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Martina und Regina Huber dominierten

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Martina Huber aus Wildenwart siegte bei den Aktiven Dirndln I. (Foto: Flug)

Unterwössen – Freudentränen und eine neue Zusammensetzung der Gaudirndl-Gruppe im Chiemgau-Alpenverband – das brachte das Gaudirndldrahn beim 80. Gaufest im Festzelt am Streichenweg in Unterwössen. Knapp 100 Dirndln aus den 23 Trachtenvereinen im Gau nahmen daran teil. Sie lieferten sich einen langen, aber vor allem auch spannenden Wettbewerb.


In seiner kurzen Begrüßungsrede zeigte sich Gauvorstand Miche Huber stolz auf die Arbeit und Qualität in den Vereinen: »Eine solche Qualität muss uns erst einmal einer nachmachen. In dieser Festwoche zeigen wir, was uns ausmacht. Und es ist wahrlich nicht wenig, was wir zu bieten haben. Wir sind gut aufgestellt.«

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Viel Applaus für die Leistungen der Dirndln

Fachkundig beobachteten die Trachtler die konzentrierten Auftritte, fieberten mit. Sie sparten nie an Beifall für gute Leistungen, applaudierten Dirndln der Nachbarvereine. Wenn ein Patzer, ein Fehlgriff berechtigte Hoffnungen eintrübte, ging ein mitfühlendes Stöhnen durchs Publikum und es gab Beifall zum Trost. Das war verdient, denn die Dirndln auf der Bühne waren hoch konzentriert. Ihre Auftritte verdienten sämtlich den Beifall. Und was kam heraus?

Es war nervenzerreißend, wie der stellvertretende Gauvorstand Georg Westner den Siegernamen hinauszögerte. Doch dann war er heraus: ein Aufschrei bei den Wildenwartern und donnernder Applaus, unterbrochen von Jubeljuchzern, für ihre Martina Huber. Der Siegerin bei den Aktiven Dirndln I gratulierten neben Gauvorstand Michi Huber auch Gauvorplattler Thomas Stoib, seine Stellvertreter Andi Hell und Max Irlinger sowie Gaujugendleiter Christoph Bauer. Ganz begeistert war auch die neue Gaudirndl-Vertreterin Anna Pfisterer. Sie alle hatten den Wettbewerb besonders verfolgt, weil sie von der Bühne aus durch den Abend führten.

Bei den Aktiven Dirndln II setzte sich Regina Huber aus Übersee durch. Die Begeisterung war auch hier groß.

Spannend war die Frage nach den Dirndln auf den weiteren Plätzen in jeder Klasse. Die ersten Sieben, also insgesamt 14 Dirndln, bilden die neue Gaudirndl-Gruppe. Bei den Aktiven Dirndln I sind das in der Reihenfolge der Platzierung Martina Huber aus Wildenwart, Martina Pfisterer aus Übersee, Johanna Auer aus Unterwössen, Irmengard Huber aus Wildenwart. Katharina Osterhammer aus Staudach, Magdalena Löhmann aus Prien und Christina Durigon aus Bernau. Bei den Aktiven Dirndln II heißt die Reihenfolge Regina Huber aus Übersee, Anna Hauser aus Reit im Winkel, Anna Pfisterer aus Übersee, Anna Gründler aus Schleching, Marlies Huber aus Wildenwart, Alexandra Schmid aus Niederaschau und Tanja Bachmann aus Übersee.

Die Klasse Aktive Dirndln I der Jahrgänge 1996 bis 1999 mit 51 gemeldeten Teilnehmerinnen hatten den Vogelfänger gedreht. Sechs Preisrichter bewerteten ihre Leistungen: Engelbert Steiner aus Übersee, Klaus Aiblinger aus Niederaschau, Andreas Hell aus Schleching, Christoph Bauer jun. aus Sachrang, Andreas Scheck aus Marquartstein-Piesenhausen und Franz Summerer aus Greim-harting.

Die Aktiven Dirndln II der Jahrgänge 1995 und früher hatten 41 Teilnehmerinnen gemeldet. Sie tanzten zum Glöckei. Ihre Bewertung lag bei Sepp Hacher aus Marquartstein-Piesenhausen, Peter Reiter aus Niederaschau, Viz Brandstetter aus Unterwössen, Lorenz Obermüller aus Prien, Lorenz Mühlberger und Lambert Huber aus Wildenwart.

Konzentrierte Leistung auch von Preisrichtern und »Musi«

Trotz des Preisrichterwechsels zwischen den Klassen war es für alle Bewerter eine hohe Konzentrationsleistung, wenn sie im weiten Kreis auf der Bühne den Dirndln die volle Aufmerksamkeit schenkten, während rundherum das betriebsame Festzelt lärmte. Ähnlich traf es die »Wössner Tanzlmusi«, die durch zwei Halbzeiten mit Verlängerung ging. Nachdem die beiden Klassen durchlaufen waren, mussten sie zum Rittern aufspielen. Hochpräzise spielten sie einen Einsatz wie den anderen.

Dass im Hintergrund das Auswertungskomitee werkelte, bemerkten die Zuschauer, wenn Anton Brandstetter nach jeder Runde die Wertungszettel einsammelte und wieder verschwand. Wie effektiv das vierköpfige Team mit Jürgen Wiegmann, Willi Singhartinger, Claudia Rabe und Anita Moka wirkte, wurde offensichtlich, als bereits kurz nach dem letzten Rittern die Siegerehrung anstand. lukk

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