jahr zwei Großveranstaltungen – die Almkirta und der Bergadvent, die beide nicht jährlich vom Holzknechtmuseum ausgerichtet werden – wegfallen, seien auch die Einnahmen in 2017 geringer anzusetzen.

Umlage beträgt im kommenden Jahr 217 200 Euro

Für das Haushaltsjahr 2017 wird eine Umlage in Höhe von 217 200 Euro nötig. Für die drei Verantwortungsträger im Zweckverband – der Bezirk Oberbayern, der Landkreis Traunstein und die Gemeinde Ruhpolding – beläuft sich damit die Umlage auf je 72 400 Euro im kommenden Jahr. Das Gremium stimmte dem Haushaltsplan 2017 einstimmig zu.

Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler berichtete in seinem Ausblick für die kommende Museumssaison. Dabei stellte Pichler die Notwendigkeit heraus, dass ein Gesamtkonzept notwendig sei, um alle möglichen und nötigen Fördermittel aus dem LEADER-Programm und seitens der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern zu erhalten. Das dreigliedrige Gesamtkonzept müsse dabei die Punkte Neugestaltung der Dauerausstellung, Barrierefreiheit des Hauptgebäudes und die Konzeptionierung eines Depots beinhalten. Pichler verwies dabei auf die Forderung der Landesstelle, dass »wir gerade die Depotlösung bei der Planung und Neukonzeptionierung nicht aus den Augen verlieren dürfen«. In einem Antrag stimmte das Gremium einstimmig zu, dass für die Haushaltsjahre 2018 bis 2020 die Maßnahmen für die Dauerausstellung und der Barrierefreiheit umgesetzt werden sowie bis zum Haushaltsjahr 2021 die Planung für ein Depot umgesetzt wird.

Im Rückblick auf die Museumssaison 2016 verwies Museumsleiter Simon Hamper auf die Ausstellung »Expedition holz«, den Aktionstag, das Familienfest und die Almkirta. Der Bergadvent bildet eine Art Abschluss der Museumssaison, er findet am ersten und zweiten Adventswochenende auf dem Gelände des Holzknechtmuseums statt. Erfreulich sei die Steigerung der Besucherzahlen auf 24 732 bis einschließlich Oktober (23 386 in 2015). Für den Bergadvent am kommenden ersten und zweiten Adventswochenende werden viele Besucher erwartet.

Aktionen am Vatertag 2017 geplant

Für das kommende Jahr sind, so Hamper, der bewährte Aktionstag und das Familienfest als größere Aktionen geplant, sowie eine Veranstaltung für den Vatertag. Genaueres zum Programm werde aber erst in der Frühjahrssitzung bekannt gegeben. Zudem werde derzeit an einem Konzept für Theateraufführungen, die regelmäßig während des Jahres stattfinden sollen, gearbeitet. vew

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