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Marquartsteins Finanzen sind gesichert

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Marquartstein. Ohne Diskussion wurden vom Gemeinderat Haushaltsplan und Haushaltssatzung einstimmig verabschiedet. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit rund 5,3 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit etwa 1,58 Millionen Euro. Kreditaufnahmen für Investitionen im kommenden Jahr sind nicht vorgese-hen, der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Zahlungen wird auf 105 000 Euro festgesetzt. Auch die Steuersätze für die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Grundsteuer B für Grundstücke bleibt mit jeweils 300 Punkten gleich, ebenso die Gewerbesteuer mit 350 Punkten.


Kämmerin Karoline Speckbacher erläuterte die Posten, die sich im Haushaltsplan gegenüber dem Vorjahr geändert haben. Da die Umlagekraft der Gemeinde Marquartstein durch die hohen Einnahmen im Jahr 2012 hoch ist, fällt die Schlüsselzuweisung durch den Freistaat Bayern in diesem Jahr geringer aus, nämlich mit 687 700 Euro. Im Jahr 2013 lag sie noch bei 723 800 Euro. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer lagen 2012 mit fast einer Million Euro um rund 270 000 Euro höher als im Vorjahr. Daher wird die von der Gemein-de an den Landkreis gezahlte Kreisumlage um über 20 Prozent höher sein als 2013, nämlich aufgerundet bei fast 1,5 Millionen Euro.

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Gewerbesteuereinnahmen: Voraussichtlich 600 000 Euro

An einzelnen Posten sind zum Beispiel im Vermögenshaushalt für den Neubau des gemeindlichen Wasserwerks 227 000 Euro eingeplant, für den Neubau der Räume der Musikkapelle 281 000 Euro, wobei davon 40 000 Euro über den Kulturfonds des Landes Bayern gedeckt werden. Die voraussichtlichen Einnahmen durch die Gewerbesteuer für das Jahr 2014 sind mit 600 000 Euro veranschlagt.

Im Verwaltungshaushalt sind für die Sanierung von Wasserleitungen 72 300 Euro angesetzt gegenüber 44 000 im Vorjahr, für Unterhalt und Sanierung von Straßen wieder 100 000 Euro, für die Sanierungen von Schächten und Oberflächenentwässerung rund 311 000 Euro.

Aus einer eigenen Aufstellung über die Entwicklung der Gewerbesteuer, der Schlüsselzuweisung und Kreisumlage in den vergangenen zwölf Jahren ging hervor, dass die Einnahmen durch die Gewerbesteuer in Marquartstein mit kleineren Schwankungen seit dem Jahr 2002 bis heute kontinuierlich gewachsen sind. Die Kreisumlage allerdings stieg ebenso kontinuierlich, wobei die Einnahmen durch die Schlüsselzuweisung ebenso kontinuierlich nach unten gingen. »Die Gemeinde ist gut aufgestellt, die Tendenz seit Jahren steigend«, resümierte Bürgermeister Andreas Dögerl die positive Finanzlage der Gemeinde.

Rücklagen liegen bei rund 2,8 Millionen Euro

Auf die Frage von Peter Lloyd nach den allgemeinen Rücklagen sagte Dögerl, dass sie bei rund 2,8 Millionen Euro lägen. Auch den Finanzplan bis zum Jahr 2017 als »grobe Schätzung, wo die Reise hingeht«, so Dögerl, verabschiedete der Gemeinderat einstimmig. Besonders für die Sanierung des Kanalnetzes sind Mittel eingeplant. Auch Materialkosten für den Umbau des Bauhofs sind aufgelistet, wobei die Arbeiten in Eigenleistung erbracht werden. gi