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Mann beteuert Unschuld

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Traunstein – Zum dritten Mal startete am Montag ein Vergewaltigungsprozess gegen einen 30-jährigen Mann vor dem Landgericht Traunstein mit Vorsitzendem Richter Dr. Jürgen Zenkel. Der Angeklagte aus dem Berchtesgadener Land, der über seine Verteidiger pauschal alle Vorwürfe zurückwies, soll seine 28-jährige Lebensgefährtin im August 2013 vergewaltigt und erheblich verletzt haben.


Verteidigeranträge ausnahmslos zurückgewiesen

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Der erste Prozessbeginn platzte am 15. Dezember 2014 nach zahlreichen Verteidigeranträgen, die ausnahmslos als unbegründet zurückgewiesen wurden. Beim zweiten Anlauf am 5. Februar 2015 machten die Verteidiger Terminprobleme geltend.

Beim erneuten Auftakt gestern brachten nun die Verteidiger, Dr. Nicolas Frühsorger aus München und Thomas Wagner aus Freilassing, sofort wieder neue Anträge ein. Sie forderten darin unter anderem, die Anklage von Staatsanwältin Monika Veiglhuber nicht zu verlesen, das Verfahren sanktionslos einzustellen sowie den Haftbefehl gegen den gelernten Maler und Lackierer aufzuheben beziehungsweise gegen Auflagen außer Vollzug zu setzen.

Der Grund: Die Anklageschrift genüge nicht den gesetzlichen Vorschriften. Die Sechste Strafkammer schloss sich hingegen dem Antrag der Staatsanwältin an und lehnte die Anträge ebenfalls als unbegründet ab. Der erste Verhandlungstag endete daher nach dem Verlesen der Anklageschrift.

Anklage: Opfer misshandelt und vergewaltigt

Demnach soll der angetrunkene 30-Jährige von seiner Freundin gefordert haben, ihn am frühen Morgen in Salzburg abzuholen. In seiner Wohnung soll der eifersüchtige Mann die Frau geschlagen und sie danach vergewaltigt haben. In der Toilette soll er der Geschädigten weitere Ohrfeigen versetzt und auf ihrer Stirn eine brennende Zigarette ausgedrückt haben.

Die Geschädigte trug eine schmerzhafte Wunde und eine Narbe davon. Nach der Misshandlung soll der 30-Jährige dem mutmaßlichen Opfer nochmals sexuelle Gewalt angetan haben. Als der Tatverdächtige eingeschlafen war, konnte die Frau flüchten.

Fortsetzung der Verhandlung am 30. März geplant

Die sechstätige Hauptverhandlung wird am 30. März fortgesetzt. kd

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