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Marc Nitschke als klarer Sieger in Übersee

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Erste Gratulanten für den wiedergewählten Bürgermeister Marc Nitschke (rechts) waren noch im Wahlbüro CSU-Alt-Bürgermeister Peter Stöger und dessen Frau. (Foto: vom Dorp)

Übersee. Eine klare Aussage haben die Überseer für ihren Bürgermeister getroffen: Marc Nitschke erhielt 69,4 Prozent der gültigen Stimmen. Seinen Herausforderer Anton Stefanutti, langjähriger Gemeinderat der »Grünen« wählten 30,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,3 Prozent und war damit niedriger als 2008 mit 68 Prozent. Auffällig hoch war heuer der Anteil der Briefwähler mit 53,2 Prozent. 149 Wahlhelfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf.


Groß war die Freude beim wieder gewählten Amtsinhaber: »Das ist ein großartiger Vertrauensbeweis der Überseer Bevölkerung, gerade im Hinblick auf den sehr harten Wahlkampf in den vergangenen Wochen.« Er schätze das Ergebnis umso mehr, weil sich vier Parteien gegen ihn verbündet hatten. Für die Zukunft erhoffe er sich »klare Mehrheiten und vernünftige Gemeinderäte. Ich wünsche mir, dass wir alle bald den Wahlkampf hinter uns lassen können und setze auf eine gute Zusammenarbeit mit allen gewählten Gemeinderäten.«

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Weder »enttäuscht noch irgendwas« zeigte sich Verlierer Stefanutti: »Ich bin immer davon ausgegangen, dass ich angesichts der stark verwurzelten CSU und FBL in Übersee sowieso nur Außenseiterchancen haben werde«. In Anspielung auf die Bürgerinitiative »Chiemseeufer« vom letzten Sommer drückte Stefanutti die Hoffnung aus, »dass der alte und neue Bürgermeister aus der Vergangenheit gelernt hat und seine Politik künftig bürgernäher gestaltet.« Die CSU bleibt auch bei der Wahl der 16 Gemeinderäte mit sechs Sitzen stärkste Fraktion mit Leo Segin, Alois Huber, Elisabeth Titz und neu Rupert Kink, Marco Ehrenleitner sowie Ursula Geiger. Zweitstärkste Fraktion ist mit vier Sitzen nach wie vor die »Freie Bürgerliste« (FBL), sie musste aber ein Mandat abgeben. Von den wieder gewählten Gemeinderäten Ludwig Ertl, Hans Schönberger und Erika Stefanutti hatte die bisher einzige Frau im Gemeinderat die mit Abstand meisten Stimmen erhalten. Erstmals wird Herbert Strauch für die FBL vertreten sein. Verstärkung erhält »Grünen«-Chef Stefanutti künftig von Margarete Winnichner.

Für Bewegung im Wahlkampf hatte die neue Gruppierung ADfÜ gesorgt, die aus der Bürgerinitiative »Chiemseeufer« hervorgegangen war. Sie erreichte in ihrem ersten Anlauf mit Christian Huber und Stefan Haneberg zwei Sitze. Keine Veränderung gab es bei der Bayernpartei. Wolfgang Hofmann erhielt zwar eine beachtliche Stimmenzahl, bleibt aber auch weiterhin »Einzelkämpfer«. Die größten Verluste musste die SPD von bisher drei auf neu einen Sitz verkraften. Als Neuling ist Maria Steinert künftig die einzige »Rote«. Gewaltig gesteigert hat sich die Frauenquote von bisher einer auf fünf. bvd