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Marihuana im Garten der Nachbarin gepflanzt

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Traunreut. Eine ausgesprochene Unverfrorenheit besaß ein 58-jähriger Traunreuter: Angeblich zur Schneckenabwehr pflanzte er einen Marihuanabaum im Garten seiner Nachbarin an und kümmerte sich auch selbstlos um dessen Pflege.


Die Anpflanzung war von einem jungen Beamten der Bereitschaftspolizei entdeckt worden. Diesem war bei einer Geschwindigkeitskontrolle am Traunring ständig ein süßlicher Geruch aufgefallen. Als er der Sache auf den Grund ging, entdeckte er direkt an einem Gartenzaun zur Straße einen prächtigen, etwa zwei Meter großen Marihuanabaum.

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Die Gartenbesitzerin wurde daraufhin mit dem Fund konfrontiert. Die ältere Dame schilderte dann glaubhaft, dass sie diese Staude vor etwa sechs Monaten von einem sehr netten Nachbarn mit dem Hinweis geschenkt bekommen hatte, dass dieser Strauch die Schnecken aus dem Garten vertreibt. Dass es sich um eine Cannabisstaude handelt, die ihr eine Anzeige wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz einbringt, wusste die gutgläubige Frau nicht. Sie erzählte auch, dass der nette Nachbar sich sogar selbst um den seltsam riechenden Strauch kümmerte und ihn gelegentlich zurückschnitt. Er nahm zu ihrer Freude sogar die Rückschnitte und Blätter des Strauches mit.

Schnell kam bei den Ermittlungen der Traunreuter Polizei heraus, dass der nette Nachbar kein Unbekannter der Polizei ist. Nach Erlass eines Durchsuchungsbeschlusses wurde die Wohnung des Mannes durchsucht. Dabei wurden größere Mengen an getrocknetem Marihuana und Psilocybin (Rauschpilz) aufgefunden und als Beweismittel sichergestellt.

Der 58-jährige, offenbar unbelehrbare, »Gärtner« wird sich nun wegen Anbaus und Erwerbs von Betäubungsmitteln vor Gericht verantworten müssen. Um seinen Marihuanabaum kümmerte sich abschließend die Polizei. Der Baum wurde kurzerhand umgeschnitten und als weiteres Beweismittel gesichert.