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Marktfest lockte mit Riesenprogramm

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Überall, wo er auftrat, ein Publikumsmagnet: Der riesige Schmetterling auf Stelzen. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Das Waginger Marktfest ist ein »Knaller« im Jahresprogramm der Marktgemeinde, das sich auch von unfreundlichem Wetter die Stimmung nicht verderben lässt. Trotz des zwischenzeitlichen Regens war das Fest hervorragend besucht, und die Leute feierten bis tief in die Nacht hinein.


Fünf Musikgruppen sorgten für die rechte Stimmung. Die »Pfundsbuam« beim Gasthaus Kupferkessel, die »Xodloch-Musi« und anschließend DJ Elmar beim Unterwirt sowie die Wirtshausmusi beim Gasthaus Seerose hatten da leichtes Spiel – die waren »indoor«. Auch die »Jack in a Box«, die vor dem Bräukeller für eine Superstimmung sorgten, hatten in ihrem Oldtimer-Truck ein Dach über dem Kopf – ganz passend zu ihrem Namen. Nicht so »The Black Box« am Marktplatz: Die hatten ihre Ausrüstung wegen der anfänglich unsicheren Witterung und des später dann doch für eine Weile einsetzenden Regens unter einem Zelt »geparkt« und spielten dann tatsächlich sozusagen hinter verschlossenen Türen – was manche Besucher bei einem Blick durch einen Spalt in der Zeltwand zu erstaunten Aufrufen hinriss: »Die spielen ja wirklich!« Als dann gut nach 20 Uhr der Regen definitiv aufhörte, öffnete sich die Zeltplane, und dann ging‘s so richtig ab mit Rock’n’ Roll der 50er- und 60er Jahre.

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Während die Erwachsenen an den Biertischen saßen, mitschunkelten, manche sogar ein Tänzchen wagten, hatten die Kinder viel zu tun und zu schauen. Zwei faszinierende Vorführungen fanden stets großes Publikum: die lustige Piratenshow mit Käpt’n Barbarmino und dem Schiffsbuben Tom Tomaso sowie das musikalische Pärchen von »Musiklarium«. Die »Piraten« alberten so viel herum, dass die jungen Zuschauer aus dem Kichern und Brüllen kaum mehr herauskamen, und zeigten zu späterer Stunde dann noch eine eindrucksvolle Feuershow. Bei den Zweien vom »Musiklarium« ging es bei Musik und Tanz ebenfalls lustig zu, so benutzte etwa die junge Dame ihre Gitarre als Tennisschläger, und auch hier wurden die Kinder kräftig mit ins Geschehen einbezogen.

Das war aber noch längst nicht alles. Der Kletterturm zog die Mutigen magnetisch an, beim Liegendschießen probierten viele ihre Zielsicherheit aus, die ganz Kleinen konnten sich stundenlang an ihren Bauklötzen vergnügen und zauberten daraus allerlei Ingenieurs-Kunstwerke, stolz beobachtet, teils auch unterstützt vor allem von den Vätern. Und was wäre so ein Fest, wenn sich die jungen Mädels nicht schminken lassen könnten!

Eine weitere Attraktion gab es zu späterer Stunde: ein riesiger Schmetterling. Die Stelzengeher sind von den früheren Marktfesten schon bekannt, diesmal war es nur einer. Aber wo immer er auftrat, reckten sich alle Hälse und bewunderten die Geschicklichkeit und, sobald er sie in voller Spannweite ausbreitete, die prächtigen Schmetterlingsflügel. Vor allem die Kinder zog er magisch an, sie wanderten mit ihm quer durch das Marktfest, versuchten ihn ein bisserl zu ärgern, sprangen dann kreischend davon, wenn er mit seinem gesenkten Flügel auf sie zuging. Und beim Bräukeller angelangt, schloss er sich den Tanzenden an. he

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