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Martin Klein wurde zum Dekan bestellt

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Als symbolisches Geschenk überreichte Weihbischof Wolfgang Bischof (rechts) Pfarrer Martin Klein eine zweifarbige Mozetta, die über Talar und Chorrock getragen wird. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – »Mit eurer Hilfe und Gottes Hilfe wird's schon werden«, meinte der Teisendorfer Pfarrer Martin Klein zuversichtlich. In einem abendlichen Pontifikalgottesdienst in der Pfarrkirche St. Andreas in Teisendorf wurde er von Weihbischof Wolfgang Bischof zum Dekan bestellt. Damit ist er im Dekanat Teisendorf das Bindeglied zwischen dem Bischof und den Seelsorgern vor Ort. In seiner Ansprache hob Bischof hervor, dass dieses Amt das Miteinander stärken solle.


In der festlich geschmückten Kirche hatten sich zahlreiche kirchliche Mitarbeiter aus dem ganzen Dekanat und viele Gläubige versammelt. Auch die beiden Nachbardekane, Thomas Frauenlob (Berchtesgaden) und Georg Lindl (Traunstein), waren gekommen. Angeführt von einer stattlichen Schar von Ministranten aus dem gesamten Pfarrverband Teisendorf zogen die Seelsorger ein.

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Wahl zum Dekan war bereits am 22. Oktober

Bischof dankte in seiner Einführung auch dem früheren Dekan und Teisendorfer Pfarrer Johannes von Bonhorst für seinen Einsatz und wünschte ihm, »dass er den Platz findet, der für ihn der Richtige ist«. Matthias Friedl, der Regionalreferent des Bischofs, verlas die Ernennungsurkunde. Zum neuen Dekan hatte die Dekanatsversammlung Martin Klein bereits am 22. Oktober gewählt. Diese Wahl wurde kürzlich von Reinhard Kardinal Marx offiziell bestätigt.

Ein Lob der Weisheit, die man als gute Wünsche für den neu eingeführten Dekan verstehen könnte, trug Gemeindereferentin Ursula Erl mit der Lesung aus dem Buch der Weisheit vor: »Ich betete, und es wurde mir Klugheit gegeben«, so begann der zum Anlass passende Text.

Das Evangelium aus dem 23. Kapitel bei Matthäus verlas der Teisendorfer Diakon Robert Rehrl. In seiner Ansprache nannte der Weihbischof diesen Text eine große Herausforderung: »Wir sollen uns nicht Meister nennen lassen, uns nicht mit großen Titeln schmücken. Wer von uns der Erste sein will, soll der Diener aller sein.« Das Amt des Dekans nannte er ein »Verbindungsamt«. Die Aufgabe derer, die in der Kirche einen besonderen Dienst übertragen bekommen, müsse und dürfe es sein, die Fähigkeiten und Charismen in den Gemeinden zu entdecken und zu fördern, »aber auch zu ermächtigen«. Ein Überdenken der eigenen Rolle und des Standesbewusstseins sei bei den Seelsorgern nötig. »Es geht nicht um unten und oben, sondern darum: Wie können wir Christus in unserer Zeit spürbar, erlebbar und begreifbar machen?« Dies erforderte »große Demut« und ein gegenseitiges Sich-Ernst-Nehmen.

Viele Menschen in unseren Gemeinden sähen sich von ihren Seelsorgern verlassen. »Alle miteinander müssen wir hier umdenken«, betonte Bischof. Wichtige Aufgaben des Dekans seien das Motivieren, Mit-Hineinnehmen und Verbinden. Niemand könne das alleine und solle das alleine schaffen. Martin Klein wünschte er Freude, Begeisterung und Zuversicht für sein neues Amt.

»Auge und Ohr, aber kein Spion des Bischofs sein«

Danach legte Klein vor dem Bischof sein Versprechen als Dekan ab. Als symbolisches Geschenk überreichte ihm dieser danach eine Mozetta in zwei Farben: dem Schwarz des Klerus und dem Violett des Bischofs. Die Mozetta wird über dem Talar und den Chorrock getragen. Klein solle »Auge und Ohr des Bischofs« sein, betonte Bischof und fügte schmunzelnd hinzu: »Aber kein Spion des Bischofs«.

Bei der Eucharistiefeier konzelebrierte neben Klein auch der stellvertretende Dekan Wernher Bien, der Klein im September in sein Amt als Pfarrer eingeführt hatte. Anschließend trafen sich noch zahlreiche Seelsorger und Gläubige zum Stehempfang im Pfarrheim. vm