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Maschinen- und Lagerhalle bei Großbrand zerstört

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Lichterloh brannte die Maschinen- und Lagerhalle eines Bauernhofes in Strohhof. Trotz eines Großaufgebotes von rund 180 Feuerwehrleuten konnte das Gebäude nicht mehr gerettet werden. Weitere Bilder finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos ud unserer Intenetseite. (Foto: FDL Lamminger)

Fridolfing – Bei einem Großbrand wurde in der Nacht zum Montag die Maschinen- und Lagerhalle eines Bauernhofes im Fridolfinger Ortsteil Strohhof völlig zerstört.


Die mit einer Photovoltaikanlage ausgestattete Halle, in der landwirtschaftliche Geräte untergebracht waren, wurde ein Raub der Flammen. Mehrere Personen wurden bei dem Feuer leicht verletzt und mussten von Notarzt und Rettungsdienst behandelt werden. Zwei im Stall untergestellte Pferde kamen ums Leben. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen der Feuerwehr mehrere 100 000 Euro, die Polizei spricht von einer Schadenssumme in Millionenhöhe.

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Kurzz nach 23.30 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Traunstein die Feuerwehren in Fridolfing und Umgebung, nachdem ein Nachbar das Feuer bemerkt und über Notruf gemeldet hatte. Schon auf der Anfahrt konnten die anrückenden Feuerwehren bestätigen, dass eine etwa 40 Meter lange Lagerhalle lichterloh in Flammen steht. Die Floriansjünger aus Fridolfing, Pietling, Törring, Tittmoning, Kirchheim, Kay, Waging und Trostberg konzentrierten sich bei den Löscharbeiten zunächst darauf, einen nahen Kuhstall und ein Wohnhaus vor den Flammen abzuschirmen und ein Ausweiten des Feuers zu verhindern.

Mehrere Drehleitern wurden in Stellung gebracht, sodass der Brand auch von oben bekämpft werden konnte. Um ausreichend Löschwasser bereit zu haben, wurde Wasser aus der Götzinger Ache gepumpt und mit langen Schlauchleitungen zur Brandstelle befördert. Bis diese Versorgung zur Verfügung stand, wurden alle verfügbaren Tanklöschfahrzeuge eingesetzt.

Wegen der starken Rauchentwicklung mussten viele der Feuerwehrmänner und -frauen mit Atemschutzgeräten arbeiten. Um dafür genügend Kräfte zur Verfügung zu haben, wurden die Feuerwehren aus Lampoding und Tettenhausen zur Verstärkung nachalarmiert. Gegen 1.30 Uhr, rund zwei Stunden nach Brandausbruch, war das Feuer weitestgehend unter Kontrolle und gelöscht. Die benachbarten Gebäude konnten von den Floriansjüngern erfolgreich geschützt werden. Trotz des Großaufgebots der Feuerwehr brannte die Lagerhalle jedoch aus und stürzte in sich zusammen.

Neben den zehn Feuerwehren mit rund 180 Mann waren auch zahlreiche Einsatzkräfte des Rettungsdienstes angerückt. Sie mussten fünf Personen mit leichten Verletzungen vor Ort versorgen. Ein Transport in eine Klinik zur Weiterbehandlung war jedoch nicht notwendig. Im Einsatz waren auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) aus Traunstein und die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG-SanEL). In den frühen Morgenstunden konnten die meisten Feuerwehren wieder abrücken. Die Ortsfeuerwehr blieb als Brandwache vor Ort. Die Ursache des Großbrandes ist noch unklar. Die entsprechenden Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Traunstein übernommen. pv