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Manuela Fenninger ist das Waginger Christkindl

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Sie kann ihr Glück noch gar nicht fassen: Manuela Fenninger (14) aus Plattenberg aus der Gemeinde Wonneberg ist das erste Waginger Christkindl. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Das erste Waginger Christkindl kommt aus der Nachbargemeinde Wonneberg: Nach einem zweistündigen Casting am Samstagnachmittag am Marktplatz in Waging bei frostigen Temperaturen setzte sich die 14-jährige Manuela Fenninger gegen 29 Mitbewerberinnen durch und darf nun an den kommenden beiden Wochenenden in Waging Kinder erfreuen und beschenken.


Die Jury hatte es nicht leicht, gab es doch unter den Bewerberinnen viele, die sich tapfer schlugen und sicherlich ebenfalls gut als Christkindl geeignet gewesen wären. Und dass es nach der letzten Runde reichlich lange dauerte, bis die Jury zu einem Urteil gekommen war, zeigte deutlich, wie schwierig die Entscheidung fiel. Mitglieder der Jury waren zweiter Bürgermeister Christian Reiter, Simone Hundhammer, die Geschäftsführerin der »Schuhliebe«, Rudi Huber von der Firma Regensburger, Friseur Bernhard Mühlbacher und Manuela Wimmer von der Agentur Wimmer.

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Im ersten Durchgang mussten die Bewerberinnen auf verschiedenste Fragen Rede und Antwort stehen. Eine Runde mit zehn Teilnehmerinnen moderierte Bernhard Mühlbacher, Runde zwei und drei mit weiteren jeweils zehn Mädchen Alexander Fussek von der Bayernwelle Südost. Aus jeder dieser Zehner-Runden qualifizierten sich drei Bewerberinnen für die Endrunde: Da mussten sie alle ein vierzeiliges Gedicht auswendig lernen und dann so lebhaft und flüssig wie möglich vortragen.

Bei den drei Basisrunden erfuhren die Besucher am Marktplatz, die trotz der Kälte wacker aushielten, dass die meisten der Kandidatinnen vor allem deswegen Christkindl werden wollten, weil sie gern mit Kindern zu tun haben und diesen zu Weihnachten eine Freude machen wollten. Die spätere Siegerin Manuela Fenninger gab zu Protokoll, dass sie Weihnachten liebt »und alles, was damit zusammenhängt« – ideale Voraussetzungen also für ein Christkindl.

Nach den Vorrunden qualifizierten sich folgende neun junge Damen für die Endrunde: Manuela Fenninger, Teresa Gröbner und Helen Haslberger, Alina Hofmann, Lara Korn und Rebecca Rackerseder, sowie Sarah Spiegelsberger, Josefa Wiedemann und Marina Wimmer. Fünf Minuten waren ihnen danach vergönnt, um ihre vier Gedichtzeilen auswendig zu lernen, und fast alle trugen es dann auch ganz ordentlich vor, manche so richtig mit Inbrunst, darunter die spätere Siegerin Manuela Fenninger.

Zweiter Bürgermeister Christian Reiter lobte die Christkindl-aktion, diese »völlig neue Attraktion für Waging«, die sich der Verein Waging bewegt ausgedacht habe. Die Vorsitzende Lydia Wembacher fand es super, dass es so viele hübsche junge Mädchen im Ort gibt und dass sich so viele von ihnen um den Christkindl-Job beworben hatten. Dazu gehöre schließlich einiges an Mut. Aber, so äußerte sie aufgrund ihrer Erfahrung als Ausbilderin zahlreicher Lehrlinge: »Das bringt euch alle weiter.«

Diejenigen 29, die es nicht zum Christkindl geschafft hatten, bekamen zum einen ein gerahmtes Fotos von sich, das eigens für dieses Casting aufgenommen worden war, und einen 25-Euro-Gutschein für Waginger Geschäfte. Die Siegerin wurde mit einem Gutschein für einen zweitägigen Aufenthalt für vier Personen im Europark belohnt. Das Casting wurde von Elmar Schwarz mit weihnachtlichen Melodien umrahmt, während sich die Besucher an Kinderpunsch oder Glühwein aufwärmen konnten. Und – interessant am Rande – die Ankündigung für diesen Christkindl-Wettbewerb hatte die amerikanische Journalistin Harriet Torry nach Waging gelockt, die über weihnachtliche Events in ganz Deutschland einen Artikel für das Wall Street Journal schreiben wird. he