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Marienstift steht finanziell auf gesunden Beinen

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Im Marienstift Marwang leben derzeit sieben Heimbewohner. Im Unterschied zum Kreisaltenheim Grabenstätt und dem Altenheim »In der Au« wird es von einem Verein getragen und ist kein Pflegeheim. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Ein positives Fazit der Vereinsarbeit des Vereins für Krankenpflege und Altenbetreuung Grabenstätt zog die Vorsitzende Irene Riede in der Mitgliederversammlung. Die 1920 von Schwestern ins Leben gerufene, ambulante Krankenpflege lief 1982 mit dem Tod von Ehrenbürgerin Schwester Elmara aus, und einige Bürger entschlossen sich damals unter der Federführung von Pfarrer Johann Nepomuk Huber dazu, deren Lebenswerk in anderer Weise fortzuführen.


1982 begann man mit der Renovierung des Marienstifts, 1983 folgte die Gründung des Vereins für Krankenpflege und Altenbetreuung Grabenstätt und 1984 zogen bereits die ersten Heimbewohner ein. »Unser Marienstift ist kein normales Altenheim, sondern schon etwas Besonderes, denn wir kommen selber für das Haus auf«, betonte Irene Riede und freute sich darüber, dass »wir nach finanziell schwierigen Zeiten Rücklagen bilden konnten und deswegen auch niemandem zur Last fallen«.

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Dass immer wieder Geld für Reparaturen benötigt werde, habe man erst im Vorjahr wieder gesehen. In den letzten zwei Jahren seien im Erdgeschoß und im 1. Stock alle acht Zimmer belegt gewesen. Seit 1.  Mai suche man aber einen neuen Heimbewohner, da eine Frau ein Pflegefall geworden sei, erklärte Riede. Auch die Wohnung im zweiten Stock werde im Herbst frei und man hoffe darauf, einen passenden Nachmieter, vielleicht auch eine Mutter mit Kind, zu finden. Für die Heimbewohner sei es nämlich sehr wichtig, zu wissen, dass sie nachts nicht alleine im Haus sind, betonte die bisherige Heimleiterin Martina Bosse. »Ich bin dankbar, dass wir so eine tolle Nachfolge gefunden haben«, lobte sie Juliane Ehrenleitner, die das Marienstift ab dem kommenden Jahr alleine leiten wird. Kassenverwalterin Uschi Erl berichtete von einem erfreulichen Kassenstand und lobte die vielen Ehrenamtlichen, die den Wochenenddienst leisten, und die Aktion »Essen auf Rädern«. Trotz finanzieller Gesundung könne der Verein neue Mitglieder gut gebrauchen. Der Mitgliederbestand stagniere bei rund 200 Personen.

Unter der Leitung von Caritas-Kreisgeschäftsführer Franz Burghartswieser wurden zwei Satzungsänderungen einstimmig beschlossen. Die Mitglieder sprachen sich mit Blick auf die Neuwahlen 2014 dafür aus, die Zahl der Beisitzer in der Vorstandschaft von zwei auf fünf zu erhöhen. Da der Verein dem katholischen Caritasverband der Erzdiözese München und Freising, also dem Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege, angeschlossen ist, musste ein neuer Passus in die Satzung aufgenommen werden, wonach man die Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse anerkennt. Wer aus der katholischen Kirche ausgetreten sei, »kann bei uns nicht arbeiten«, so Burghartswieser.

»Wir sind eine große Gemeinschaft, die nur funktioniere, weil alle zusammenhelfen, betonte Riede, die dem Verein seit 30 Jahren vorsteht. Dies sei von Anfang an das Erfolgskonzept gewesen. Besonders bedankte sie sich bei ihren Vorstandskollegen, den Heimleiterinnen Martina Bosse und Juliane Ehrenleitner, den Hauswirtschafterinnen Branka Lapper und Maria Strohmayer, dem ehrenamtlichen Helferkreis sowie allen anderen Helfern und Spendern. »Ohne den Helferkreis würde es unser kostengünstiges Marienstift nicht geben«, so Riede. Bewährt habe sich der Ausflug mit den Maltesern nach Maria Eck, der die jährliche Chiemsee-Rundfahrt im Vorjahr ablöste.

Pater Augustin sprach anschließend über das Thema Krankensalbung.