weather-image

Marquartstein: Mehr Verkehrsspiegel gefordert

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Vor Beginn  der  Bürgerversammlung  sangen  die  Klöpfelsänger des Trachtenvereins Marquartstein-Piesenhausen und sammelten für einen guten Zweck. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Insgesamt scheinen die Marquartsteiner Bürger sehr zufrieden mit der Gemeindepolitik zu sein. Der Saal des Gasthof Prinzregent war weit weniger gefüllt als in früheren Jahren und nur wenige Einwohner sprachen Probleme an.


Nach dem ausführlichen Bericht von Bürgermeister Andreas Scheck (wir berichten gesondert) erinnerte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, Thomas Mayer, dass ab 1. Januar 2018 Rauchmelder in allen Häusern und Wohnungen vorgeschrieben sind. Um vor Betrügern zu warnen, wies er darauf hin, dass die Feuerwehr nicht ins Haus kommen werde, um die Installation zu kontrollieren.

Anzeige

Schorsch Hurler sprach den zunehmenden Verkehr Richtung Niedernfels zur Hochplattenbahn und zum Märchenpark an. Nicht nur die Autofahrer würden mehr, sondern auch Fußgänger und Radfahrer. Viele hielten sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, auch wenn das besser geworden sei.

Der seit langem geplante Geh- und Radweg an der Schlossstraße sei dringend notwendig, so Hurler. Außerdem forderte er auch im Namen anderer Anlieger einen Verkehrsspiegel beim Baronfeld. Vor allem parkende Autos würden die Sicht verstellen.

Bürgermeister Andreas Scheck antwortete, dass allzu viele Verkehrsspiegel im Ort keine Lösung seien. Man solle das Problem vielmehr an der Wurzel anpacken und das verkehrsbehindernde Parken bekämpfen. Eventuell lasse sich die kommunale Verkehrsüberwachung auch auf den ruhenden Verkehr ausweiten.

Leider sei die Gemeinde mit dem generellen Parkverbot an der Schlossstraße vor dem Verwaltungsgericht gescheitert. Scheck plädierte aber dafür, nochmal einen Versuch zu unternehmen. Bei den Grundstücksverhandlungen wegen des Geh- und Radwegs würden sich positive Signale abzeichnen, sodass er hoffe, dass der Weg in einigen Jahren realisiert werden könne. Hans Aigner schlug vor, Gespräche zu führen, damit Fahrzeuge am Wochenende auf dem großen Parkplatz der Schule in Niedernfels parken dürften. Das wolle er versuchen, sagte Scheck. Einen Verkehrsspiegel wünschte auch eine Bürgerin aus der St.-Andräer-Straße im Namen von 13 Anwohnern.

Eine Hecke behindere stark die Sicht an der Ausfahrt zur Pettendorfer Straße. Ein weiterer Bürger bekräftigte, dass die Sicht überhaupt nicht besser geworden sei, nachdem die Hecke auf Aufforderung der Gemeinde zurück geschnitten worden sei. Der Bürgermeister versprach, die Situation nochmals zu prüfen.

Noch drei weitere Anträge äußerte die Bürgerin aus der St.-Andräer-Straße. Sie forderte, das Bestattungsrecht von Marquartstein so zu ändern, dass auch Eltern und Schwiegereltern von auswärts hier beerdigt werden könnten. Der Bürgermeister sagte, dass es Beschränkungen wegen der begrenzten Zahl der Friedhofsplätze gebe. Wie auch in vielen anderen Gemeinden könnten nur Einwohner mit Hauptwohnsitz in Marquartstein auf dem gemeindlichen Friedhof beerdigt werden. Beim katholischen Friedhof gebe es andere Regelungen. Grundsätzlich sei es möglich, einen Antrag an den Gemeinderat zu stellen, diese Bestimmungen zu ändern.

Scheck bestätigte weiter die Aussage der Frau, dass es möglich ist, zeitlich befristete Sonderparkscheine für Schwerbehinderte bei der Gemeinde zu bekommen. Die Bürgerin bat weiter darum, dass sich der Bürgermeister dafür einsetzen möge, dass in Übersee mehr »Park and Ride«-Plätze geschaffen werden. Scheck antwortete, dass er keinen Einfluss auf Übersees Gemeindepolitik habe, sich aber erkundige. gi

Mehr aus der Stadt Traunstein
Einstellungen