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Martin Pauli ist neuer CSU-Vorsitzender in Chieming

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Landtagsabgeordneter Klaus Steiner (Zweiter von links) stellte den neuen CSU-Ortsvorsitzenden Martin Pauli (Dritter von links) und seine zwei Stellvertreter vor, Stefan Reichelt (links) und Josef Mayer junior. (Foto: Humm)

Chieming – Martin Pauli ist neuer Vorsitzender der CSU Chieming. Er wird im April 23 Jahre alt, hat nach dem Abitur Industriekaufmann gelernt und studiert derzeit berufsbegleitend Wirtschaftsingenieurwissenschaften. »Kommunalpolitik zu gestalten ist für mich sehr wichtig. Ich habe bei der Gemeinderatswahl 2014 gut abgeschnitten und werde mich mit großem Engagement einbringen«, sagte er als Begründung für seine Bewerbung um das Ehrenamt.


Er löst Christian Schindler ab, der drei Jahre lang Vorsitzender war, sich aber aus persönlichen Gründen zur Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stellte. Zu Stellvertretenden Vorsitzenden wurden wie bisher Josef Mayer junior und neu Stefan Reichelt gewählt. Das Amt des Schatzmeisters übt weiterhin Thomas Schlicht aus, das des Schriftführers Bernd Nitschke. Beisitzer sind Heidi Schlicht, Brigitte Ellmaier, Christian Fischer, Altbürgermeister Max Brunner, Georg Klausner, Christian Schindler und Tobias Gert. Kassenprüfer sind Elisabeth Lehle-Leuchtenmüller und Josef Mayer senior.

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Wichtiges Ziel sei, dass bei der Kommunalwahl 2020 die CSU wieder den Bürgermeister stellen wird, sagte Pauli. Er sprach sich für eine Stärkung seiner Partei aus. Die CSU-Fraktion sei im Gemeinderat mit fünf Sitzen die größte Gruppierung. Er werde als Ortsvorsitzender zur positiven Fortentwicklung der Gemeinde Chieming beitragen.

Auf Paulis Frage nach dem Stand der TTIP-Verhandlungen erklärte der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner, die EU-Kommission verhandle derzeit über ein weiteres Freihandelsabkommen mit den USA. Solche Abkommen seien nichts Neues. Deutschland habe in den letzten Jahrzehnten eine Vielzahl derartiger Abkommen abgeschlossen, um Handelsbedingungen für Industrie, Mittelstand und Landwirtschaft zu verbessern.

Weiter sagte Steiner, Bayern sei ein Exportland, der Landkreis Traunstein eine Exportregion. Ein von unnötigen Regelungen befreiter Handel sei von größter Bedeutung. So exportierte Bayern 2013 Waren im Wert von 18,9 Milliarden Euro in die USA. Diesen Markt gelte es zu sichern und auszubauen, so Steiner.

»Aus unserer Region gehen unter anderem Industrieanlagen, Käse, Flugzeugteile, Bergschuhe, Leuchten und Mineralwasser in die ganze Welt«, sagte er und betonte, »deswegen haben wir die geringste Jugendarbeitslosigkeit in Europa.« Steiner sprach sich für die ständige Verbesserung der Exportbedingungen aus.

Es sei nach seiner Meinung ein Irrtum zu glauben, dass dies ein Selbstläufer sei. »Wenn wir uns bei den Verhandlungen auf hohe Standards einigen, können wir diese zu globalen Standards machen«, sagte er. Der Welthandel sei stark in Bewegung. Im asiatisch-pazifischen Raum werde derzeit ebenfalls über gemeinsame Wirtschaftsräume verhandelt mit starken Akteuren wie China, Australien und Indien.

»Deshalb dürfen wir nicht tatenlos zusehen, wie zukünftig Asien die Bedingungen des Welthandels diktiert«, sagte Steiner. Nach seinen Ausführungen sei das Abkommen auch dafür wichtig, dass Deutschland den Takt mitbestimmen kann, »damit zukünftig unsere Bedingungen, unsere Standards im Welthandel maßgebend sind«. Abschließend stellte er fest, dass die Chance eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes mit den USA zu nutzen sei, gleichzeitig aber hart verhandelt werden müsse, um deutsche Standards zu sichern.

Der Stellvertretende Ortsvorsitzende Josef Mayer junior berichtete aus dem Kreistag. Er ging dabei auf den Haushalt des Landkreises Traunstein ein und sprach über das Defizit bei den Kreiskliniken. Weiter erwähnte er das Asylrecht und die Jugendhilfe. OH