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Inzeller Floriansjünger hatten 2016 mit 52 Einsätzen ein eher ruhiges Jahr – Auch vier Frauen leisten Dienst

Markus Steinbacher ist neuer Feuerwehr-Vorstand

Inzell – Markus Steinbacher ist neuer Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Inzell. Er wurde bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Vroni zum Nachfolger von Georg Dießbacher gewählt, der nicht mehr kandidiert hatte. Auch gibt es einen neuen Jugendwart: Georg Kamml übernimmt dieses Amt von Markus Steinbacher, der bisher Jugendwart war.

Markus Steinbacher (von links) gab seinen Posten als Jugendwart ab und wurde zum Vorstand gewählt. Weiter mit auf dem Bild sind Michaela Lindner, Schriftführerin, der bisherige Vorstand Georg Dießbacher und Kommandant Albert Stadler.

Kommandant Albert Stadler berichtete von 52 Einsätzen im vergangenen Jahr. Im Vergleich zum Jahr 2015 mit 84 Einsätzen war es ein ruhiges Jahr. Dreimal musste die Feuerwehr zu Bränden ausrücken. 33-mal wurde man zu technischen Hilfeleistungen gerufen. Die übrigen Einsätze fielen auf Sicherheitswachen, BMZ-Alarme und Absperrdienste. Der Kommandant berichtete auch von vielen Übungen und zahlreichen Fortbildungen auf Landkreisebene und an der Feuerwehrschule. 34 Aktive legten die Leistungsprüfung »Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz« ab. Abschließend ging Stadler auf den Personalstand ein. Derzeit besteht die Inzeller Feuerwehr aus 63 Aktiven Mitgliedern, darunter vier Frauen. Im Schnitt leistete jeder Aktive 62 Stunden für das Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger.

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Markus Steinbacher berichtete in seiner Funktion als Jugendwart über die Aktivitäten der Jugendgruppe. Höhepunkte waren der Jugendausflug zur Kartbahn nach Eiselfing, die Teilnahme am Wissenstest in Siegsdorf und am Kreisfeuerwehrjugendtag in Petting sowie eine Gemeinschaftsübung mit den Jugendfeuerwehren Ruhpolding und Eisenärzt. Zehn Anwärter legten das Jugendleistungsabzeichen ab. Insgesamt absolvierten die Jugendlichen 20 Übungen. Derzeit besteht die Jugendgruppe aus 13 Mitgliedern, darunter ein Mädchen. Nachwuchssorgen gibt es bei der Inzeller Jugendfeuerwehr, entgegen dem Trend in anderen Gemeinden, nicht, so Steinbacher, der sein Amt als Jugendwart nach fünfjähriger Tätigkeit ablegte.

Atemschutzwart Max Steinhauer berichtete, dass derzeit 31 ausgebildete Atemschutzgeräteträger zur Verfügung stehen. Ein Atemschutzgeräteträgertrupp wurde bei einem Brandeinsatz in Weißbach eingesetzt. Ansonsten wurden im Jahr 2016 acht zusätzliche Übungen für die Geräteträger durchgeführt und die Belastungsübungen in Traunstein besucht. Vier Geräteträger übten auch an der Rauchdurchzündungsanlage in Übersee den Ernstfall.

Zweiter Kassier Hubert Foidl informierte, dass das Vereinsjahr mit einem Überschuss abgeschlossen wurde, obwohl auch Ausgaben für Geräte, die Finanzierung von Ausbildungen und die Kosten für die zahlreichen Vereinsaktivitäten angefallen waren. Erfreulicherweise gingen im Jahr 2016 zahlreiche Spenden ein. Hierfür bedankte sich Foidl nochmals bei den Spendern.

Der scheidende Vorstand Georg Dießbacher blickte auf die zahlreichen Vereinsaktivitäten zurück: Besuch der Jahreshauptversammlungen der Nachbarwehren, Altennachmittag, Feuerwehrfest in Teisendorf, Jahresabschlussfeier mit Glühweinempfang und Besuch von verschiedenen Geburtstagen sowie Beerdigungen von Vereinsmitgliedern. Höhepunkt im Jahr 2017 wird das Gartenfest am 17. Juni sein.

Kommandant Albert Stadler nahm einige Beförderungen vor: Christian Bauer, Tobias Hildebrandt, Andreas Hunklinger und Martin Wellinger wurden zu Feuerwehrmännern, sowie Tamara Kühn und Lisa Lackner zur Feuerwehrfrauen ernannt. Zu Oberlöschmeistern wurden Georg Kamml und Gebhard Rieder und zum Brandmeister Christian Fischer befördert.

Bei den Ehrungen gratulierten Vorstand Georg Dießbacher und Kommandant Albert Stadler Markus Dufter zu 20 Jahren aktivem Feuerwehrdienst. Georg Maier ist bereits seit 25 Jahren im aktiven Feuerwehrdienst, war aber bei der Versammlung nicht anwesend; die Ehrung des Kreisfeuerwehrverbands wird zu einem späteren Zeitpunkt übergeben.

Georg Dießbacher kandidierte nach insgesamt zwölfjähriger Vorstandstätigkeit – jeweils sechs Jahre als zweiter Vorstand und als Vorstand – nicht mehr. Markus Steinbacher erklärte sich bereit, das Amt zu übernehmen und wurde einstimmig zum Vorstand gewählt. Zweiter Vorstand Herbert Schwaiger stellte sich erneut zur Wahl und wurde ebenso einstimmig gewählt.

Inzells Bürgermeister Johann Egger dankte der Feuerwehr für die Arbeit und den ehrenamtlichen Einsatz, sowie dem Verein für die finanzielle Unterstützung. Er wünschte ein gutes Jahr 2017 mit wenigen Einsätzen und stets unfallfreie Rückkehr zum Gerätehaus. fb