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Maschinen- und Lagerhalle bei Großbrand zerstört

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Lichterloh brannte die Maschinen- und Lagerhalle beim Eintreffen der Feuerwehren – sie war nicht mehr zu retten. Weitere Bilder finden sie unter www.traunsteiner-tagblat.de/fotos im Internet. (Foto: FDL/Lamminger)

Taching am See – Nächtlicher Großeinsatz für die Feuerwehren rund um Tengling: Ein verheerendes Feuer hat am späten Mittwochabend die Maschinen- und Lagerhalle eines landwirtschaftlichen Betriebs in Mönchspoint zerstört. Trotz des Einsatzes von elf Feuerwehren, die mit über 180 Mann anrückten, brannte das alleinstehende Gebäude völlig nieder. Eine Feuerwehrfrau wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt.


Die Höhe des Sachschadens kann nach Angaben der Feuerwehr noch nicht beziffert werden, dürfte aber mindestens 200 000 Euro betragen. Was das Feuer ausgelöst hat, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Am Mittwoch um 22.37 Uhr heulten die Sirenen der Feuerwehren am Nordende des Tachinger Sees und im weiteren Umland. Die Feuerwehren Tengling, Taching, Tettenhausen, Törring, Waging, Gaden, Kay, Kirchheim, Pietling, Palling und Trostberg wurden von der Integrierten Leitstelle Traunstein mit dem Alarmstichwort »B 4 – Großbrand landwirtschaftliches Anwesen« zum Einsatz gerufen. Die ersten zum Brandort eilenden Löschmannschaften sahen schon von Weiten eine Rauchsäule in den klaren Nachthimmel aufsteigen und Flammen loderten aus dem Gebäude. Die Maschinenhalle steht rund 100 Meter abseits des Tachinger Ortsteils Mönchspoint, sodass keine benachbarten Gebäude in Gefahr waren und von den Löschtrupps abgeschirmt werden mussten. Auch befinden sich in unmittelbarer Nähe des Brandorts keine Waldflächen, die aufgrund der großen Trockenheit und hoher Waldbrandgefahr hätten geschützt werden müssen. Zudem war es windstill und eine Gefährdung durch Funkenflug konnte ausgeschlossen werden. Um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben, errichteten die Floriansjünger mehrere Hundert Meter lange Schlauchleitungen vom Ortsteil Haus und von Tengling bis zur Brandstelle, was für die Feuerwehrler bei den warmen Nachttemperaturen sehr anstrengend war. Bis die erweiterte Wasserversorgung stand, wurde für den »Erstangriff« auf die Wasserreservoire der Tanklöschfahrzeuge zurückgegriffen. Zahlreiche Löschtrupps wurden rund um das brennende Gebäude postiert und spritzten unaufhörlich Wasser auf die Flammen.

Trotz des Großaufgebots an Feuerwehren konnte nicht verhindert werden, dass die Lagerhalle völlig niederbrannte. Dem Landwirt gelang es zwar noch kurz nach Brandausbruch einen Traktor und Kipper aus dem Gebäude zu fahren. Weitere Maschinen, eingelagertes Heu sowie Brennholz wurden jedoch ein Raub der Flammen. Eine Feuerwehrfrau wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt, sie wurde von einem Feuerwehrarzt versorgt – eine Behandlung in einer Klinik war nicht notwendig. Von Seiten des Rettungsdienstes standen zunächst eine Notarzt- und eine Rettungswagenbesatzung des Roten Kreuzes bereit. Sie wurden später von der Schnell-Einsatz-Gruppe des Roten Kreuzes aus dem Salzachtal abgelöst, die für die Einsatzkräfte als Sicherheitsabstellung während der Löscharbeiten parat stand.

Die Einsatzleitung der örtlich zuständigen Feuerwehr Tengling wurde von den Kreisbrandinspektoren Günter Wambach und Manfred Unterstein und von Kreisbrandmeister Georg Fleischer unterstützt. Für die Sicherstellung der Kommunikationswege und Dokumentation wurde die Unterstützungsgruppe »Örtliche Einsatzleitung« (UG-ÖEL) aus Traunstein zur Einsatzstelle beordert. pv