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Manuela Mügge ist die neue Miss Chiemgau

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Manuela Mügge überzeugte auch stimmlich mit einem eigenen Musikbeitrag, dessen Text optimal zum Chiemgau passt. Weitere Bilder zur Wahl finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos im Internet. (Fotos: Wittenzellner)
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Landrat Hermann Steinmaßl tanzte mit Annette Weißenbacher, der bisherigen Miss Chiemgau, in einer Pause einen Rock'n'Roll.
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Die Jury stand vor einer schweren Entscheidung: Oberbürgermeister Manfred Kösterke (von links), Gabriele Schnitzlbaumer, Martin Miller, Christina Weber und Anja Eder.

Traunstein. Der Landkreis Traunstein hat eine neue Miss Chiemgau: Vor rund 600 Besuchern wurde im Festivalzelt auf dem Traunsteiner Stadtplatz Manuela Mügge aus Waging zur Nachfolgerin von Annette Weißenbacher gekürt. Sie setzte sich in einem ganz knappen Finish vor Sophia Heigermoser aus Kammer durch.


Die Jury, die sich aus der Model-Bookerin Christina Weber, Brauereichefin Gabriele Schnitzlbaumer vom Verein Traunsteiner Feste, Anja Eder vom Chiemgau Tourismus, Oberbürgermeister Manfred Kösterke und Martin Miller, Redaktionsleiter des Traunsteiner Tagblatts, zusammensetzte, entschied sich damit für die gleiche Kandidatin, die auch in dem zuvor durchgeführten und zum Ergebnis zählenden Onlinevoting am meisten Stimmen bekommen hatte. »Sie war die Königin beim Voten«, betonte Moderator Karlheinz Kas bei der Vorstellung der zehn Kandidatinnen. Online-Stimmzettel für sie seien sogar aus Amerika eingetroffen, auch in einem regionalen großen Industriebetrieb sei kräftig für sie abgestimmt worden, fügte er hinzu.

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Einige Bewerberinnen hatten ihre Fanclubs dabei

Einige Bewerberinnen wie beispielsweise Sandra Hilger aus Schnaitsee, aber auch die späteren beiden Siegerinnen hatten bei der Veranstaltung ihre lautstarken Fanclubs dabei, die für eine ausgezeichnete Stimmung im Festivalzelt sorgten. Moderator Kas betonte, dass es bei dem unter der Regie der Werbeagentur Wimmer aus Waging im Zusammenarbeit mit dem Traunsteiner Tagblatt und dem Trostberger Tagblatt nunmehr schon zum sechsten Mal durchgeführten Wettbewerb nur Gewinnerinnen gäbe. »Ihr alle zehn seid schon Siegerinnen«, rief er den Kandidatinnen zu. Diese hätten sich aus einem Pool von 32 Bewerbungen durchgesetzt, hob er hervor. Dass auf die neue Miss Chiemgau nicht nur leichte Arbeiten warten würden, betonte Kösterke: »Heute wird ein schweres Amt vergeben.«

Nach einigen musikalischen »Anheizern« der Oktoberfestband »Die Kirchdorfer« und der Traunsteiner Trommlergruppe Via-Jante ging es in die erste Runde der Entscheidung. Zuvor verabschiedete sich die bisherige Miss Chiemgau, Annette Weißenbacher aus Grassau: »I bin gern überoi higanga. Es war überoi berig«, sagte die 23-Jährige. Auch die Vize-Miss Chiemgau, Christina Anzenberger, war zu der Wahl ihrer Nachfolgerin gekommen.

Spannend wurde es für die jungen Schönheiten, die alle sehr konzentriert auftraten, gleich im ersten Durchgang: Sie zeigten sich nacheinander auf der zum Laufsteg ausgebauten Bühne und stellten sich den Fragen des Moderators. Die anschließende Pause war für die Jury eine willkommene Gelegenheit, sich zurückzuziehen und die persönlichen Eindrücke zu der kurzen Darbietung zu besprechen.

Carolin Berghaus aus Traunstein, Sophia Heigermoser aus Kammer, Sandra Hilger aus Schnaitsee, Alexandra Irlacher aus Rabenden, Alexandra Krumbachner aus Weiding bei Trostberg, Manuela Mügge aus Waging, Monika Parzinger aus Hart bei Chieming, Nathalie Rumberger aus Anning bei Traunreut und Simona Schumacher aus Seebruck konnten sich inzwischen im Back-Stage-Bereich umziehen und auf den entscheidenden Auftritt vorbereiten.

Spätere Siegerin trug Lied vor – und überzeugte

Mit Beginn der zweiten Runde, bei der dann auch das Festzelt fast komplett gefüllt war, ging es dann richtig zur Sache: Die zehn Bewerberinnen präsentierten sich in schicken Dirndlgewändern. Sie wurden von Moderator Kas etwas detaillierter über ihre Hobbys und Privatleben befragt und hatten dann die Möglichkeit, etwas zum Besten zu geben. So kamen die Zuhörer zu einem echt bayerischen Gstanzlsingen. Daneben wechselte sich ein origineller Trinkspruch mit einem klasse gespielten Flötenstück eines Filmklassikers ab. Stimmungshöhepunkt in dem Block war der Tanz von Simona Schuhmacher aus Seebruck. Auch hier überzeugte die spätere Siegerin Manuela Mügge mit einem vorgetragenen Lied im Stil von Claudia Koreck die Jury. Der Text »Wir bleiben da«, der auf den Chiemgau als wunderschöne Region gerichtet war, passte so richtig zu dem Thema des Abends.

Die Kandidatinnen zeigten sich alle ausnahmslos von ihrer besten Seite. Die Jury musste sich ein zweites Mal zurückziehen, um nun zu einer endgültigen Entscheidung zu kommen. Landrat Hermann Steinmaßl nutzte derweil die Gelegenheit und legte mit Annette Weißenbacher einen Rock'n'Roll aufs Parkett.

Jury-Mitglied Christina Weber betonte, dass die Entscheidung nicht einfach gewesen sei. »Das war extrem knapp, vor allem als die Mädels in der zweiten Runde nochmals richtig Gas gegeben haben.« Landrat Hermann Steinmaßl zeigte sich von allen zehn Kandidatinnen begeistert: »Diese charmanten Damen könnten alle den Chiemgau vertreten. Der Chiemgau ist im wahrsten Sinne des Wortes wunderschön«, so der Landrat anerkennend in Richtung der Bewerberinnen.

»Ich trete in große Fußstapfen«

Letztlich entschied sich die Jury für die BWL-Studentin Manuela Mügge aus Waging und als Vize-Miss Chiemgau für die Servicekraft Sophia Heigermoser aus Kammer. »Ich trete in große Fußstapfen, aber ich nehme die Herausforderung gerne an«, sagte die neue Miss Chiemgau, die erst hinter der Bühne ihren Gefühlen und Emotionen freien Lauf ließ. Sie kann künftig nun das in größerem öffentlichen Rahmen vertreten, was sie schon bei der Kandidatenbewerbung sagte: Sie finde den Chiemgau schön, »weil die Landschaft und die Leute einmalig und großartig sind«. Dem Fest wurde dann zeitlich schnell eine Grenze gesetzt: Das aufziehende Gewitter sorgte dafür, dass sich das Festzelt schnell leerte.

Zum Auftakt des Stadtfestivals kam der provokant auftretende Liedermacher Hans Söllner mit seiner Band Bayaman Sissdem auf den Stadtplatz. Sommerlich heiter und entspannt war die Stimmung der etwa 1000 Konzertbesucher. Der Musiker brachte die Stimmung im Zelt nicht gleich zum Kochen. Erst einmal schimpfte er unter anderem auf den Staat und die Landespolitik – und das kann, wenn er nicht die Kurve bekommt, doch erst einmal relativ dröge werden. Dann aber ging es musikalisch doch noch zur Sache – und das Publikum sang textsicher ausgelassen mit und natürlich wurde auch getanzt. awi/heib

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